Das Symphonic Doom Metal Projekt A Dream of Poe wurde 2005 in Ponta Delgada (Azoren, Portugal) von Multi-Instrumentalist Miguel Santos gegründet. Laut Encyclopaedia Metallum wurden bislang fünf Studio-Alben veröffentlicht, im Pressetext ist die Rede von vier Alben. Hinzu kommen eine Demo, zwei Live-Alben zwei EPs und eine Single. Ich lege mich mal fest, mit „Katabasis: A Marriage Among Ashes“ erscheint im April bereits das sechste Album. Obwohl A Dream of Poe im Wesentlichen ein Solo-Projekt ist, würde es ohne die Arbeit ein Vielzahl weiterer Musiker nicht existieren. Musikalisch ist eine Mischung aus Kraft und Melancholie des Doom Metals, opulenten Orchester-Arrangements und literarischen Einflüssen zu hören.
Beruhigende Piano-Klänge kann man zu Beginn von „The Wail Of Gaea“ hören. Dann setzt die Rhythmus-Abteilung kraftvoll ein. Der ruhige Gesang wird dadurch ein wenig in den Hintergrund gedrängt. Streicher und e-Piano sorgen für viel Epik. „The Lament Of Phaethon“ startet mit ruhigen akustischen Gitarren und Streichern. Sänger Kaivan Saraei ist deutlicher zu hören. Auch weil die Gitarren sich dezent zurückhalten. Später hört man Growls von Miguel Santos. Aber diese passen sich der ruhigen und kontemplativen Atmosphäre an. Das Gitarren-Solo von Ruben Correia klingt beeindruckend majestätisch. „Lamia“ ist dann deutlich druckvoller, aber nicht weniger beruhigend. Und wird u.a. von Violinen-Passagen und einem epischen Chorus geprägt. Mit einer Spielzeit von mehr als elf Minuten ist „Exhorting Nightmares“ ein echtes Doom-Monster. Gestartet wird mit einem orchestralen Fade-In, dem einige gesprochene Worte unterlegt sind. Es setzen erneut hart gespielte Gitarren-Melodien ein, begleitet von epischen Chorussen. Das hat schon etwas Cineastisches. Einige kleinere Melodie- und Rhythmus-Wechsel sorgen für einen leicht progressiven Touch. Die verbleibenden zwei Songs wurden von João Melo eingesungen. Beim mit einer ruhigen Bass-Melodie eingeleiteten „The Captivity Of Hesperus“ kann man das dunklere Timbre genießen. Später klingt der Gesang etwas rauer. Epische Orchestrierungen runden den Song ab. Der Schlusssong „À Medida de Damastes“ wird dann in der portugiesischen Muttersprache gesungen. Ein letztes Mal werden epische Orchestrierungen in Kontrast zu den harten Gitarren gesetzt.
Es ist immer wieder erstaunlich, dass von sonnigen Inseln solch düstere Klänge zu hören sind. Nach Malta und Mallorca reihen sich nun auch die portugiesischen Azoren ein. „Katabasis: A Marriage Among Ashes“ hat eine äußerst beruhigende Wirkung auf den Hörer. Neben Mastermind Miguel Santos können auch eine Vielzahl weiterer Musiker auf diesem Album überzeugen.
A Dream of Poe – The Captivity Of Hesperus: https://youtu.be/m5v1Tm_9ROg?si=XAzrrpyZlp7aNmzE
Lineup:
Miguel Santos – Growls on „The Lament of Phaethon“, All Instruments except:
Gualter Couto – Drums on “The Lament of Phaethon”
Nuno Carreiro – Bass on “The Lament of Phaethon”
Ruben Correia – All Guitar solos, Violin on “The Lament of Phaethon” and “Lamia”
Kaivan Saraei – Vocals on tracks 1–4
João Melo – Vocals on tracks 5–6
António Neves – Spoken words on “Exhorting Nightmares”
Label: Meuse Music Records
VÖ: 24. April 2026
Spieldauer: 45:50
Titelliste:
- The Wail of Gaea
- The Lament of Phaethon
- Lamia
- Exhorting Nightmares
- The Captivity of Hesperus
- À Medida de Damastes
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