Diamond Head – The Coffin Train

Bewertung: 8,5/10

Autor: Erich Robbers (Rockcastle Franken)

coverDrei Jahre nach dem selbstbetitelten letzten Album sind Brian Tartler und Diamond Head zurück mit ihrem neuesten Werk „The Coffin Train“. Die NWOBHM Legende, die über alle Maßen Bands wie Metallica oder Megadeth beeinflusst hat, setzt dabei diesmal nicht vorrangig auf Speed, sondern mehr auf Midtempo Songs und voluminösere Stücke. Quintessenz ist aber nach wie vor die Riffgewalt der Gitarristen Tartler und Abbz, die erneut sämtliche der neuen Songs mit Dynamik und breiter Härter versehen, was letztendlich den Sound von Diamond Head ausmacht.

Mit „Belly of the Beast“ hat man aber erst einmal eine schnelle Nummer im Gepäck, die mit schneidigen Vocals von Rasmus Andersen glänzt, der hervorragend recht hohe Screams zum Besten gibt und einen sehr starken Refrain zur Folge hat. Leicht thrashige Tendenzen sind zu vernehmen und der Song entpuppt sich zum Gassenhauer, den man wohl noch oft in Diamond Head Shows erleben wird.

Melodischer und mit guten Hooklines geht’s mit „The Messenger“ weiter. Treibender Refrain und tolle Soli prägen den Sound, welcher unweigerlich Diamond Head der Neuzeit ausmacht, aber durchaus auch mit den Großtaten der Vergangenheit assoziiert werden kann. Düsterer, schleppender begegnet uns danach das Titelstück „The Coffin Train“ mit wahrlich epischem Refrain und Riffs, die zeitweise sogar an Toni Iommi erinnern. Gediegener, mit abwartenden Riffs ausgestatten ist dagegen „Shades of Black“, ein Midtempo Stück mit leicht orientalischer Note.

BandEin gefährlich klingendes Intro mit hektischen Anchorman Words („Prelude“) leitet über zu „The Sleeper“, einem weiteren epischen Stück, das langsam beginnt, symphonische Backgrounds beinhaltet, sehr dramatisch aufbaut und wuchtige Gitarren auffährt. Nach einem Break folgt ein intensiver Gitarren/Gesangs Part. Etwas flacher mit Oh-Oh-Oh Chören im Refrain präsentiert sich „Death By Design“, eine flotte Power-Nummer ohne große Höhepunkte. Rasmus Andersen erfreut uns dann mit tierischen High Pitched Screams in „Serrated Love“. Ein weiterer Beweis, welch hervorragender Sänger er ist. Die Gitarren erklingen hier mal kratzig, dann wieder in Form von tonnenschweren Riffs. Der Bass (Dean Ashton) pumpt wie Sau und auch in diesem Song landen Diamond Head ein Break, welches dem Song die Fahrt nimmt. Ein recht hartes Gitarrensolo führt zum mit Akustik Gitarre ausklingenden Ende.

Wie progressiv und episch Diamond Head anno 2019 klingen können, zeigt uns nochmals „The Phoenix“. Trotz harter Stakkato-Riffs liefern uns Brian Tartler und Mannschaft hier einen melodischen Refrain und Epik fast schon in Fates Warning Manier. Auch der Abschluss-Track „Until We Burn“ behält dies bei, fängt langsam an und steigert sich dann in Intensität und epischer Melodik.

Diamond Head sind auf „The Coffin Train“ etwas anders unterwegs, wie sonst gewohnt. Mehr im Midtempo als im Speed und mit viel Epik in Gesang und Songaufbau liefert man ein spannendes, toll gespieltes Album ab, das die Fans der frühen Bandphase erreicht, aber auch durchaus neue Fans gewinnen dürfte. Mit Rasmus Andersen hat man einen Weltklasse-Sänger in den Reihen und über die Gitarrenarbeit von Brian Tartler muss man wohl nichts mehr erzählen. Ganz stark !!

Diamond Head – The Coffin Train: https://youtu.be/YFsC6M7x32g

Lineup:

Brian Tatler – Guitars
Rasmus Bom Andersen – Vocals
Karl Wilcox – Drums
Dean Ashton – Bass
Abbz – Guitars

Label: Silver Lining Music

VÖ: 24. Mai 2019

Spieldauer: 49:56

Titelliste:

  • Belly Of The Beast
  • The Messenger
  • The Coffin Train
  • Shades Of Black
  • The Sleeper (Prelude)
  • The Sleeper
  • Death By Design
  • Serrated Love
  • The Phoenix
  • Until We Burn

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