Saint Deamon – Ghost

Bewertung: 9/10

CoverDas kleine Hamburger Label Ram It Down hat die nächsten Metal Veteranen unter Vertrag genommen. Saint Deamon aus Schweden wurden 2006 gegründet. Die Band aus Örebro hat in dieser Zeit unter dem Dach von Frontiers Records zwei Alben veröffentlicht. Die Veröffentlichung des letzten Albums (“Pandeamonium”) liegt jedoch schon eine Weile zurück (Mai 2009). Danach wurde es ruhig um die Band. Nun, zehn Jahre später, versuchen Saint Deamon einen Neuanfang. Mit einem neuen Label im Rücken wird Ende August das dritte Album “Ghost” erscheinen.

Schnörkellos und druckvoll präsentieren sich die Schweden. Schon bei “Captain Saint D” kann man feststellen, dass kaum Bombast zu hören ist. Den einzigen Luxus, den sie sich leisten, ist ein pfeifender Sänger (Zwinkerndes Smiley) und ein Chorus beim Refrain. Band Photo 2019_1Aber dieser wurde wohl auch band-intern eingesungen. Viel wichtiger sind die Schlagzeug-Arbeit, die Riffs und großartige Gitarren-Soli. Bei “Call My Name” werden zu Beginn dezente Synthies eingespielt. Aber nur, um danach noch direkter voranzupreschen. Jan Thore Grefstad kann zeigen, was er für ein herausragender Sänger ist. Der Speed Metal Song “Return Of The Deamons” könnte auch von der Band selbst handeln, das Comeback von Saint Deamon. Die “dämonischen” Double Bass Attacken sorgen für durchweg hohes Tempo. Das Toya Johansson die Gitarrensoli sehr filigran raushaut, erwähnte ich bereits. Der Titelsong “Ghost” selbst ist eine hymnische Power-Ballade, mit Überlänge. Lediglich das Gitarren-Solo sorgt für mehr Speed. Es folgen straighte Stadion-Rocker (“Limelight Dreams”), große Metal-Hymnen (“Higher”), Speed Kracher (“Land Of Gold”). Bei “Somewhere Far Beyond” sind progressive Einflüsse nicht zu überhören. Einen interessanten Farbtupfer bringt das akustischen Gitarren Zwischenspiel “The Exodus (Part II)”, das nahtlos in harte aber hymnische Klänge überleitet (“Journey Through The Stars”). Der Rausschmeißer “Resurrection” scheint so gar nicht zum Rest des Albums zu passen. Streicher und Piano lassen hier ein Soundtrack-Feeling aufkommen.

Nach zehnjähriger Pause scheinen Saint Deamon einen richtigen Kreativitäts-Schub zu haben. Mehr als einundsiebzig Minuten Musik haben die Schweden auf das Album gepresst. Und dank des hochkarätigen und abwechslungsreichen Songwriting wird das Album auch nach wiederholten Durchläufen nie langweilig. Der Pressetext spricht vom bisher besten Album der Band, einer Achterbahnfahrt durch das vielfältige Territorium des melodischen Metals. Das kann ich nur voll und ganz unterstreichen. Wer von der übergroßen Epik von Hammerfall oder Stratovorius genug hat oder die sabatonischen Schlacht-Hymnen nicht mehr hören mag, der sollte unbedingt zu diesem Kleinod aus Schweden greifen.

SAINT DEAMON – Captain Saint D: https://youtu.be/aJewlZRr3NM

Lineup:

Jan Thore Grefstad – Vocals
Toya Johansson – Guitar
Magnus “Nobby” Noberg – Bass
Jarle Byberg – Drums

Label: Ram It Down Records

VÖ: 30. August 2019

Spieldauer: 01:11:23

Titelliste:

  • Captain Saint D
  • Call My Name
  • Return Of The Deamons
  • Ghost
  • Limelight Dreams
  • Hell’s Calling
  • Earth Is Alive
  • Land Of Gold
  • Higher
  • Somewhere Far Beyond
  • The Exodus (Part II)
  • Journey Through The Stars
  • Break The Sky
  • Resurrection

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