Coronatus – Secrets Of Nature

Bewertung: 8/10

Coronatus3000pxDas Markenzeichen von Coronatus ist die weibliche Gesangs-Doppelspitze. Eine Zeitlang standen sogar drei Sängerinnen auf der Bühne. Allerdings wechselte die Besetzung der Band wesentlich häufiger, als bei anderen Bands des Genres. Diese Diskontinuität sorgt auch dafür, dass Coronatus mehr ein Projekt als eine feste Band ist. Selbst auf der Facebook-Seite scheinen die Infos nicht so ganz aktuell zu sein. Dasselbe gilt auch für die Seite von Wikipedia. Zwei Jahre nach “Raben im Herz” erscheint nun “Secrets Of Nature”. Übrig geblieben sind nur noch Sängerin Carmen R. Lorch und Schlagzeuger / Bandgründer Mats Kurt. Und im Infoblatt zur CD ist auch nur von einem Album/Studio Lineup die Rede – Band-Photos Fehlanzeige. Da ist man dann auf das Ergebnis umso mehr gespannt.

Was der englischsprachige Album-Titel bereits vermuten lässt, bestätigt sich beim Hören des ersten Songs “Howling Wind”, die Texte sind dieses Mal zum Großteil in Englisch. Ein sehr melodischer Song mit zwei herausragenden Sängerinnen. Aber eine echte weibliche Rockstimme ist eher nicht zu hören, Dafür ist der Gesang von Mareike Makosch ein wenig zu “brav”. Es gibt harte Riffs und epische Chorusse und Orchesterpassagen zu hören. In der musikalischen Umsetzung “Mountain Sky” kann man die Weite der Bergwelt erahnen, breit und episch angelegt. Eine Neuerung ist dann bei “The Hunter” zu hören – rockiger männlicher Gesang. Hier steht zusätzlich Teddy Möhrke (Tales Of Nebelheim) am Mikrophon. Von ihm gibt es später noch mehr. “Sleigh Ride To Asgard” ist eine Mischung aus Power-Ballade und Metal-Hymne. “Die See” ist der erste von zwei deutschsprachigen Songs. Auch dieser trägt sowohl balladeske als auch hymnische Züge.

Bei “The Little People Of Iceland” legen Coronatus im Härtegrad etwas zu, auch dank des rockenden Gesangs von Teddy Möhrke. Das zum Träumen anregende “Dance Of The Satyr” ist die einzige Eigenkomposition, die nicht von Spiritus Rector Mats Kurth stammt, sondern von dessen 17-jährigem (!) Sohn Max. Ich könnte mir die Melodie durchaus als Soundtrack für einen abendfüllenden Phantasy-Film vorstellen. Zum Abschluss gibt es noch eine Cover-Version des schwedischen Traditional “Herr Mannelig”, vielen sicher bekannt aus dem Programm von In Extremo. Mir persönlich gefällt die Interpretation von Coronatus aber wesentlich besser.

Die Album- und Song-Titel verraten es, “Secrets Of Nature” ist ein Konzept-Album rund um das Thema Naturmystik. Ein waghalsiges Unterfangen, vor allem im Hinblick auf die vielen Wechsel im Lineup. Aber das Experiment ist gelungen. Coronatus legen ihr wohl bestes und abwechslungsreichstes Album vor. Es wirkt wie aus einem Guss. “Secrets Of Nature” bietet alles, was das Symphonic Metal Herz begehrt – bombastische Chorusse und Orchester-Passagen, harte Riffs, gefühlvolle Passagen und hervorragende Sänger. Bleibt zu hoffen, dass Mastermind Mats Kurth Mitstreiter findet, mit denen er dieses Werk auf den Bühnen präsentieren kann.

CORONATUS – Mountain Sky (Song Stream): https://youtu.be/XRyvLojh25w

Album/Studio Lineup:

Carmen R. Lorch – Sopranstimme
Mareike Makosch – Rockstimme
Gaby Koss – Sopranstimme
Teddy Möhrke – Männlicher Gesang
Kristina Jülich – Violine
Markus Stock – Gitarren & Bass (Sessionmusiker)
Mats Kurth – Drums

Label: Massacre Records

VÖ: 08. Dezember 2017

Spielzeit: 43:27

Titelliste:

  • Howling Wind
  • Mountain Sky
  • The Hunter
  • Sleigh Ride To Asgard
  • Die See
  • The Little People Of Iceland
  • Dance Of The Satyr
  • Tränen Des Himmels
  • Herr Mannelig

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