Mandy Manala – Something Wicked

Bewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 9/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 8,6/10

Schon ein Jahr nach dem selbstbetitelten Debüt-Album der finnischen Rock-Band Mandy Manala ist der Nachfolger „Something Wicked“ fertiggestellt, in unveränderter Besetzung aber unter einem anderen Label.

Mit diesem neuen Kapitel dringen die finnischen Dark-Heavy-Rocker noch tiefer in schwerere, düsterere und atmosphärischere Gefilde vor und verfeinern dabei ihren Sound, ohne dabei ihren kraftvollen melodischen Kern aus den Augen zu verlieren.

Auch dieses Mal hält sich der Pressetext zu weiterführenden Informationen recht bedeckt. Es gibt lediglich die Empfehlung, dass die Band Fans von Ghost, Lucifer, Chelsea Wolfe and Fleetwood Mac ansprechen soll. Der Sound stellt offensichtlich eine „einzigartige Balance aus Härte und Melodie“ dar. Also hören wir doch mal rein.

„Bloodred Chapel Of Sin“ startet mit einigen schräg klingenden Gitarren-Riffs gefolgt von einer kräftigen Basslinie. Aber schon bald röhren die verzerrten Gitarren. Der gewohnt kräftige Gesang von Christa Nedergård erschallt. Auch beim Solo klingen die Gitarren arg verzerrt. Auch „Nocturnal Bites“ ist riffgetrieben. Schlagzeuger Jonas Snickars gibt mit seinem Drive den Takt vor. Bei „Bridges“ haben die Gitarren-Verzerrer ebenfalls Hochkonjunktur. Trotz allem bleibt es melodisch. Der Song ist ein wenig ruhiger trotz der harten rhythmischen Riffs. Das ergibt einen leicht bluesigen Einschlag. Mandy Manala können aber auch anders. „Shoebox“ wird geprägt von akustischen Gitarren und Christas ruhigen klaren Gesang. Auch wenn später elektrische Gitarren hinzukommen, können wir eine besinnliche Ballade genießen. Der „Psalm 77:7“ ist eigentlich Klagelied wandelt sich später aber zu Versen, die neuen Mut bringen sollen. Zu Beginn werden die Verse zitiert, begleitet von sakralen Orgel-Klängen. Der Song ist wohl eher auf den zweiten Teil – neuen Mut fassen – ausgerichtet. Entsprechend optimistisch wirkt der Sound. „Underneath The Sea“ tendiert dann in Richtung Hochgeschwindigkeits-Metal / -Rock. Und bei „Beneath A Steel Sky“ schlagen erneut die verzerrten Gitarren-Riffs zu. Der Gesang von Christa wird stellenweise technisch verfremdet. „The Dark Passenger Pt.2“ ist eine Fortsetzung eines Songs vom Album-Debüt. Ein wenig ruhiger und melodischer als der erste Teil, aber kaum weniger hart. Die Riffs marschieren majestätisch vor sich hin. Den Titelsong „Something Wicked“ haben sich Mandy Manala für den Schluss aufgehoben. Nach einer etwas ruhigeren Einleitung knallen ein letztes Mal verzerrte Riffs aus den Boxen.

Mit „Something Wicked“ ist den Finnen ein würdiger Nachfolger gelungen. Der Sound ist hart und roh, wie auch bei den genannten Referenzen. Erneut weiß Sängerin Christa Nedergård zu überzeugen. Sie wird von ihren Mitstreitern regelrecht angetrieben und kann sich stimmlich gegen die lärmenden Instrumente durchsetzen.

Mandy Manala – Nocturnal Bites: https://youtu.be/NRPje29zJrY?si=DZVDewYRQCvS3JZU

Lineup:

Christa Nedergård – Vocals
Jonas Snickars – Drums
Joel Vienonen – Guitar
David Granfors – Guitar
Kenneth Norrlin – Bass

Label: Argonauta Records

VÖ: 29. Mai 2026

Spieldauer: 48:32

Titelliste:

  • Bloodred Chapel of Sin
  • Nocturnal Bites
  • Bridges
  • Shoebox
  • Psalm 77:7
  • Underneath The Sea
  • Beneath A Steel Sky
  • The Dark Passenger Pt.2
  • Something Wicked
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