Bewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 8,8/10
Demonessa ist eine Heavy-Metal-Band aus Tampere, Finnland, die sich mit purer Kraft und Attitüde ihren Weg bahnt. Die 2019 gegründete Band verbindet die explosive Kraft des Heavy Metal der 80er Jahre mit dem Spektakel des Glam Metal und schafft so ein Erlebnis, das man live miterleben muss.
Das ist schon alles, was die E-Mail zum Promo des Debüt-Albums „Wild ‘N’ Loud“ über die Band preisgibt. Mit diesem Album ist Demonessa bereit, „die Welt zu erobern„. Alle Songs spiegeln den Heavy Metal der 80er Jahre wider. Von Stadionhymnen über rasante Hits, bis hin zu gefühlvollen Balladen wird die gesamte Bandbreite des klassischen Heavy Metal abgedeckt. Das klingt spannend und sorgt bei mir für ein hohes Maß Vorfreude.
Ein knapp einminütiges akustischen Gitarren-Intro leitet „Till Death Do Us Part“ ein. Aber dann geben die Finnen Vollgas. Rasante Gitarrenläufe und ein anpeitschendes Schlagzeug treiben Sängerin Senja Kääriäinen an, die auch den einen oder anderen hohen Metal Scream raushaut. Bei „High Voltage Renegade“ spiegelt der Titel bereits das musikalische Konzept wider. Die Musiker stehen im wahrsten Sinne des Wortes unter Hochspannung. Erneut peitscht Schlagzeuger Jones Tervas seine Mitstreiter an. Und sorgt so dafür, dass auch die Gitarren-Soli mit hoher Geschwindigkeit gespielt werden. „M.A.D.“ startet zunächst mit stark verzerrten und technisch verfremdeten Gitarren. Bevor auch hier die ganze Urgewalt der Rhythmus-Abteilung einsetzt. Senja singt ein wenig harscher und wird beim Refrain von Chorgesang unterstützt. Der Titelsong „Wild N‘ Loud“ ist ebenfalls Konzept. Demonessa spielen wild und laut. Das ist jedoch nicht nur auf diesen einen Song beschränkt. Cleane Gitarren sind zu Beginn der Power-Ballade „Queen Of Pain“ hören. Damit nehmen sich Demonessa vorübergehend eine verdiente Auszeit. Akustische Abschnitte wechseln sich mit harten Gitarren-Passagen. Dabei kann die Sängerin ihre gesamte stimmliche Bandbreite zeigen. „Livin‘ Out Of Spite“ geht vom ersten Ton ab. Das hymnische „Slowly Losing My Mind“ ist dann insgesamt einig ruhiger und wird von harten Riffs sowie dem klaren Gesang dominiert. Bei „In Decay“ gibt es erneut rasante Gitarren-Läufe auf die Ohren. Sängerin Senja Kääriäinen geht das hohe Tempo locker mit. Ein kräftige Bass-Linie und stark verzerrte Gitarren leiten „In The Depths Of Hell You’ll Burn“ ein. Nach dem ruhigen Start sorgen die Gitarren für einen Steigerungslauf. Der Song ist etwas ruhiger als so mancher zuvor. Aber mit kaum weniger Härte. „We Rule The Night“ ist ein von Double Bass getriebener Power Metal Song. Mit einem melodischen Refrain und einem herausragenden Gitarren-Solo. Es wird besinnlich, „I Stand Alone“ ist eine Ballade, die zum Träumen einlädt. Senjas Stimme klingt zeitweise zerbrechlich. Zum Abschluss knallen bei „A Knife To A Gunfight“ klassische, von Judas Priest inspirierte Heavy Metal Riffs aus den Boxen. Die Krönung ist ein starkes Twin-Gitarren-Solo.
Der Pressetext hat nicht zu viel versprochen. Auf „Wild N‘ Loud“ verbreiten Demonessa den Geist des 80er Jahre Heavy Metal. Abwechslungsreiches Songwriting trifft auf hervorragende Musiker.
Demonessa – Wild ‚N‘ Loud: https://youtu.be/odRQhZQhg-g?si=9GM1qaYuTa8VeT5Y
Lineup:
Senja Kääriäinen – Vocals
John Creweholm – Guitars
Hugo M. Raze aka Huugo Rintala – Guitars
Peet von Rowanskerry aka Peetu Pihlajakari – Bass
Jones “Pugnax Vehemens” Tervas aka Johannes Tervas – Drums
Label: Selbstrelease
VÖ: 01. Mai 2026
Spieldauer: 54:47
Titelliste:
- Till Death Do Us Part
- High Voltage Renegade
- M.A.D
- Wild ’n‘ Loud
- Queen Of Pain
- Livin‘ Out Of Spite
- Slowly Losing My Mind
- In Decay
- In The Depths Of Hell You’ll Burn
- We Rule The Night
- I Stand Alone
- A Knife To A Gunfight
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