Slaverty – Beyond Imagination

Beyond Imagination coverBewertung
Album (40%): 7/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 7,6/10

Es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich mit Lapsus Dei eine chilenische Doom Metal Band kennengelernt und diese auch interviewt. Auch Morning Sun spielen Doom. Aus dem Andenland kommen aber auch andere Klänge, wie Slaverty mit ihrem melodischen Metal beweisen. Gegründet wurde die Band 2014 von Sängerin Karin Monserrat und ex-Bassisten George Ugalde, der aktuell der Manager der Band ist. 2016 erschien eine Demo “The Biggest Mistake”. Danach starteten sie mit der Arbeit für ihr Debüt-Album “Beyond Imagination”. Drei der Songs sind vorab bereits als Single ausgekoppelt worden. In 2020 konnten die Chilenen einen Plattenvertrag mit Wormholedeath abschließen, um das Debüt-Album weltweit zu veröffentlichen.

Slaverty Official PicTreibendes rhythmisches Schlagzeug, Streicher und kurz darauf harte Gitarrenriffs. Und eine Sängerin mit klarem und kraftvollen (Mezzo-)Sopran. Das sind die Grundzutaten für symphonischen Metal. Da machen die Chilenen bei “Dreamcatcher” keine Ausnahme. Erfreulich, dass Sängerin Karin Monserratt nicht versucht permanent in die höchsten Tonlagen vorzudringen. Später treibt der Double Bass, begleitet von den Keys voran. Dann kann die Gitarren-Fraktion ihr Können unter Beweis stellen. Zu den bombastischen Chorussen kann Karin nachweisen, dass sie auch den hohen Sopran sauber beherrscht. Hier zeigt sich die klassische Gesangsausbildung. Passend zum Songtitel “Fairyland” ist zunächst ein Feen (Kinder-?) Chor zu hören. Nur kurz, bevor wieder Riffs und Schlagzeug die Szenerie bestimmen. Nach dem etwas düster wirkenden “Dementia” folgt die erste Ballade. Bei “Be Free” wird der Gesang ausschließlich von e-Piano und Streichern begleitet. Später folgt dann noch die Ballade “So Close To Me”, allerdings mit druckvoller Instrumentierung und einem wunderschönen Gitarrensolo. Hier wird die Sängerin von einem männlichen Gesangspartner (Ives Gullé) unterstützt. Beide Stimmen harmonieren hervorragend miteinander. Dafür liefern Slaverty bei “Appreciate” Hochgeschwindigkeits-Metal ab. Das Album wird mit dem hymnischen “The Enchanted Forest” beendet. Auch hier kann man noch mal das Duett Karin Monserratt / Ives Gullé genießen.

Auf der Facebook-Seite kann man unter Genre “Rock / Metal” lesen. Das beschreibt den Sound aber nur zum Teil. Durch die viele Orchestrierung und auch die glockenklare Gesangsdarbietung muss da unbedingt “symphonisch” zugefügt werden. “Beyond Imagination” ist ein gelungenes Debüt Album. Eingespielt von sehr guten Musikern. Allerdings ohne große Höhepunkte. Aber auch ohne einen schlechten Song. Also ein typisches Album für dieses Genre. Von Slaverty kann man Zukunft sicherlich noch mehr erwarten.

Slaverty – Dementia: https://youtu.be/LOgVwTtaZLI

Lineup:

Karin Monserratt – Vocals
Juanjo Ulloa – Guitars
Edgardo (Soco) – Guitars
Matías Schwartz – Keyboards
Oz Silva – Drums

Label: Wormholedeath Records

VÖ: 27. November 2020

Spieldauer: 47:52

Titelliste:

  • Dreamcatcher
  • Fairyland
  • The Biggest Mistake
  • Dementia
  • Be Free
  • Appreciate
  • So Close To Me
  • The Beauty Of Life
  • Unconscious Reality
  • The Enchanted Forest

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