Whyzdom – As Time Turns To Dust

Bewertung: 8/10

948815Vor drei Jahren erschien das Konzeptalbum “Symphony For A Hopeless God”. Auf diesem Album thematisierten die Philharmonic Metaller Whyzdom aus Frankreich die Verbrechen, die unter dem Deckmantel von Religionen verübt werden. Die Terroranschläge von Paris Anfang 2015 zeigten deutlich auf, wie aktuell dieses Thema ist. Ich hatte damals auch die Freude Sängerin Marie und Mastermind Vynce zu interviewen. Nun veröffentlichen Whyzdom ihr viertes Album “As Time Turns To Dust”, das zweite Album mit Sängerin Marie Mac Leod (geb. Rouyer). So langsam scheint bei den Franzosen Ruhe im Besetzungs-Karussell einzuziehen. Es gab lediglich einen Wechsel, für Xavier Corrientes spielt jetzt Tristan Demurger den Bass – ein Bandmitglied der ersten Stunden. Auch dem aktuellen Album nehmen sich die Musiker ein ernstes Thema vor, die drohende Apokalypse und die Verantwortung der Menschheit.

Schon während des kurzen epischen Intros von “Armour Of Dust” zeigt die Chanteuse ihre stimmlichen Fähigkeiten. Dann ballern die Gitarren los und Whyzdom-typisch wird viel orchestraler Bombast daruntergelegt. Die Orchesterpassagen kommen nicht vom Synthesizer, sondern aus einer Sammlung echter Orchester-Einspielungen. Das sorgt für einen natürlichen und harmonischen Klang. Aber die eigenen Instrumentierung ist natürlich dominierend. 230148Knallende Riffs, filigrane Gitarrensoli und druckvolles Schlagzeug sorgen trotz aller Symphonik für knallende metallische Härte. Bei “Armageddon” können auch die vier Mädels vom Dark Whispers Choir gesanglich brillieren. Im hierzu produzierten Video kann man sie auch sehen.

Bei dem proggigen “Fly Away” schwingt sich Marie in die höchsten Höhen. Ansonsten singt sie zumeist in ihrer Wohlfühlzone, den mittleren Tonhöhen. Und ihr Gesang klingt häufig sehr rockig und setzt somit einen Kontrast zur symphonischen Instrumentierung. Aber auch auf Ruhepunkte muss man auf “As Time Turns To Dust” nicht verzichten, dafür sorgen die Powerballade “The Page” bzw. die erste Hälfte von “The Mistchild”. Auch “Angel Of Tears” startet zunächst ruhig. Hier haben die Franzosen Folk-Elemente eingebaut. Währenddessen ist “Follow Your Heart” ein richtiger Speed Metal Kracher. Den Abschluss bildet das hymnische “Angel Of Tears”. Hier kann die Sängerin noch einmal ihre ausgebildete Sopran-Stimme präsentieren.

Mit “As Time Turns To Dust” ist Whyzdom ein sehr gutes Album gelungen. Das Songwriting ist abwechslungsreich, die Produktion modern und druckvoll. Mastermind Vynce Leff zeigt seine Vorliebe für bombastische Orchestrierung. Die Orchester-Passagen ufern jedoch nie aus. Bestimmend bleibt stets die Rhythmus-Abteilung. Und die Stimme von Sängerin Marie Mac Leod ist das i-Tüpfelchen auf den Songs, obwohl ich dieses Mal ein wenig ihre harschen Growls vermisse. Die einzelnen Songs des Albums kann man sich sehr gut als Soundtrack für Phantasy-Filme oder Endzeit-Dramen vorstellen.

WHYZDOM – Armageddon (Official Music Video): https://youtu.be/5aXdX4R8sbE

Lineup:

Marie Mac Leod – Vocals
Tristan Demurger – Bass
Vynce Leff – Guitar, Orchestration
Nicolas Chaumeaux – Drums
Régis Morin – Guitar
Marc Ruhlmann – Keyboards

Label: Scarlet Records

VÖ: 06. April 2018

Spielzeit: 59:05

Titelliste:

  • Armour Of Dust
  • Armageddon
  • Fly Away
  • The Page
  • Follow Your Heart
  • Angel Of Tears
  • Free As A Bird
  • The Mistchild
  • Dust We Are

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