Anthea – Beyond The Dawn

Bewertung: 8/10

Anthea ist eine Symphonic Metal Band aus Los Angeles (Kalifornien). Einen Namen haben sich die Musiker mit ihrem unverwechselbaren, theatralischen Sound gemacht, den sie seit 2015 zelebrieren. Dabei verbinden sie „meisterhaft Elemente aus Progressive, Power und Thrash Metal mit einer grandiosen, cineastischen Note„. So zumindest kann man es im Pressetext nachlesen. Inspiriert wird die Band von Bands wie Nightwish, Kamelot und Wintersun sowie von renommierten Komponisten wie Hans Zimmer, John Williams und Danny Elfman. Nach der selbstbetitelten EP im Jahr 2017 folgten das Debüt-Album „Illusion“ (2020) sowie „Tales Untold“ (2022). Mit „Beyond The Dawn“ wird im April das dritte Studio-Album veröffentlicht.

Der Titelsong „Beyond The Dawn“ eröffnet das Album zunächst mit Synthie Klängen. Kurz darauf knallt epischer Bombast aus den Boxen. Im Hintergrund hört man „The Sirens“ bevor Gitarrist Juan Pina seine fiesen Growls raushaut. Dann folgt das Wechselspiel „Der Schöne und das Biest“. Genau für den Klargesang sorgt Tastenmann Diego Valadez. „Phantom In The Masquerade“ startet ruhig mit Streichern. Aber auch hier lässt der cineastische Sound nicht lange auf sich warten. Der Klargesang wird zunächst technisch etwas verfremdet. Die Growls bleiben dezent im Hintergrund. Das Schema orchestrale Einleitung gefolgt von härteren Klängen wird auch bei „The Lost Soul“ beibehalten. Allerdings ist dieser Song über weite Strecken ruhiger, wenn auch im Mittelteil riffgetrieben. Dann gibt es einen Solo-Wettstreit von Synthie und Gitarre. Piano und Streicher sind zu Beginn von „Awakening (Song For Spring)“ zu hören. Erneut ein ruhiger von Gitarren-Riffs bestimmter Song mit Vokalisen der Sirenen im Hintergrund. Eigentlich ist zum Grundaufbau der einzelnen Songs schon alles gesagt. Das bedeutet aber keineswegs, dass die Musik eintönig wirkt. Ob das durch Growls härter klingende „Bygone Age (Chicxulub)“, das von anpeitschendem Schlagzeug getriebene „From Shadows To Light“, das epische Instrumental-Stück „Crystal Moon“ oder das bombastische „Wanderer’s Quell“ – das Songwriting und die Arrangements sind abwechslungsreich. Mit „Whispers Of The Heart“ findet sich auch eine wunderschöne Piano- und Streicher-Ballade auf dem Album. Für den schwungvollen Ausklang sorgen „Duality Of Gaia“ und das Tahnee Caine and Tryanglz Cover „Burnin’ In The Third Degree“ (eine Filmmusik aus „Terminator“). 

Was auf „Beyond The Dawn“ zu hören ist, ist nicht unbedingt neu. Solche und ähnliche Alben gibt es vielfach. Trotzdem bewahren sich Anthea ein gewisses Maß an Eigenständigkeit. Das Wechselspiel zwischen männlichem Klargesang und bösen Growls ist gelungen. Und die Gitarristen können immer wieder mit ihren Soli punkten. Schlagzeug und Bass sorgen für einen soliden rhythmischen Unterbau. Und „The Sirens“ unterstützen den Sound mit ihren Background-Gesängen.

Anthea – Phantom In The Masquerade: https://youtu.be/hMxhW6gWY3g?si=N5w6G1475ozYbHdj

Lineup:

Diego Valadez – Lead Vocals, Keyboards
Juan Pina – Rhythm Guitars, Harsh Vocals
Marcos Mejia – Lead Guitars
Gabby Hawk – Bass
Peter Vasquez – Drums

The Sirens (Mel Del Real, Astrid Anaya) – Backing Vocals

Label: Rockshots Records

VÖ: 17. April 2026

Spieldauer: 45:11

Titelliste:

  • Beyond The Dawn
  • Phantom In The Masquerade
  • The Lost Soul
  • Awakening (Song for Spring)
  • Bygone Age (Chicxulub)
  • From Shadows To Light
  • Crystal Moon
  • Wanderer’s Quell
  • Whispers Of The Heart
  • Duality Of Gaia
  • Burnin’ In The Third Degree (Tahnee Caine and Tryanglz cover)

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