Reternity – Cosmic Dreams

Cosmic Dreams - cover kleinBewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 8,4/10

Sie sind wieder da, die Schwaben von Reternity. Zwischen „A Test Of Shadows“ und der aktuellen Veröffentlichung liegen zwei Jahre. Die ersten beiden Alben erschienen im Ein-Jahres-Rhythmus. Möglicherweise hat ja die Pandemie die Produktion ein wenig verzögert. Laut Pressebericht ist das dritte Album „Cosmic Dreams“ das ausgereifteste und zugleich intensivste der Band. Zusammengearbeitet wurde mit Wunsch-Produzent Andy Horn (u.a. Fight feat. Rob Halford, Rob Rock, Cage, Edenbridge). Hören wir doch mal, wie die Band sich in den letzten zwei Jahren entwickelt hat.

Reternity-2022-Foto2Die Einleitung von „Building Better Worlds“ klingt futuristisch, mit technisch verfremdeter Stimme. Manch einer mag hier schon Schlimmes befürchten. Aber nach etwa vierzig Sekunden legen die Schwaben los. Mit fetten Riffs, aber auch erstmalig mit Keyboard-Klängen. Vom Thrash der Vorgänger ist nicht mehr viel übriggeblieben. Stattdessen gibt es lupenreinen Power Metal auf die Ohren. „Untamed Hearts“ ist ein Midtempo Stampfer. Hier klingt die Stimme von Stefan Zörner noch etwas rauer. „Depths Of Nothingness“ startet mit Industrial-Spielerein, bevor auch hier die Fahrt abgeht. Stellenweise ist der Gesang cleaner als zuvor. Im Vergleich zu den vorherigen düsteren Songs klingt „Cosmic Dreams“ wesentlich optimistischer. Der Refrain lädt ein zum Mitsingen. Dafür ist das kurze Zwischenspiel „Astronaut“ sehr episch angelegt. Beginnend mit Pianoklängen erinnern die ersten beiden Worte („Ground Control“) an „Major Tom“ von David Bowie. Aber keine Angst, das ist kein Abklatsch dieses Welthits. Hätte auch gern etwas länger sein dürfen. Bei „Blitzwerfer Blues“ zeigen sich Reternity von ihrer progressiven Seite. Der progressive Einschlag wird mit „Seemingly“ fortgesetzt. Hochgeschwindigkeits-Power Metal kann man bei „Only Scars Remain“ hören. Auch bei „Wonderful Life“ geht die Post ab. Während „The Narrow Sleep“ eine großartige Metal-Hymne ist. Offensichtlich ist „My Reternity“ eine Anspielung auf den Bandnamen. Der Gesang wird hier von akustischen Gitarren begleitet. Ein ruhiger und auch epischer Ausklang des Albums.

Und mit meinem letzten Atemzug spreche ich Deinen Namen. In Liebe

Mit diesen persönlichen Worten endet das Album.

Wow. Reternity haben sich in den zwei Jahren weiterentwickelt und stark verändert. „Cosmic Dreams“ trifft wesentlich mehr meinen Geschmack als „A Test Of Shadows“. Ob das allen Fans so geht, weiß ich nicht. Aber aus meiner Sicht sind Reternity auf einem sehr guten Weg. Ob dieser auch in den deutschen Metal Olymp führt, muss die Zukunft zeigen. Das Zeug dafür haben die Musiker allemal.

Reternity – Untamed Hearts: https://youtu.be/TYXyJczZNr4

Lineup:

Carsten Sauter – Guitars, Keyboards
Oskar Schmidt – Guitars
Stefan Zörner – Vocals
Duste Decay – Bass
Conner Nelson – Drums

Label: MDD Records

VÖ: 15. Juli 2022

Spieldauer: 44:52

Titelliste:

  • Building Better Worlds
  • Untamed Hearts
  • Depths Of Nothingness
  • Cosmic Dreams
  • Astronaut
  • Blitzwerfer Blues
  • Seemingly
  • Only Scars Remain
  • Wonderful Life
  • The Narrow Sleep
  • My Reternity

Digital-Patreon-Wordmark_Black

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..