Platens – Of Poetry And Silent Mastery

PLATENS - Of Poetry And Silent Mastery - Digital cover artBewertung
Album (40%): 8/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 8/10

Platens ist das geistige Kind von Dario Grillo, Produzent, Multi-Instrumentalist, Songwriter. Er hat beschlossen, das Vermächtnis der ersten beiden Alben aus den Jahren 2004 und 2014 fortzusetzen. Bereits im Alter von sechs Jahren lernte er Gitarre zu spielen. Erspielte bereits in mehreren Bands, wie Thy Majestie oder Violet Sun (gemeinsam mit seinem Bruder Alex am Schlagzeug). Jetzt ist das dritte Album “Of Poetry And Silent Mastery” fertiggestellt. Die beiden Brüder haben sich eine Vielzahl Gastmusiker ins Boot geholt. Im Juli wurde das Album zunächst in Japan und wenige Tage später weltweit veröffentlicht.

Dario Grillo 4Schon mit dem “Conspiracy” kann der Meister beeindrucken. Er versucht gar nicht erst in die Fußstapfen von Rhapsody (of Fire) zu treten. Ein kraftvoller Midtempo-Rocker. Vor allem der Double Bass sorgt für viel Schalldruck. OK, das Synthie Solo ist very italienisch, erinnert aber mehr an Bands wie Temperance, die durchaus mit größeren Härtegraden kokettieren. Die weibliche Gesangsstimme (wer?) würde auch gut zu dieser Band passen. Mit “Wait For Me” geht es genau dort weiter, wo mit dem Opener aufgehört wurde. AOR der besseren Art. Auch “Easily” ist äußerst Airplay tauglich. Einer der Höhepunkte des Albums ist wohl die die gefühlvolle Ballade “The Path”, denn auch hier drücken immer wieder die tiefen Töne durch. Nach einer Synthie-Einleitung kommt “End Of The World” doch recht (midtempo-) metallisch rüber. Klasse Riffs werden hier von dem erneut harten Drumming umrahmt, teilweise mit wahren Double Bass Attacken. “Paralyzed” ist dann progressiver angelegt. Auch das hat ja Tradition in diesem südeuropäischen Staat. Und Saitenhexer Davide Perruza steuert hier ein geniales Gitarrensolo bei. Dafür klingt im Anschluss “Winter” etwas melancholischer. Keine wirkliche Ballade, aber ganz nah dran. Achtziger Jahre Stadion Rock Flair versprühen “Open Arms” und “Where The River Flows”. Während das zwischen beiden Songs zu hörende “Give Or Let Go” eine ergreifende Piano-Ballade ist. Auch bei “Close But Far” kann man wieder gute e-Piano-Arbeit hören, unterlegt von Streichern. Dazu die betörende Stimme von Katya Miceli. Also noch eine Ballade zum Abschluss des regulären Teils des Albums? Nicht ganz, später nimmt der Song noch richtig Fahrt und rockt munter vor sich hin. Während es auf der japanischen Ausgabe drei Bonus-Tracks gibt, findet man auf der internationalen Edition nur “Fragile”. Und der hat es in sich. Ein letztes Mal versucht der Subwoofer regelrecht zu hüpfen. Und Dario singt in seiner Muttersprache.

Als ich gelesen habe, dass Platens ein Solo-Projekt mit familiärer Unterstützung und vielen Gästen ist, war ich zunächst doch skeptisch. Aber “Of Poetry And Silent Mastery” ist ein sehr gutes Album. Dario beweist, dass er tatsächlich ein Multiinstrumentalist ist und all seine Instrumente aus dem Effeff beherrscht. Und sein Bruder leistet hervorragendes hinter Schießbude. Ein Album, das sich Fans von 80er Jahre Stadion Rock unbedingt anhören sollten.

Platens – „Wait For Me“ Official Video: https://youtu.be/wTg4Jaxe_cc

Lineup:

Dario Grillo – Vocals, Guitars, Bass, Keyboards, Orchestra Scores
Alex Grillo – Drums, Percussion

Special guests:

Katya Miceli – Vocals on „Winter“ and „Close But Far“
Gabriels – Synth Solos on „Conspiracy“, „End Of The World“, „Inferno“
Mirko Turchetta – Guitar Solo on „Open Arms“
Dan Logoluso – Guitar Solo on „End Of The World“
Orazio Fontes – Guitar Solo on „Close But Far“
Davide Perruzza – Guitar Solo on „Paralyzed“

Label: Avalon/Marquee (Japan) / Art of Melody Music/Burning Minds Music Group (weltweit)

VÖ: 21. Juli 2021 (Japan) / 23. Juli 2021 (weltweit)

Spieldauer: 01:02:15

Titelliste:

  • Conspiracy
  • Wait For Me
  • Easily
  • The Path
  • End Of The World
  • Paralyzed
  • Winter
  • Open Arms
  • Give Or Let Go
  • Where The River Flows
  • Close But Far
  • Fragile (Bonus Track)

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