Neopera – Tuba Mirum

CoverBewertung: 8/10

Neopera sind zurück. Allerdings ist die Band im Jahr 2022 nicht mehr zu vergleichen mit der Band aus den Anfangsjahren. Einzige verbliebene Mitglieder aus dieser Zeit sind Gitarrist Jörn Schubert und Sänger Thorsten Schuck. Alle anderen Mitstreiter sind erst seit wenigen Jahren an Bord. Ich konnte Neopera am Nikolaus-Abend 2014 live erleben. Ein Akustik-Set auf der MS „Nordstern“, während einer Minikreuzfahrt durch den Hamburger Hafen, Damals noch mit Sängerin Nina Jiers und Bassist Dirk Schlächter (Gamma Ray). In dieser Besetzung wurde auch das Debüt-Album „Destined Ways“ veröffentlicht. Dann wurde es ruhig um die Band. 2020 erschien die EP „In Memoriam“. Wie der Name vermuten lässt, war dies das letzte Lebenszeichen der Urbesetzung. Ab 2021 produzierte die neue Besetzung eine ganze Reihe von Singles. Im Dezember erschien nun die EP „Tuba Mirum“. Allerdings ist die aktuelle Besetzungs-Liste unklar, es gibt in unterschiedlichen Quellen unterschiedliche Angaben. Ich habe mich schließlich für die Infos der Encyclopaedia Metallum entschieden.

IMG_9007-BearbeitetMit „Verge Of War“ steht ein stimmungsvoller Song am Anfang. Melodischer Metal mit Bariton und Sopran. Es geht in Richtung Mainstream, aber Mainstream der besseren Auch wenn später Growls zu hören sind. Es folgt „An Eternal Night“, mit balladesker Einleitung, später ballert das Schlagzeug wie bei Speed Metal aus den Boxen. Es geht aber zurück zur Ballade. Und erneut dominiert das Gesangs-Duo aus Sopran und Bariton. Das Gitarren-Solo ist das i-Tüpfelchen. Später singen die beiden Protagonisten in Deutsch. „A New God“ startet mit einer epischen Orchestrierung, bevor es erneut in Richtung Speed und Thrash geht. Hier darf sich Growler und Gitarrist Denis Filimonov so richtig austoben. Und erneut ein Gitarren-Solo, das dieses Mal jedoch recht schräg klingt. „Cause You Were There“ ist dann eine „echte“ besinnliche Ballade. Thorsten Schuck wird zunächst nur vom Piano, später auch von Streichern begleitet. Mit „Side By Side“ folgt äußerst ruhiger melodischer Metal. Der Titelsong „Tuba Mirum“ folgt ganz am Schluss und ist sehr episch angelegt. Große Orchestrierungen dominieren hier.

Vor dem Hören stand natürlich die Frage, wie sich die großen Änderungen im Lineup ausgewirkt haben. Vor allem eine Sängerin wie Nina Jiers ist nur schwer zu ersetzen. Aber Jasmin Gajewski hat dies großartig gemeistert, genau wie auch alle anderen Neuzugänge. Mit „Tuba Mirum“ gelingt es der neuen Neopera an das Frühwerk anzuknüpfen. Offensichtlich haben Jörn Schubert und Thorsten Schuck mehr als nur geeignete Mitastreiter gefunden. So könnte es weitergehen.

Neopera – Tuba Mirum: https://youtu.be/XF80umvRq6c

Lineup:

Denis Filimonov – Vocals, Bass
Jörn Schubert – Guitars
Thorsten Schuck – Vocals (baritone)
Kai-Ole Buuck – Drums
Nino Helfrich – Guitars (lead)
Jasmin Gajewski – Vocals (soprano)
Tom Lutschke – Guitars (rhythm)

Label: Selbstrelease

VÖ: 02. Dezember 2022

Spieldauer: 29:13

Titelliste:

  • Verge Of War
  • An Eternal Night
  • A New God
  • Cause You Were There
  • Side By Side
  • Tuba Mirum

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