D-A-D – A Prayer For The Loud

Bewertung: 8,5/10

Endlich ist Dänemarks größte Rockband D-A-D mit einem neuen Album zurück!

AD_610_C_APFTL_1500x1500Mit diesen vollmundigen Worten feiert das Label AFM das aktuelle Album “A Prayer For The Loud” von D-A-D. Ist die Band um die Gebrüder Binzer. wirklich die größte Rockband unseres Nachbarlandes? Darüber lässt sich trefflich streiten, bei Bands wie Volbeat, Manticora, Pretty Maids oder Myrkur. Wie auch immer, sie gehören zu den bekanntesten und dienstältesten Bands Dänemarks. Gegründet wurden D-A-D zu Beginn der achtziger Jahre in Kopenhagen, unter dem Namen “Disneyland after Dark”. Dieser Name gefiel jedoch der Walt Disney Company überhaupt nicht. Also mussten sich die Dänen umbenennen. Mehrere Schreibweisen wurden seitdem benutzt, von denen sich die aktuelle, eben “D-A-D”, letztendlich durchgesetzt hat. In ihrer langen Band-Geschichte haben die Musiker bisher elf Studio-Alben und drei Live-Alben veröffentlicht. Acht Jahre sind seit dem letzten Album “Dic.Nii.Lan.Daft.Erd.Ark” inzwischen vergangen. Nun erscheint der lange erwartete Nachfolger.

AD_610_P_APFTL_01_1500x1500Während draußen ein Sommergewitter grollt, schallt aus den Boxen ein Rock-Gewitter. Der Stampfer “Burning Star” soll auf die nun folgende Dreiviertelstunde einstimmen. Diesen Song gab es bereits als Appetizer vorab als Single zu hören. Und bereits hier hört man die Trademarks der Dänen hören, gitarrenlastiger Hardrock, dem die charismatische Stimme von Jesper Binzer das Sahnehäubchen aufsetzt. Der danach folgende Titelsong “A Prayer For The Loud” kann durch eine Bluesrock Kante überzeugen. Es gibt also nicht nur Vollgasrock auf dem Album, sondern auch Midtempo-Songs. Der Song-Titel “Nothing Ever Changes” ist Konzept, warum auch sollten die Dänen ihren seit Jahren erfolgreichen Sound ändern. Das ist Hard Rock, wie ihn die Fans seit Jahrzenten lieben – eingängige Melodien, knallende Riffs und, immer wieder eingestreut, melodische Gitarren-Soli. Ob Blues-Rock (“The Sky Is Made Of Blues”) geradeaus rockend (“The Real Me”, “No Doubt About It”), bei diesen Songs muss man einfach mit dem Kopf mitwippen. Aber die vier Herren können auch äußerst gefühlvoll, wie sie mit der wunderschönen Ballade “A Drug For The Heart” eindrucksvoll unter Beweis stellen. Der Kontrast zum nachfolgenden Rocker “Musical Chairs” kann dann kaum größer sein. Und das setzt sich bis zum Schluss so fort, ob Mid-Tempo Stampfer “Time Is A Train” oder das voranpreschende “Happy Days In Hell”. Zum Schluss erklingt dann noch eine Mid-Tempo-Hymne, der mit 4:43 längste Song (!) des Albums.

Sind D-A-D nun die größte Rockband Dänemarks? Ich weiß es nicht. Aber sie sind mit Sicherheit eine der größten Rockbands der Welt. Klassischer Hard Rock gepaart mit viel Spielfreude charakterisieren den Sound von D-A-D schon seit mehr als 35 Jahren. Auch auf ihrem zwölften Studio-Album machen die Dänen keine Experimente und weichen keinen Deut von ihrem Erfolgskonzept ab. Und das setzt das Quartett auch live um, wie ich mich beim Metal Hammer Paradise 2014 überzeugen konnte. Mit “A Prayer For The Loud” melden sich D-A-D eindrucksvoll zurück.

D-A-D – Burning Star: https://youtu.be/8kcS6OzvRYI

Lineup:

Jesper Binzer – Vocals, Guitar
Stig Pedersen – Bass, Vocals
Jacob Binzer – Guitar
Laust Sonne – Drums

Label: AFM Records

VÖ: 31. Mai 2019

Spieldauer: 44:32

Titelliste:

  • Burning Star
  • A Prayer For The Loud
  • Nothing Ever Changes
  • The Sky Is Made Of Blues
  • The Real Me
  • No Doubt About It
  • A Drug For The Heart
  • Musical Chairs
  • Time Is A Train
  • Happy Days In Hell
  • If The World Just

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