Moonlight Haze – Animus

012063Bewertung
Album (40%): 7/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 8/10

Es scheint, als hätte Sängerin Chiara Tricarico bei Moonlight Haze ihre neue musikalische Heimat gefunden. Mit „Animus“ erscheint bereits dritte Album innerhalb von vier Jahren. Und das Label ist voll des Lobes.

Melodischer, symphonischer und bombastischer Power Metal vom Feinsten, der keine Wünsche offenlässt: Jeder Song des neuen Moonlight Haze-Albums ist eine potenzielle Hit-Single, die gleichzeitig eine reichhaltige Klangtextur, einige unglaublich erhebende/süchtig machende Hooks und eine bedeutungsvolle und herzliche Botschaft aufweist.

OK, die ersten beiden Alben „De Rerum Natura“ und „Lunaris“ habe mir sehr gut gefallen. Wollen wir doch mal hören, ob sie das mit Album Nummer Drei fortsetzen können. Die Voraussetzungen sind eigentlich sehr gut. Das Lineup ist seit der Bandgründung stabil. Gemixt und gemastert wurde das Album von Simone Mulanori im Domination Studio von San Marino. Das Artwork steuerte die Künstlerin Beatrice Demori bei.

544783Moonlight Haze machen genau dort weiter, wo sie „Lunaris“ aufgehört haben. Mit melodischen Metal, einem gehörigen Schuss Bombast und einer überzeugenden Gesangsleistung. Genau das sind die Trademarks der Band seit ihrem ersten Album. So startet auch „Animus“ ohne lange Vorrede direkt mit dem Opener „The Nothing“. Treffend gesetzte Riffs, schöne Melodien, und eine Sängerin, die sich nicht scheut, auch mal in den höchsten Tönen zu brillieren. Und im Midtempo-Bereich geht es dann weiter. Bei „It’s Insane“ rücken die Synthie-Streicher etwas mehr in den Vordergrund.  Ein Gitarrensolo rundet das Ganze ab. Der Titelsong „Animus“ klingt dann etwas härter. Auch weil Sängerin ihre dunkle Seele in Form von bösen Growls zeigt. Es bleiben jedoch die einzigen auf dem Album. Leider möchte man sagen, da diese doch eine gewisse Rauheit in den Sound einbringen. Ansonsten dominieren aber auch hier die Melodien, gespickt mit epischen Chorussen. „The Thief And The Moon“ erinnert dann ein wenig an Chiara’s frühere Band Temperance. Wie auch „Tonight“. „Never Say Never“ klingt stellenweise etwas hektisch. Hier zieht auch das Tempo ein wenig an. Insgesamt lässt sich konstatieren, dass das Tempo im zweiten Teil des Albums etwas höher ist als zu Beginn. Zum Abschluss wird es mit „Horror & Thunder“ hymnisch.

Die Vorschuss-Lorbeeren aus dem Pressetext sind leider nur teilweise berechtigt. „Animus“ ist ein gutes Album, eingespielt von Musikern, die ihr Handwerk gestehen. Das Songwriting ist gelungen. Künftig sollten die Italiener bei Arrangements und der Abmischung des Sounds meines Erachtens jedoch etwas nachbessern. Zu sehr dominiert der Gesang von Chiara Tricarico. Daneben können nur noch Schlagzeug und teilweise die Synthies-Klänge mithalten. Das ist ein Phänomen, das man bei vielen Bands mit herausragenden Gesangs-Darbietungen hören kann. Die Gitarren kommen außer bei den Soli, etwas zu kurz. Und Moonlight Haze haben dieses Mal völlig auf eine Ballade verzichtet. Sicherlich, jeder einzelne Song könnte eine Hit-Single werden. Aber auf einem Album wünsche ich mir etwas mehr Abwechslung

Moonlight Haze – Animus (Official Video): https://youtu.be/2WSb6grivcE

Lineup:

Chiara Tricarico – Vocals
Marco Falanga – Guitar
Alberto Melinato – Guitar
Alessandro Jacobi – Bass
Giulio Capone – Drums

Label: Scarlet Records

VÖ: 18. März 2022

Spieldauer: 43:40

Titelliste:

  • The Nothing
  • It’s Insane
  • Kintsugi
  • Animus
  • The Thief And The Moon
  • Midnight Haze
  • Tonight
  • Never Say Never
  • We’ll Be Free
  • A Ritual Of Fire
  • Horror & Thunder

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