Fellowship – The Saberlight Chronicles

984955Bewertung
Album (40%): 7/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 7,6/10

Fellowship sind eine neue Band aus Großbritannien, gegründet 2019. Ein Jahr später wurde die erste selbstbetitelte EP veröffentlicht. Nach zwei Singles steht nun das Debüt-Album „The Saberlight Chronicles“ in den Regalen der Plattenläden. Als fünfköpfige Band gestartet mussten sie offensichtlich in diesem Jahr auch den ersten Abgang hinnehmen, Bassist Daniel Ackerman hat die Band verlassen. Gemäß Pressetext stehen die Musiker in der Tradition von Bands wie Twilight Force, Rhapsody und Majestica. „The Saberlight Trios“ ist ein Phantasy-Konzept-Album.

Metal hat sich noch nie so gut angefühlt!

686256Das sind markige Worte. Aber schon der Opener „Until The Fires Die“ dokumentiert das große Maß an Experimentierfreude. Ich kann mich zumindest nicht erinnern, jemals ein Xylophon in einem Metal Song gehört zu haben. Ja und die danach einsetzende Melodie, inklusive Gesang würde hervorragend in das Rhapsody Universum passen. Verdammt nah am Kommerz. Das geht dann bei „Atlas“ genau so weiter. Dominierend sind der Gesang und das Schlagzeug. Im Hintergrund hört man die Synthies, allerdings etwas weniger klebrig als bei Genre-Mitstreitern. Die Gitarren drängen sich lediglich bei den Soli etwas in den Vordergrund. Was auffällt, es gibt nicht so viele bombastische Intros und Outros bei den einzelnen Songs: Ganz fehlen diese jedoch nicht. So wird „Glory Days“ orchestral eingeleitet. Ansonsten wenig neues, aber eben gut gemachter Soundtrack Metal. Vor allem die Gitarristen können immer wieder kurz brillieren. „Oak And Ash“ geht dann in den Hochgeschwindigkeitsbereich. Mit einem schönen und melodischen Mitsing-Refrain. Ruhiger dafür hymnisch wird es dann bei „Hearts Upon The Hill“, allerdings stören mich hier ein wenig die hektischen Synthie Passagen. Die wollen nicht so recht zum Rest des Songs passen. „Scars And Shrapnel Wounds“ driftet dann schon fast in Pop-Gefilde ab. Ein interessanter Farbtupfer ist die Piano Einleitung von „The Hours of Wintertime“. Mit der Zeit werden die Songs jesoch vorhersehbar, wie auch „Glint“, „The Saint Beyond The River“ oder „Still Enough“. Etwas Abwechslung bietet lediglich die zuckersüße Ballade „Silhouette“. Selbst der neuneinhalb Minuten Rausschmeißer „Avalon“ reiht sich nahtlos in das musikalische Schema ein. 

Also zunächst kann ich bestätigen, dass die eingangs genannten Bands Pate gestanden haben bei den Kompositionen. „The Saberlight Chronicles“ klingt sehr „italienisch“, jedoch nicht ganz so kitschig wie viele der Rhapsody-Werke. Noch sind Fußstapfen dieser Bands übergroß und können von Fellowship noch nicht vollständig ausgefüllt werden. Aber die Briten schicken sich an, Nachfolger der Genre-Größen zu werden. Aber Metal hat sich sicherlich schon häufig besser angefühlt.

Fellowship – Glory Days (Official Lyric Video): https://youtu.be/eOSW95OsiaY

Lineup:

Matthew Corry – Vocals
Sam Browne – Guitar
Brad Wosko – Guitar
Callum Tuffen – Drums

Label: Scarlet Records

VÖ: 15. Juli 2022

Spieldauer: 01:04:29

Titelliste:

  • Until The Fires Die
  • Atlas
  • Glory Days
  • Oak And Ash
  • Hearts Upon The Hill
  • Scars And Shrapnel Wounds
  • The Hours of Wintertime
  • Glint
  • The Saint Beyond The River
  • Silhouette
  • Still Enough
  • Avalon

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