Crusade of Bards – Tales Of The Seven Seas

419045Bewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 7/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 8,2/10

Wenn man den Begriff Piraten-Metal hört, denkt man zunächst an Alestorm oder Running Wild. Hier kommt aber zusätzlich die Umschreibung Symphonisch hinzu. Das macht natürlich neugierig. Die Rede ist von Crusade of Bards aus Spanien. Gegründet wurde die Band 2016 von Sänger und Keyboarder Paolo Andreotti und Sängerin Eleanor Tenebre. Zunächst war es ein Studio-Projekt, um Musik zu schreiben, die die bevorzugten Musikstile der beiden Protagonisten verbindet. Aber die beiden wollten mehr und haben inzwischen weitere Mitstreiter um sich geschart, um auch live auftreten zu können. Das Debüt-Album „Tales Of Bards & Beasts“ erschien 2019. Nun steht der Nachfolger „Tales Of The Seven Seas“ in den Startlöchern.

328386Fast zwei Minuten Intro, das mit Klangspielereien beginnt? Und auch später außer einigen epischen Sound kaum mehr zu bieten hat. Halte ich für überflüssig. Aber bei knapp einer Stunde Albumlänge kann man diesen Ausrutscher wohl verschmerzen. Bereits bei „The Northwest Passage“ wird man dafür entschädigt. Captain Eleanor Tenebre glänzt mit einem glasklaren Sopran. Als Duett-Partnerin kann man ihre Landsfrau Ana Martínez Fojaco aka Lady Ani (Last Days of Eden) hören. Die Keyboards aber auch die Double Bass Drum drängen sich in den Vordergrund. Insgesamt ein melodisch vor sich hin rockender Song. Auch „An Ocean Between Us – Part III – A New World“ ist sehr episch. Später wird der ganze epische Bombast ein wenig zurückgefahren. Part III? Ja, die ersten beiden Teile findet man auf dem Debütalbum. Bei „Dunkirk Privateers“ glaubt man sich zunächst in einer Piraten-Spelunke zu befinden. Zu Beginn klingt das auch ein wenig mach Piraten-Metal. Aber später befinden wir uns dann wieder im Fahrwasser des melodischen, symphonischen Metal. Ein starkes Gitarrensolo ist hier das i-Tüpfelchen. Später verbreitet „Naupaktos“ wieder etwas mehr Seefahrer Atmosphäre. Auch dank der recht dezent eingesetzten Growls. Das folgende instrumentale Zwischenspiel „Manti“ mit akustischen Gitarren geht dann nahtlos in „The Red Charade“ über. Hier braten zeitweise die Gitarren. Aber trotzdem herrschen die melodischen Parts vor. „Samudr Ka Mandir“ ist eine akustische Ballade. Hervorragend, wie die Sänger hier miteinander harmonieren. Bei „Lies & Ashes“ kann man den nächsten Gastsänger hören, Fabio Lione (Rhapsody of Fire, Angra, Eternal Idol u.a.). Zum Schluss folgen die epische Hymne „Leap Of Faith“ und die zweite Ballade des Albums „The White Witch“. Wo es ein Intro gibt, gibt es häufig auch ein Outro. Dieses trägt den Namen „As Above, So Below“. Und dieses gefällt mir besser als der Album-Beginn.

Haben wir Piraten-Metal gehört. OK, die Songtexte drehen sich um die „Sieben Meere“. Aber vom Sound her hat das nichts mit Alestorm oder Running Wild zu tun. Wohl eher mit frühen Within Temptation oder Nightwish. Und für Fans dieser und anderer Melodic Metal Bands ist das Album sicherlich eine Fundgrube. Eine saubere und fette Produktion, ausgefeiltes Songwriting machen „Tales Of The Seven Seas“ zu einem äußerst gelungenen Album. Das Sahnehäubchen ist aber sicherlich der Gesang von Eleanor Tenebre. Sie wird unterstützt von Eduardo Guilló und Paolo Andreotti, die für die härteren Sanges-Passagen zuständig ist, bis hin zu den Growls.

Crusade of Bards – The Red Charade (Official Lyric Video): https://youtu.be/P-VeWDbPy2U

Lineup:

Eleanor Tenebre – Vocals
Eduardo Guilló – Vocals
Paolo Andreotti – Keyboards & Vocals
Adrian Carrero – Lead & Rhythm Guitars
Marc Brode – Bass Guitars
Jorge “You” Homobono – Drums

Label: Rockshots Records

VÖ: 18. Februar 2022

Spieldauer: 58:21

Titelliste:

  • Anuri
  • The Northwest Passage
  • An Ocean Between Us – Part III – A New World
  • Dunkirk Privateers
  • Vento Aureo
  • Naupaktos
  • Manti (interlude)
  • The Red Charade
  • Hasard
  • Samudr Ka Mandir
  • Lies & Ashe
  • Leap Of Faith
  • The White Witch
  • As above, so below (Outro)

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