Suffer Yourself – Rip Tide

Suffer Yourself - Rip Tide - coverBewertung
Album (40%): 8/10
Cover-Art (20%): 7/10
Songwriting (40%): 7/10
ø: 7,4/10

Ich mag Funeral Doom. Seit einigen Jahren bereits. Da kommt die Promo zum neuesten Album “Rip Tide” von Suffer Yourself gerade recht. Gegründet wurden Suffer Yourself im Jahr 2011. Entstanden als Ein-Mann-Projekt des ukrainischen Multi-Instrumentalisten Stanislav Govorukha, stammen die Musiker inzwischen aus ganz Europa, Polen, Schweden und Ukraine.  Ein Jahr nach Gründung erschien das Demo “Inner Sanctum”, das wurde zwei Jahre danach vom Label Cimmerian Shade Recordings als reguläres Album erneut veröffentlicht. “Ectoplasm” folgte 2016. Fünf Jahre danach ist Band nun zurück.

bandEine Spielzeit von etwas über zweiunddreißig Minuten, aber nur drei Songs? Dementsprechend lang müssen diese jeweils sein. So erstreckt sich allein “Spit In The Chasm” über zwanzig Minuten. Schon kurz nach Beginn sind die typischen ruhigen, schwermütigen, aber dennoch druckvollen Riffs zu hören. Hier ist nichts mit Tanzen oder Headbangen. Man steht oder sitzt und hört einfach nur zu. Die Growls erklingen abgrundtief böse. Sehr passend zu meiner aktuellen Gefühlslage. Die Gitarrensoli sind genauso schwermütig wie die Riffs, sorgen mit ihren Melodien jedoch für Abwechslung. Zwischenzeitlich kann man auch Streicher hören. Und, oh Wunder, später nimmt der Song sogar etwas Fahrt auf. Aber nur um kurze Zeit später wieder in die vorherige Schwermut zurückzufallen. Ob wohl nur knapp neun Minuten Spielzeit, kann man auch “Desir de Trepas Maritime (Au Bord de la Mer Je Veux Mourir)” zu den Songs mit Überlänge rechnen. Selbstverständlich ändert sich am Sound nicht allzu viel. Zu Beginn gibt es zunächst cleane Gitarren zu hören. Aber später setzen erneut die Riffs ein. Aber insgesamt wirkt das doch melodischer und etwas weniger melancholisch. Auch hier hört man wieder Streicher und zusätzlich ein e-Piano. Den Abschluss bildet das ausnehmend kurze Instrumental “Submerging”. Und ja, Funeral Doom funktioniert auch ohne böse Growls. Dafür mit sehr vielen Klangspielereien und Samples.

Also, mir gefällt “Rip Tide”. Von den Soundwänden, die aus den Lautsprechern tröpfeln, wird man geradezu erdrückt. Jeder Metal-Fan sollte hier zumindest einmal reinhören. Man wird auf eine musikalische Berg- und Talfahrt geschickt. Wobei die Täler zumeist überwiegen.

Lineup:

Stanislav Govorukha – Guitars,Vocals
Kateryna Osmuk – Drums
Lars Abrahamsson – Guitars
Johan Selleskog – Bass

Label: Aesthetic Death

VÖ: 25. Juni 2021

Spieldauer: 32:55

Titelliste:

  • Spit In The Chasm
  • Desir de Trepas Maritime (Au Bord de la Mer Je Veux Mourir)
  • Submerging

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