U.D.O. – Game Over

UD_GO_C_3000x3000Bewertung
Album (40%): 10/10
Cover-Art (20%): 10/10
Songwriting (40%): 10/10
ø: 10/10

Er ist ein echtes Arbeitstier, “The German Tank” Udo Dirkschneider. Man kann die Anzahl der Veröffentlichungen, an denen er maßgeblich beteiligt ist, kaum noch zählen. Allein in den letzten Jahren erschienen “Steelfactory” (U.D.O. 2018), “We Are One” (zusammen mit dem Musikkorps der Bundeswehr, 2020), “Live In Bulgaria 2020” oder “Arising” (Dirkschneider & The Old Gang”, 2021). Und nun steht mit “Game Over” das nächste Werk aus dem Haus U.D.O. an, um den Teutonen-Metal hinaus in die weite Welt zu tragen.

UD_GO_P02U.D.O. gehen in die vollen. Sechszehn Songs mit mehr als ein Stunde Spielzeit. Ich glaube aber irgendwo gelesen zu haben, dass drei davon Bonus-Tracks sind, die nur auf dem Limited Boxset, dem Digipak bzw. dem Doppel-Vinyl drauf sein sollen. Wie auch immer, die Kreativität von Udo Dirkschneider und seinen Mitstreitern scheint ungebrochen. So startet das Album auch gleich mit dem flotten Nackenbrecher „Fear Detector“. Auch bei „Holy Invaders“ kann man nicht still sitzen, stehen, liegen. Zusätzlich wird man zum Mitsingen des Refrains animiert. Weiter geht’s mit dem Midtempo-Rocker „Prophecy“ und „Empty Eyes“. Wer es gern schneller mag, bitte schön hier kommt „I See Red“. Die Hymne „Metal Never Dies“ ist eine ganz klare Ansage. Genau. Und darauf dürfen wir uns auch in Zukunft verlassen. Die Metal-Szene hält zusammen. Die Bands auf den Bühnen, die uns Fans immer und immer wieder zum Mitsingen animieren. Wie vielseitig U.D.O. sind zeigen sie auch mit „Kids and Guns“, mit AC/DC Attitüde. „Like A Beast“ startet mit einem Augenzwickern (das Biest am Telephon), bevor man erneut wie wild headbangen kann.

UD_GO_P05So gefühlvoll hört man Udo nur selten. „Don’t Wanna Say Goodbye“ ist eine wunderschöne Piano-Ballade. Und was ist das für ein geniales Solo, die Gitarre scheint förmlich zu singen. Feuerzeuge raus, Smartphones zücken und mit dem sanften Lichtern einen dunklen Raum (oder die Konzert-Location) illuminieren! Warum dieser Song (vermutlich) nur einer der drei Bonus-Tracks ist, erschließt sich mir nicht wirklich. Dazu im Kontrast steht der nun folgende Smasher „Unbroken“. Das dürfte wohl auch das Motto des Sängers aus Wuppertal sein. Und man kann erneut den Refrain laut mitgrölen. Dagegen mutet „Marching Tank“ schon autobiographisch. Dazu Manowar Gedächtnis-Riffs. Eine weitere große Metal-Hymne. U.D.O. zelebrieren die Abwechslung in Perfektion. „Thunder Road“ geht wieder so richtig ab. Obwohl man Textzeilen wie, „This is war“ hören kann, ist eine positive Grundstimmung zu hören. Auch bei „Midnight Stranger“ kann man die perfekte Mischung aus metallischer Härte und großen Melodien genießen. Es folgen die beiden anderen Boni „Speed Seeker“ und „Time Control“, die jedoch keinen Deut schlechter sind als die „regulären“ Songs. Hier gefällt mir vor allem der zweite, eine weitere Metal-Hymne. Mit dem Speed-Kracher „Metal Damnation“ klingt das Album dann aus.

Bitte nicht steinigen, wenn ich bzgl. der drei Bonus-Songs falsch liege. Dies sind Informationen, die ich mir im weltweiten Netz zusammengesucht habe. Aber wer sich das Digipak oder auch die aktuelle Download-Version zulegt, steht auf der sicheren Seite. Er kann „Game Over“ in voller Schönheit genießen. Und „genießen“ meine ich in vollem Ernst. U.D.O ist es erneut gelungen ein wahres Metal-Juwel zu produzieren. Dieses Album hat das Zeug zum Klassiker. Und ist ein heißer Anwärter auf den Titel „Album des Jahres“.

U.D.O. – Metal Never Dies: https://youtu.be/sv29zn_gXY8

Lineup:

Udo Dirkschneider – Vocals
Andrey Smirnov – Guitars
Fabian Dee Dammers – Guitars
Tilen Hudrap – Bass
Sven Dirkschneider – Drums

Label: AFM Records

VÖ: 22. Oktober 2021

Spieldauer: 01:08:59

Titelliste:

  • Fear Detector
  • Holy Invaders
  • Prophecy
  • Empty Eyes
  • I See Red
  • Metal Never Dies
  • Kids And Guns
  • Like A Beast
  • Don’t Wanna Say Goodbye
  • Unbroken
  • Marching Tank
  • Thunder Road
  • Midnight Stranger
  • Speed Seeker
  • Time Control
  • Metal Damnation

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