The Fall of Eve – Nevermore (EP)

Bewertung: 8/10

ARTWORK1Es ist schon beachtlich, was vor allem kleinere Metal-Bands so alles versuchen, um ihrer Leidenschaft nachgehen zu können. The Fall of Eve, die Band um Laura und Micheal Moffat haben für ihre aktuelle EP “Nevermore” eine Crowdfunding Kampagne auf Kickstarter initiiert. Und die Musiker aus der südschottischen Grafschaft Ayrshire konnten diese auch erfolgreich abschließen. So stand der Produktion des Nachfolger von “If Even Angels Fall” (2016) nichts mehr im Wege, außer Besetzungsprobleme. Die einzigen festen Bandmitglieder sind Laura und Micheal. So war es erforderlich, dass Session Musiker bei den Aufnahmen helfen mussten. Der bekannteste davon ist wohl der frühere Evanescence Gitarrist John LeCompt am Bass. Er hat sich auch um das Mischen und Mastern der EP gekümmert. Die Unterstützer der Kampagne können sich das Ergebnis bereits seit August anhören. Alle anderen Fans haben die Möglichkeit die CD auf Bigcartel-Seite der Band vorzubestellen.

Mit überraschend harten Gitarrenriffs startet “End of Days”. Hier macht sich die Einbeziehung eines zweiten Gitarristen bereits bezahl. Auch John LeCompt macht am bass einen guten Job. Doch sie alle werden in den Schatten gestellt von der Lauras atemberaubender Stimme. Diese klingt jetzt etwas tiefer als zuletzt. Gesanglich ist sie erwachsen geworden. Wer bei Moonlight eine Ballade erwartet hat, wird enttäuscht. Auch hier gehen die Schotten druckvoll zu Werke. Beeindruckend ist hier auch das treibende Schlagzeugspiel. Ein kleines, aber feines Gitarrensolo rundet den Song ab. “Our Darkest Hour” ist dann die bereits zuvor erwartete Power-Ballade. Der Einsatz von Streichern ist häufig melodieführend. Trotzdem ist der Sound nicht mit Bombast überladen. The Fall of Eve nehmen sich auch Zeit für kleine Industrial-Spielereien, wie eine technisch verfremdete Gesangsstimme. Bei “The Raven” wird dann wieder geradlinig70167884_893195211039582_1159736599798349824_n losgerockt. Hier sorgen Double Bass Attacken und schnelles Riffing für hohe Geschwindigkeit. Zum Abschluss gibt es mit “Sleepless Night” noch eine wunderschöne Midtempo Metal Hymne.

Fast drei Jahre sind seit der letzten EP vergangen. Drei Jahre in denen im Leben der beiden Bandleader sehr viel passiert ist. Die Band selbst hat wohl ein stetiges Auf und Ab erlebt. Umso erfreulicher ist dieses erneute Lebensziechen. Und diese EP hat es in sich. Kompositorisch bewegen sich The Fall of Eve auf Augenhöhe mit den großen Bands dieses Genres. Es ist bedauerlich, dass es wohl nur ein Hobby des Ehepaares Moffat bleiben wird. Ich würde mich riesig freuen, wenn es den beiden gelingt, ein Lineup zusammenzustellen und mit diesem eine neue Langrille zu produzieren. Auf das eine oder andere Konzert würde ich mich natürlich auch sehr freuen.

The Fall Of Eve – Our Darkest Hour: https://youtu.be/wGOEklckDhU

Lineup:

Laura Moffat (Evangeline) – Vocals
Michael Moffat – Guitars
David Davidson – Lead Guitar
John LeCompt – Bass
Phillip Morrison – Drums

Label: Eigenrelease

VÖ: 04. Oktober 2019

Spieldauer: 16:47

Titelliste:

  • End of Days
  • Moonlight
  • Our Darkest Hour
  • The Raven
  • Sleepless Night

Ein Gedanke zu “The Fall of Eve – Nevermore (EP)

  1. Pingback: Wir wollen keine Nachahmer sein – Interview mit The Fall of Eve | Keep on Rockin'

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