Mason – Edge Of Destruction

Bewertung
Album (40%): /10
Cover-Art (20%): /10
Songwriting (40%): /10
ø: /10

Marcus Mason wurde 1988 in Hamilton (Ontario, Kanada) geboren. Während Rap, Hip-Hop, Punk und Post-Grunge einen Großteil der späten 90er und frühen 2000er Jahre dominierten, begeisterte ihn eher melodischer Hard Rock.

Manche Künstler verbringen Jahre damit, dem Sound ihrer Jugend hinterherzujagen. Marcus Mason hat sein ganzes Leben damit verbracht, herauszufinden, wie man ihn weiterentwickeln kann.

Und er hatte den richtigen Riecher. AOR, Hard Rock und Heavy Metal kehrten zurück. Mit verschiedenen Bands war an diversen Alben beteiligt. Aber es sollte noch eine Weile dauern, bis er das nach ihm benannte AOR Rock Projekt Mason gründete. 2024 veröffentliche er das Debüt-Album „I Can’t Wait“, für das er gute Kritiken erhielt. Danach unterschrieb er einen Plattenvertrag bei Eönian Records und veröffentlichte das zweite Album „Seconds To Impact“ (2025). Und ein weiteres Jahr später steht „Edge Of Destruction“ in den Platten-Regalen.

Mit einer Mischung aus ruhigem und rockigem melodischem Rock eröffnet „Here I Am“ das Album. Gitarren und Keyboards bestimmen den Sound. Schöne Melodien, dezenter Rhythmus und der Gesang von Marcus Mason sorgen bei „Hanging By A Thread“ für viel Eingängigkeit. Sanfte Töne kommen bevorzugt zum Einsatz, auch beim Gitarren-Solo. Bei „This Thing Called Love“ ist der britische Sänger Steve Overland (u.a. M, Overland, Shadowman) als Gesangspartner zu hören. Dieser emotionsgeladene Song ist eine Perle das AOR. Erst ist der der Bass dezent im Hintergrund zu hören, dann fallen die Keys ein. Aber erst mit dem rhythmischen Schlagzeug wird „Living By A Heartbeat“ zu einem richtig starken melodischen Rock-Song. „Heart In Vane“ ist dann etwas ruhiger, die Riffs stechen hier heraus. Besonders beeindrucken die Gesangs-Harmonien beim Refrain. „What You Need From Me“ ist dann wieder rockiger, vor allem dank der starken Bass-Melodie und des druckvollen Schlagzeugspiels. „Friends“ ist ein kurzes instrumentales Intermezzo mit einer schönen Gitarren-Melodie, das zu „Stranger In Bloom“ überleitet. Hier werden hervorragende Saxophon-Abschnitte (gespielt von Aki Bouzid) eingebaut. Diese geben dem Song eine ganz besondere Atmosphäre. Auch etwas rockigere „Tomorow Never Comes“ ist tief im AOR der achtziger Jahre verwurzelt. Dem melodischen „Time Slipping Away“ verleiht Background-Sängerin Tina (auch schon bei „Living By A Heartbeat“ zu hören) ein ganz besonders Flair. Das verträumt klingende „More Than I Could Say“ ist rhythmisch und melodisch zugleich und kommt leicht und locker daher. Die abschließende Power-Ballade „Eye 4 An Eye“ ist im Pressetext als Bonus-Track ausgewiesen. Aus meiner Sicht sollte sie aber fester Bestandteil des Albums sein.

…ein Reigen zeitlos schöner Rock-Songs“ – das schrieb ich vor einem Jahr zu „Seconds To Impact“. Und das gilt selbstverständlich auch für „Edge Of Destruction“. Melodischer Hard Rock und AOR wurden eindrucksvoll in die jetzige Zeit gehievt. Und Marcus Mason hat bei der Produktion einen immensen Aufwand betrieben. Neben den bereits genannten Gast- bzw. Session-Musikern haben weitaus mehr Musiker mitgewirkt. Noch in den Achtzigern hätten Mason mit ihrer Musik große Arenen füllen können. Heutzutage backen viele Bands jedoch kleinere Brötchen. Aber für mittlere und größere Clubs hat sich Band mit ihrem dritten Album aber ganz bestimmt qualifiziert.

Mason – This Thing Called Love (featuring Steve Overland): https://youtu.be/_BU6nRUWlOI?si=D_tPUIVzhzcJuyB4

Lineup:

Marcus Mason – Lead Vocals, Bass, Rhythm Guitar
Jimmy Katone – Drums
Peter Penhallow – Keyboards
Josef “Peppi” Gebhard – Lead Guitar

Label: Eönian Records

VÖ: 25. September 2026

Spieldauer: 57:18

Titelliste:

  • Here I Am
  • Hanging By A Thread
  • This Thing Called Love (Featuring Steve Overland)
  • Living By A Heartbeat
  • Heart In Vane
  • What You Need From Me
  • Friends (Instrumental Track)
  • Stranger In Bloom
  • Tomorrow Never Comes
  • Time Slipping Away
  • More Than I Could Say
  • Eye 4 An Eye (Bonus Track)
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