Bewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 9/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 9/10
In diesem Jahr begehen Narnia aus Schweden ihr dreißigjähriges Jubiläum. Gegründet 1996 in Jönköping haben sie sich nach der Fantasy-Serie „Die Chroniken von Narnia“ des irischen Schriftstellers C.S. Lewis (Clive Staples Lewis) benannt. OK, zwischen 2010 und 2014 gab es eine vierjährige Pause. Erwähnenswert ist, dass immerhin noch drei Mitglieder aus den frühen Jahren aktiv sind, teilweise jedoch mit Unterbrechungen. Bislang wurden neun Studio-Alben, mehrer Compilations und Live-Alben veröffentlicht. Im Jubiläums-Jahr folgt das zehnte Album mit dem schlichten Titel „X“.
Der Einstieg mit „Like A Thief In The Night“ ist kraftvoll und beschwingt. Der Gesang von Christian Liljegren ist sehr melodisch. Gegen Ende ist ein erstes Gitarren-Solo zu hören. Auch die Hymne „Oceanwide“ ist sehr eingängig. Christian Liljegrens Gesang wird von einem druckvollen Bass begleitet. Später setzen melodische Gitarren ein und untermalen Chorgesänge. „Heaven’s Calling“ wird durch gesprochene Worte und Blechbläser eingeleitet, bevor auch hier kräftige Gitarrenmelodien und Gesang dominieren. „Walk On Water“ ist die nächste starke Midtempo Power Metal Hymne. Später dominieren Keyboard-Klänge. Dafür wird bei „God Under Fire“ so richtig losgerockt, angetrieben von Gitarren und Schlagzeug. Auch bei „Remedy (SOS)“ bleiben Narnia im Hochgeschwindigkeits-Modus. Der Gesang klingt stellenweise etwas harscher. Dann lädt jedoch der Refrain zum Mitsingen ein. Immer wieder drängen sich die Synthie-Streicher in den Vordergrund, auch während des unwahrscheinliche schnellen Gitarre-Solo. Bei „Jerusalem“ wird erneut in den hymnischen Bereich gewechselt, mit knallenden Riffs und vielen Keyboard-Klängen. Wer glaubt, dass sich hinter dem Titel „Every Breath“ eine Ballade verbirgt, wird enttäuscht. Auch hier knallen die Gitarren und treiben, gemeinsam mit dem Schlagzeug zu einem Tempo-Ritt an. Wie der Titel vermuten lässt, beinhaltet „The War That Tore The Land – Reprise“ die Wiederholung eines Songs vom 2019er Album „From Darkness to Light“, instrumental, nur halb so lang aber mit epischen Vokalisen-Chorus. Auch zu „The Man From Nazareth Pt 2“ gibt es eine frühere Version. Diese stammt von „Enter the Gate“ (2006) und ist eine wunderschöne Ballade mit einer Länge von sechsdreiviertel Minuten. Christian Liljegren wird häufig dezent begleitet von e-Piano, Streichern und akustischen Gitarren. Die Krönung ist ein riesiges Gitarren-Solo. Also Augen zu und träumen.
„X“ wird geprägt von wunderschönen Melodien, Eingepackt in ein Power Metal Gerüst. Die allermeisten Songs sind druckvoll eingespielt. Selbst die Ballade zum Schluss ist nicht durchgängig weichgespült. Ein Album, dass man jeden Fan melodischen Metals wärmsten ans Herz legen kann.
Narnia – Oceanwide: https://youtu.be/wkf2E5lR_30?si=ss1Dm5bcVeIF-tWg
Lineup:
Christian Liljegren – Lead vocals
CJ Grimmark – Guitars, Lead & Backing Vocals
Jonatan „Jono“ Samuelsson – Bass, Lead & Backing Vocals
Martin Härenstam – Keyboards
Anders Köllerfors – Drums
Label: Narnia Songs
VÖ: 29. Mai 2026
Spieldauer: 42:41
Titelliste:
- Like A Thief In The Night
- Oceanwide
- Heaven’s Calling
- Walk On Water
- God Under Fire
- Remedy (SOS)
- Jerusalem
- Every Breath
- The War That Tore The Land – Reprise
- The Man From Nazareth Pt 2
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