Velvet Viper – Cosmic Healer

velvet_viper_cosmic_healer_CD_cover_front_3000x3000_rgbBewertung
Album (40%): 10/10
Cover-Art (20%): 9/10
Songwriting (40%): 10/10
ø: 9,8/10

Vor drei Jahren feierten Jutta Weinhold und ihre Band Velvet Viper ein grandioses Comeback. “Respice Finem” schlug ein wie eine Bombe. Gut anderthalb Jahre später erschiender Nachfolger “The Pale Man Is Holding A Broken Heart”. Allerdings hatte die Band meines Erachtens hier einen kleinen Durchhänger. Jetzt gibt es ein kleines Jubiläum zu feiern. Das fünfte Album “Cosmic Healer” ist fertig produziert und wird erneut über Massacre Records veröffentlicht. Aufgenommen wurde das Album im Jangland Studio. Gut durchgelüftet, wie im Pressetext betont wird. Also hören wir mal, wie es mit der musikalischen Entwicklung von Velvet Viper weitergeht.

Velvet Viper by Volker Wilke  color 02Einige Schwertschläge sind zu hören, dann braten die Gitarren mit einer Härte, die man so nicht von der Band gewohnt war. Schon beim Opener “Sword Sister” zeigt das Quartett, das es sich dieses Mal für eine härtere Gangart entschieden hat. Aber davon lässt sich die Sängerin Jutta Weinhold nicht abschrecken. Sie geht locker jedes Tempo und jede Härte mit. Ihr jahrelanger Begleiter an der Gitarre Holger Marx haut auch wieder ein geniales Solo raus. Dafür ist dann aber “Let Metal Be Your Master” eine Metal-Hymne, wie man sie von Velvet Viper erwartet. Viel Dramatik, viel Epik aber ohne übergroßen Bombast. Hervorzuheben ist hier der Chorus, denn man sofort mitsingen kann. Aber schon “Cosmic Healer” knallt wieder mehr, eingeleitet von schnellem Drumming gehen Gitarre, Bass und natürlich auch der Gesang ein hohes Tempo. Lediglich beim Refrain blitzt der “alte” dramatische Metal wieder auf. Das Album bleibt weiter abwechslungsreich. So sind “Holy Snake Mother” “Osiris” oder auch “Sassenach” große Metal-Hymnen. Vor allem letzterer erinnert mich an eine meiner Lieblingsregionen, die schottischen Highlands. Mit Sassenach betitelten die Schotten die Frauen ihrer englischen Nachbarn. Als Kontrast gibt es aber auch immer wieder harten Metal zu hören (“On The Prowl”, der teilweise schon in Speed-Gefilde abdriftet, wie “Voice Of An Anarchist”. “Long Shadows” gehört dann wieder zu den etwas ruhigeren Songs. Mit einer leicht doomigen Schlagseite. Beim Rausschmeißer “Darkness Of Senses” wird noch einmal große Epik aufgefahren. Für mich einer der besten Songs. Als Bonus gibt es zum Schluss noch “Götterdämmerung“. Ein besinnlicher Ausklang.

Velvet Viper haben sich gefangen. Mit “Cosmic Healer” knüpfen sie qualitativ an “Respice Finem” an. Musikalisch sind diese beiden aber kaum vergleichbar. Auf dem aktuellen Silberling überrascht die Band mit ungewohnter Härte, ohne jedoch die eigenen musikalischen Wurzeln zu leugnen. In der Endproduktion dem Album ein echt fetter Sound verpasst. Da haben Ralf Basten und Alexander Krull (Leaves’ Eyes) im Mastersound Entertainment Studio ganze Arbeit geleistet. Der Spagat zwischen Härte und Epik gelingt der Band hervorragend. Ich kann dieses Album nur jedem Metal-Fan warm ans Herz legen.

Velvet Viper – Cosmic Healer (Official Single): https://youtu.be/mO0yWrSQJ3s

Lineup:

Jutta Weinhold – Vocals
Holger Marx – Guitars, Backing Vocals
Johannes Horas Möllers – Bass, Backing Vocals
Micha Fromm – Drums

Label: Massacre Records

VÖ: 23. April 2021

Spieldauer: 49:03

Titelliste:

  • Sword Sister
  • Let Metal Be Your Master
  • Cosmic Healer
  • Holy Snake Mother
  • Voice Of An Anarchist
  • Sassenach
  • Osiris
  • On The Prowl
  • Long Shadows
  • Darkness Of Senses
  • Götterdämmerung (Acoustic Version)

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