Bewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 9/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 9/10
„Inhale The Noise“ markiert für GODSNAKE einen neuen Schritt nach vorne: härter, aggressiver und vielfältiger denn je, dabei aber fest verwurzelt in der für die Band typischen Mischung aus melodischen Hooks, der Energie des Thrash Metals sowie einprägsamen Refrains, die unter die Haut gehen.
Vor etwa sechs Jahren hatte ich die Möglichkeit das Debüt „Poison Thorn“ der Hamburger Thrasher Godsnake genauer anzuhören. Zu diesem Zeitpunkt existierte die Band bereits seit einigen Jahren. Die Gründung muss so etwa um das Jahr 2013 / 2014 liegen. Nach der Encyclopaedia Metallum erschien im Mai 2014 die EP „Hellbound Ride“. Live konnte ich Godsnake im Jahr 2017 bei der Heavy Metal Night im Marias Ballroom erleben. Album Nummer zwei „Eye for an Eye“(2023) ging irgendwie an mir vorbei. Im April wird nun das dritte Album „Inhale the Noise“ veröffentlicht.
„Scream For A Bullet“ startet mit harten Thrash-Riffs, die von druckvollem Schlagzeug angetrieben werden. Der Gesang klingt rau, auch beim melodischen Refrain. Dagegen klingen die Gitarren bei „Lost & Forgotten“ melodischer. Erneut peitscht Schlagzeuger Sidney seine Mitstreiter voran. Der Titelsong „Inhale The Noise“ macht seinem Namen alle Ehre. Hier wird die Thrash-Keule ausgepackt und gnadenlos gepowert. Ohne dabei jedoch den melodischen Anteil zu vernachlässigen. Streicher und cleane Gitarren bestimmen zunächst „Enemy Of Great“. Auch wenn später die Rhythmus-Abteilung loslegt, bleiben die Melodien zumeist eingängig. Hier zeigen Godsnake, wie gut Power Metal, Thrash und balladeske Abschnitte zusammenpassen. Ein Höhepunkt des Albums, mit einem starken Gitarren-Solo. Ein Gitarren Fade-In eröffnet „Rotten To The Core“, bevor rhythmische, aber harte Riffs vorherrschen. Auch der Gesang ist wieder rauer. Zu Beginn von „Place To Call Home“ gehen die Nordlichter ein hohes Tempo, reduzieren dieses später ein wenig. Erneut überzeugt der melodische Refrain. Das kurze „Digital Dumbass“ ist dann Hochgeschwindigkeits-Thrash pur. Zur Abwechslung ist „Fear Is The Key“ ruhig. Schöne Gitarren-Melodien werden durch epische Keys und Gesänge unterlegt. Eine herausragende Power-Thrash-Hymne. Es bleibt abwechslungsreich. Bei „Creator Of Shame“ wird richtig losgerockt, im Midtempo-Bereich. Muss man noch extra die eingängigen Refrains erwähnen? Der Rausschmeißer „The Price We Have To Pay“ ist noch einmal ein wahres Thrash-Brett.
Nachdem mir „Poison Thorn“ schon gut gefallen hat, haben mich Godsnake auch auf „Inhale the Noise“ nicht enttäuscht. Im Gegenteil, aus meiner Sicht ist eine Steigerung zum Debüt festzustellen. Godsnake gelingt die Gratwanderung zwischen Thrash und Power Metal, zwischen knallharten Riffs, sehr vielen hymnisch, melodischen Passagen und balladesken Einsprengseln sehr gut.
Godsnake – Lost & Forgotten: https://youtu.be/Fw1a0T5o3So?si=yuhDvClcGZFGHf9w
Lineup:
Torger – Vocals
Stevo – Guitar
The Walt – Bass
Sidney – Drams
Label: Massacre Records
VÖ: 17. April 2026
Spieldauer: 42:22
Titelliste:
- Scream For A Bullet
- Lost & Forgotten
- Inhale The Noise
- Enemy Of Great
- Rotten To The Core
- Place To Call Home
- Digital Dumbass
- Fear Is The Key
- Creator Of Shame
- The Price We Have To Pay
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