Moonlight Haze – Interstellar Madness

Bewertung: 8,5/10

Vier Studio-Alben haben die italienischen Power Metaler Moonlight Haze bisher veröffentlicht. Das letzte – „Beyond“ – erschien im Mai 2025. Ein Jahr später hauen die Musiker um Ausnahme-Sängerin Chiara Tricarico (ex-Temperance, ex-Teodasia) die EP „Interstellar Madness“ mit sechs Songs raus. Produziert wurde die EP von keinem geringeren als Sascha Paeth (Avantasia, Angra, Kamelot, Edguy). Für Mixing und Mastering war Simone Mularoni im Domination Studio (Wind Rose, Vision Divine, Twilight Force) zuständig. Beste Voraussetzungen also für eine weiteres Meisterwerk.

Streicher leiten „Moonlight Legion“ ein. Dann darf die Rhythmus-Abteilung ran, bevor Chiara Tricarico mit ihrem betörenden Gesang loslegt – kraftvoll und zugleich sinnlich. Bei „Lost In Moonlit Symphonies“ legen die Italiener im Tempo zu. Das ist noch mehr Power Metal als zuvor, die Synthie-Streicher steuern jede Menge Epik bei. Zunächst wird der Titel „We Are Fire“ von einem harschen Männer-Chor gesungen. Dann versucht die Sängerin uns gesanglich zu verführen. Insgesamt ist der Song etwas ruhiger. Lediglich wenn dann der „We Are Fire“ – Refrain einsetzt, wird es druckvoll. Nach einer kurzen ruhigen Einleitung ist „Shine“ ein rockiger Song, bei dem ich gesanglich ein wenig an Chiaras frühere Temperance-Zeiten erinnert werde. Allerdings etwas weniger hektisch und mit kraftvoller Stimme. Der Titel-Song „Interstellar Madness“ ist zugleich der längste auf der EP. Auch hier hören wir zunächst eine ruhige und rhythmische Einleitung. Aber dann legen Moonlight Haze richtig los, mit viel Bombast aber auch viel Druck aus den Boxen. Chiara schwingt sich in den hohen Sopran auf, mit leichtem Opernarien-Touch. Aber sie reizt ihren Stimmumfang bis in den tieferen Bereich aus. Ein Song mit einem großartigen Gitarren-Solo und leichtem Progressiv-Einschlag. Das „Interstellar Madness: Finale“ ist ein instrumentales Outro, geprägt von Streichern und rhythmischen Trommeln.

Auch wenn „Interstellar Madness“ „nur“ eine EP mit etwas mehr als einundzwanzig Minuten Spielzeit ist, nehmen Moonlight Haze hiermit eine Spitzenposition im symphonischen Power Metal ein. Selbstbewusst setzen Chiara Tricarico und ihre Mannen Maßstäbe, an denen andere Bands des Genres sich messen lassen müssen.

Moonlight Haze – Moonlight Legion: https://youtu.be/x1zh-xc9U_0?si=Sm4tjHPPWxFC3jyy

Lineup:

Chiara Tricarico – Vocals
Marco Falanga – Guitar
Alberto Melinato – Guitar
Alessandro Jacobi – Bass
Giulio Capone – Drums, Keyboards

Label: Scarlet Records

VÖ: 22. Mai 2026

Spieldauer: 21:41

Titelliste:

  • Moonlight Legion
  • Lost In Moonlit Symphonies
  • We Are Fire
  • Shine
  • Interstellar Madness
  • Interstellar Madness: Finale

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