Vision Divine – A Clockwork Reverie

Bewertung
Album (40%): /10
Cover-Art (20%): /10
Songwriting (40%): /10
ø: /10

Frontmanns Michele Luppi (2003-2008) und Keyboard-Virtuose Oleg Smirnoff (2002-2006) sind zurück bei der italienischen Power Metal Band Vision Divine. Der Pressetext jubelt, dass die Band „mit der neuen EP zum legendären Sound zurückkehrt, der die Band zu einer festen Größe in der Progressive- und Power-Metal-Szene gemacht hat„. Ursprünglich waren Vision Divine das Soll-Projekt von Gitarrist Olaf Thorsen (1998). Später kam Sänger Fabio Lione (u.a. ex-Rhapsody of Fire, ex-Angra, Athena XIX). Zuvor waren beide schon unter dem Namen Symmetry (1997-1998) aktiv. Das selbstbetiteltle Debüt-Album erschien 1999.  Bis 2012 folgten sechs weitere Alben in kurzen Abständen. Danach ließen sich die Musiker bei den Produktionen etwas mehr Zeit. Nach „When All the Heroes Are Dead“ (2019) und „Blood and Angels‘ Tears“ (2024) folgt im Mai die EP „A Clockwork Reverie“ mit drei neuen Songs sowie drei Neueinspielungen früherer Songs. aus den Jahren 2002 bis 2007.

„Sator Rotas“ ist aus meiner Sicht ein völlig verzichtbares Intro. Gesprochene Worte und Orgel-Klänge. Eigentlich hätte die EP gleich mit dem zunächst hymnischen Titelsong „A Clockwork Reverie“ starten können. Aber schon kurze Zeit später gehen die Italiener hohes Tempo, zeitweise angetrieben durch die Double Bass. Erfreulicherweise ist es kein tumber Speed Metal, wie man ihn häufig aus dem südeuropäischen Land zu hören bekommt. Eine kräftige Bass-Linie wird von Keyboards unterlegt. Deutlich ist ein progressiver Einschlag zu hören. Die Krönung ist dann ein Gitarren-Solo. Mit „18 (It Feels Like Heaven)“ wird es dann ruhiger und noch melodischer. Eine großartige Power Metal Hymne. Der dritte neue Song „Andromeda“ startet mit gesprochenen Worten bevor die sich die Riffs massiv aus den Boxen walzen. Dann stehen die Synthies ein wenig mehr im Vordergrund. Der Wechsel in den Hochgeschwindigkeits-Modus erfolgt abrupt. Dann folgen, wie bereits geschrieben, drei neu eingespielte Songs. Zunächst startet „Identities“ („Stream Of Consciousness“, 2004) als ruhige Piano-Ballade. Bekommt aber später etwas mehr Power. Bei „God Is Dead“ („The Perfect Machine“, 2005) sind die Synthies stets präsent. Es dominieren jedoch Schlagzeug und Gitarre. Gemeinsam mit den Gitarren gibt es filigrane Solo-Einlagen. „The 25th Hour“ ist der Titelsong des gleichnamigen 2007er Albums. Michele Luppi haut einige hohe Metal-Screams raus. Später wird der Gesang von der Double Bass angetrieben. Zeitweilig werden Die Synthies in den Vordergrund gesetzt, für meinen Geschmack allerdings ein wenig zu viel.

Mit „A Clockwork Reverie“ setzen Vision Divine eine Duftmarke im Progressiven Power Metal. Die Rückkehr der beiden früheren Mitglieder tut der Band wirklich gut. Da ist wohl bald ein abendfüllendes Werk fällig.

Vision Divine – 18 (It Feels Like Heaven): https://youtu.be/_OLLISSlFmk?si=-R_egHRoSswP1OZI

Lineup:

Michele Luppi – Vocals
Olaf Thorsen – Guitar
Oleg Smirnoff – Keyboards
Andrea „Tower“ Torricini – Bass
Matt Peruzzi – Drums

Label: Scarlet Records

VÖ: 22. Mai 2026

Spieldauer: 35:00

Titelliste:

  • Sator Rotas
  • A Clockwork Reverie
  • 18 (It Feels Like Heaven)
  • Andromeda
  • Identities (2026 Version)
  • God Is Dead (2026 Version)
  • The 25th Hour (2026 Version)

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