Das französische Doom Metal Duo Aetere wurde 2017 in Bordeaux gegründet. Das Markenzeichen sind langsam voranschreitende, ritualistische Kompositionen, die von Mythen durchdrungen sind. Sängerin, Bassistin und Gitarristin Alice Ronzini hat ihre Wurzeln im französischen Garage Punk Underground. Dazu kommen ätherische Einflüsse aus ihrem Folk-Soloprojekt Ailise Blake. Ihr musikalischer Partner in Crime Johan Sebenne sorgt für dröhnende Riffs und strukturierte Atmosphären. Hier kommen Einflüsse seiner Arbeit mit der Post-Metal-Band Year of No Light sowie seinem ambienten elektroakustischen Soloprojekt Lacustre zum Tragen. Im Juni erscheint das Debüt-Album „Théogonie“.
Abgrundtief böse klingen die stark verzerrten Gitarren beim Instrumentalstück „Ténébrisme“. Lediglich mit einigen ätherisch klingenden Vokalisen Chorusse. Sehr langsam wälzen sich die Riffs aus den Boxen. Dahinter gelegt sind Synthie-Klänge. Aber auch einige cleane Gitarren-Akkorde sind zu hören. Und genauso geht bei „Galea“ weiter. Die tiefen verzerrten Gitarren dominieren. Dann setzt der ebenfalls ätherische Gesang von Alice Ronzini ein, unterlegt von Synthie-Melodien. Geht es noch tiefer, noch stärker verzerrt, noch böser? Ja, genau das beweist „Cilice“. Die Luft scheint geradezu zu vibrieren. Dazu gibt es dezente Schlagzeugspiel. Eigentlich ist nun alles gesagt zum Sound auf diesem Album. Auch im zweiten Teil mit „Thanatos“, „Innocence“ und „Eudaimona“ nur in Nuancen etwas.
„Théogonie“ ist ein düsteres Funeral Doom Album. Mit nur geringer musikalischer Variationsbreite. Das gefällt sicherlich nicht jedem Rock- bzw. Metal Fan. Aber wer genau hinhört, entdeckt immer wieder einige Feinheiten, die die Songs ein klein wenig unterscheidbar machen. Gesanglich beschränkte sich das Duo auf die ätherischen Gesänge von Alice Ronzini. Während sich Johan Sebenne offensichtlich für den dunklen, düsteren Sound zuständig zeigt.
Aetere – Cilice: https://youtu.be/I2wXEOac2rs?si=RP1TRve6wCJQixNB
Lineup:
Alice Ronzini – Guitar, Bass, Vocals
Johan Sebenne – Synths, Bass, Programmierung
Label: Octopus Rising
VÖ: 05. Juni 2026
Spieldauer: 45:19
Titelliste:
- Ténébrisme
- Galea
- Cilice
- Thanatos
- Innocence
- Eudaimona
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