Bewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 8,8/10
Kontinuierlich veröffentlichten die Schweden von Perception seit 2017 neue Alben. Die im Jahr 2015 gegründete Band spielt seitdem konsequent modernen Power Metal. Ich kenne Metalite seit ihrem zweiten Album „Biomechanicals“ (2019), welches mich jedoch (noch) nicht so richtig begeistern konnte. Dies war zugleich das erste mit Sängerin Erica Ohlsson. Erst mit ihrer vierten Veröffentlichung „Expedition One“ (2024) konnten mich die Musiker überzeugen. Oder habe ich mich zwischenzeitlich an den Sound gewöhnt? Im September erscheint nun „Discovery“. Können die Schweden die aus meiner Sicht positive Entwicklung auch auf Album Nummer Fünf fortsetzen?
Der erste Song des Albums „Our Time Has Come“ ist eine echt starke Metal Hymne, bei der Metalite ein hohes Tempo. Vor allem das Schlagzeug wummert und treibt die anderen Musiker an, insbesondere Sängerin Erica Ohlsson. Die Krönung ist ein amtliches Gitarren-Solo. Synthies leiten dann „In Case Of Emergency“ ein. Das Tempo bleibt hoch. Bis der Gesang einsetzt. Dann ist es zeitweise ein klein wenig ruhiger. Das setzt sich auch bei „Into The Maze“. Erst Synthies dann knallender melodischer Metal, mit Pop-Attitüde. Erica geht das Tempo beim Gesang locker mit. Eine richtige Pop-Schlagseite ist den bei „Cyberspace“ zu hören. Ich denke beim Titel „The Metal Elite“ beweisen die Schweden selbstironischen Humor. In diesem Wortspiel kann man Band-Namen erkennen. Nach einigen von Synthies unterlegten technisch verfremdeten gesprochen Worten wird erneut losgepowert. Die Synthies begleiten den Hörer durch gesamten Song. Bei „Neon Rain“ gibt es eine minimale Verschnaufpause. Die eingängige Hymne ist etwas ruhiger, wohl auch um die Fans auf Konzerten zum Mitgrölen zu animieren. Ja auch Power-Balladen beherrschen die Schweden, wie sie mit „Echoes Of You“ eindrucksvoll unter Beweis stellen. Nehmt Eure Feuerzeuge in die Hand oder schaltet bei Euren Smartphones die Lämpchen an. Das sorgt sicherlich für Riesen-Live-Stimmung! Mit „Starchild“ folgt dann die nächste Hymne. Während bei „Wings Of Fire“ und „Captive In The Past“ ein leichter Melodic Prog Einschlag zu hören ist. Zu Beginn von „Supremacy Of One“ gibt es erneut technische Spielereien auf die Ohren, die auch über die gesamte Spielzeit des Songs zu hören sind. Der Höhepunkt sind die Blast Beat artigen Double Bass Attacke in der zweiten Hälfte. Der Rausschmeißer das „Triforce“ sorgt für einen stimmungsvollen Ausklang. Eingängige Melodien, voranpreschende Schlagzeug und Double Bass-Passagen und rhythmische Gitarren-Riffs prägen diesen Song. Ein letztes Mal können die beiden Gitarristen Ihr Können mit Solis unter Beweis stellen.
Aus meiner Sicht ist „Discovery“ das bislang mit Abstand beste Album von Metalite. Abwechslungsreiche Songs, viel metallische Härte, dazu jedoch auch jede Menge eingängige Melodien und eine hervorragende Gesangsleitung. Und Jacob Hansen (Volbeat, Evergrey, Amaranthe) sorgt mit seinem Mix und Mastering für einen satten, glasklaren Sound. Gehören Metalite nun zur „Metal Elite“? Ich denke ja, zumindest im Sub-Genre melodischer Power Metal.
Metalite – Starchild: https://youtu.be/wW08438ZPzA?si=CqBivmXjltPFAoCZ
Lineup:
Erica Ohlsson – Vocals
Edwin Premberg – Guitar, Additional Vocals, Programming
Robert Örnesved – Guitar
Erik Junttila Johansson – Drums
Robert Majd – Bass
Label: Perception / Reigning Phoenix Music
VÖ: 25. September 2026
Spieldauer: 46:38
Titelliste:
- Our Time Has Come
- In Case Of Emergency
- Into The Maze
- Cyberspace
- The Metal Elite
- Neon Rain
- Echoes Of You
- Starchild
- Wings Of Fire
- Captive In The Past
- Supremacy Of One
- Triforce


