Bewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 10/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 9,2/10
Fast zwei Jahre sind vergangen seit dem Erscheinen der EP „Ascension“ vergangen. Jetzt veröffentlichen Valkyrie’s Fire aus der „Music City“ Nashville ihr Debüt-Album „Out Of Darkness“. Ob Keyboarderin und Cellistin Salem Belladonna neu hinzugekommen ist, vermag ich nicht zu sagen. Im Pressetext zur EP wurde sie seinerzeit nicht erwähnt, ist aber offensichtlich seit 2023 mit an Bord. Mit dem Amaranthe Sänger Mikael Sehlin konnte auch ein namhafter Gast für das Album gewonnen werden. Im Mittelpunkt steht jedoch immer noch die Stimme von Bettie Floyd, die zwischen lyrischem Sopran und Mezzosopran angesiedelt. Unterstützt wird sie dabei von Adam Sanders.
Das Intro „In Spirit, In Shadow“ gehört in die Kategorie, kann man machen, muss man aber nicht. Zumindest gegen Ende deuten Musiker an, was den geneigten Hörer auf dem Album erwartet. Bei „Evermore“ knallen dann aber richtig die Gitarren und das Schlagzeug treibt gnadenlos voran. Das Zusammenspiel des Gesangs-Duos Bettie Floyd / Adam Sanders harmoniert von Anfang an sehr gut zusammen. Dann verewigt sich die Band selbst in dem Song-Titel „Valkyire’s Fire“. Die Keyboards steuern jede Menge Bombast bei, bevor es erneut in den Hochgeschwindigkeits-Modus geht. Dieser sorgt auch für eine schnelle Orchestrierung. Bei „Cascade“ wird das Tempo ein wenig zurückgenommen. Somit kann Bettie unter Beweis stellen wieviel Gold in ihrer Kehle steckt. Aber auch Gesangspartner Adam klingt äußerst gefällig. „Burning Sky“ wird durch einen ganz Großen der Branche veredelt – Amaranthe – Growler Mikael Sehlin. Logischerweise ist ein leichter Amaranthe-Einschlag zu hören, allerdings etwas weniger poppig. Bettie Floyd und Elize Ryd haben nun mal verschiedene Gesangs-Stile. „Shattered“ startet dann ruhiger und sehr rhythmisch. Über weite Strecken hören wir eine großartige Ballade. Bettie zeigt ihre äußerst wandelbare Stimme, die sich über diverse Tonhöhenbereiche erstreckt. Auch das Cello drängt sich neben der epischen Orchestrierung immer wieder in den Vordergrund. Joey Grimaldi haut ein starkes Gitarren-Solo raus. Auch die Ballade „I See The Angels Fly“ wirkt äußerst ruhig. Die Sängerin wird zunächst lediglich vom e-Piano begleitet. Später setzen Streicher ein. Und Bettie schwingt sich dann bis in die höchsten Ton-Bereiche auf, bis hin zu einem hohen Koloratur-Sopran. Passend dazu ein Gitarren-Solo, bei dem die Gitarre zeitweise förmlich zu singen scheint. „Skylark“ setzt der Beschaulichkeit zumindest vorerst ein Ende. Das Gesangs-Duo wird erneut von der Rhythmus-Abteilung angetrieben. „Labyrinth“ startet mit einer leichten Industrial Schlagseite. Obwohl es melodischer wird, klingt Betties Gesang stellenweise ein wenig rauer. Zu Beginn von „Bone And Thorn“ hört man Schritte, dann setzen Cello und akustische Gitarre ein. Es ist auch wieder wesentlich entschleunigter. Eine weitere akustische Ballade. Erst ab der Mitte des Songs kommen Gitarre, Bass und Schlagzeug kraftvoll dazu. Obwohl man es zu Beginn annehmen könnte, ist „Dark Moon“ keine weitere Ballade, sondern eine Midtempo-Hymne, bei der es gelegentlich auch schnellere Passagen gibt. „Nocturne“ startet mit e-Piano, Cello und ätherisch klingenden Vokalisen. Dann zieht das Tempo wieder an. Bettie Floyd kann ein weiteres Mal mit ihrer klaren Sopranstimme punkten. Der mit fast zehn Minuten Spielzeit längste Song „I Will Rise Again“ beendet das Album. Nach einem ruhigen Start mit Cello und gezupften akustischen Gitarren wird es ein letztes kraftvoll und episch. Auch dank der Länge haben Valkyrie’s Fire hier ein wahres Monumental-Epos erschaffen.
Im Vergleich zur 2024er EP „Ascension“ haben sich Valkyrie’s Fire deutlich gesteigert. Sie haben eindeutig gezeigt, dass aus Nashville mehr als nur großartige Country Musik kommt. Auch epischer symphonischer Metal hat dort sein zu Hause. Trotz der Überlänge von mehr als einer Stunde und zehn Minuten, wird es nie langweilig, sich die Songs anzuhören, so abwechslungsreich sind Songwriting und Arrangements. Natürlich lebt die Musik von Bettie Floyds überragender Stimme. Diese wird hervorragend ergänzt durch Gesangspartner Adam Sanders. Beide werden von den Instrumentalisten sehr gut in Szene gesetzt.
Valkyrie’s Fire – Burning Sky (feat. Mikael Sehlin of Amaranthe): https://youtu.be/VhEeWPDK52w?si=JT5fVKeMs2La9KPV
Lineup:
Bettie Floyd – Vocals
Adam Sanders – Vocals
Joey Grimaldi – Guitar
Ryan Metroka – Drums
Dave Hale – Bass
Salem Belladonna – Keys, Cello
Label: Eclipse Records
VÖ: 18. September 2026
Spieldauer: 01:11:16
Titelliste:
- In Spirit, In Shadow
- Evermore
- Valkyrie’s Fire
- Cascade
- Burning Sky (feat. Mikael Sehlin)
- Shattered
- I See The Angels Fly
- Skylark
- Labyrinth
- Bone And Thorn
- Dark Moon
- Nocturne
- I Will Rise Again


