Shadowborne – Heaven’s Falling

Bewertung: 7,5/10

Inspiriert von epischen Dark-Fantasy-Geschichten erschafft Shadowborne eine brandneue Power-Metal-Saga, die von Kämpfen, Loyalität, Verrat und Schicksal geprägt ist.

Das Ganze geht dann so weit, dass sich die Musiker auch mehr oder weniger phantasievolle Künstlernamen zugelegt, und die Instrumentalisten Kriegsbemalungen im Gesicht haben. Wenn man jedoch mehr über die Band erfahren will, dann sucht man leider vergeblich. Ok, die Musiker stammen aus Schweden und sind brandneu in der Power Metal-Szene. Auf der Facebook-Seite der Band datiert der älteste der wenigen Beiträge auf den 27. Januar. Und außer einigen Bildern, kann man auch nicht mehr finden. Auch die Promo-E-Mail ist wenig ergiebig. Das im Juni erscheinen Debüt-Album „Heaven’s Falling“ wurde produziert von Kristoffer Göbel (Six Foot Six) und gemischt sowie gemastert von Christoffer Borg bei Far Beyond Productions. Das Cover-Artwork stammt von Alle Conti (Twilight Force, Trick Or Treat). Als Referenzen werden Bands wie Iron Maiden, Beast in Black, Battle Beast, Brothers Of Metal und All For Metal genannt. Das war’s.

Das orchestrale Intro trägt den Namen „Winter Is Coming (Heims Advenit)“, ist sehr melodisch und wird durch epische Chorusse aufgelockert. So richtig geht es jedoch erst bei „High And Low“, mit einem Gitarren-Fade-In. Die Riffs werden nicht übertrieben und der Gesang von Eira Shadowborne ist gefällig anzuhören. Ja, Vorbilder wie Beast in Black oder auch Battle Beast sind deutlich, wenn auch noch ein wenig poppiger als bei den genannten Bands, vom Gitarren-Solo einmal abgesehen. Auch bei „Wolf And The Queen“ ist eine deutliche Pop-Rock-Schlagseite zu hören. Auch wenn hin und wieder eine etwas harschere männliche Gesangsstimme eingebaut wurde. Erneut gibt es ein Gitarren-Solo. Das gehört einfach dazu. „Custodians“ wird durch schnelles Schlagzeugspiel bestimmt und rockt richtig los. Der Gesang erinnert nun auch ein wenig an die frühere Battle Beast Sängerin Noora Louhimo. Vereinzelt sind „hu-ha“- und „hey“-Gesänge zu hören. Auch „Hold The Door“ klingt dank der Riffs etwas härter. Diese werden jedoch durch Synthies und Keys aufgeweicht. Beim Gesang ist es dann zunächst mit der Härte vorbei. „Heaven’s Falling (Dragons‘ Hymn)“ ist tatsächlich, was der Song-Titel verspricht, eine melodische Hard Rock / Metal Hymne. Synthies leiten „Stranger To Myself“ ein, bevor auch hier symphonischer Bombast einsetzt. Mit „The Wall“ folgt dann gleich der nächste Spaß-Rock-Song. Tja, und wer vermutet, dass bei „Raven“ das Krächzen von Raben zu hören ist, der vermutet richtig. Ansonsten ändert sich nicht viel, eingängiger melodischer Metal, mit gelegentlicher Tempoverschärfung von Schlagzeug und Gitarre. Ganz zum Schluss bietet die Power-Ballade „End Of The World“ etwas musikalische Abwechslung.

Bis auf Iron Maiden kann man eigentlich alle genannten Bands wiedererkennen. Musik wie die auf „Heaven’s Falling“ haben diese Bands bereits dutzendweise abgeliefert. Es gibt kaum neue Impulse zu hören. Neben vielen eingängigen Melodien und durchaus guten Gitarren-Soli ist es wohl vor allem der Gesang von Eira, mit dem Shadowborne punkten können. Auf für ein richtig gutes Album ist das einfach zu wenig. Da gibt es noch jede Menge Entwicklungs-Potential.

Shadowborne – High And Low: https://youtu.be/I7G4N-pOtdU?si=JuOOmg_3rrPSXr95

Lineup:

Eira Shadowborne – Lead Vocals, Backing Vocals
The Warden – Guitar, Keyboards, Backing Vocals
The Oathbearer – Lead Guitar
The Keeper – Bass
The Warbringer – Drums

Label: Scarlet Records

VÖ: 19. Juni 2026

Spieldauer: 35:01

Titelliste:

  • Winter Is Coming (Heims Advenit)
  • High And Low
  • Wolf And The Queen (On Wings of Love)
  • Custodians
  • Hold The Door
  • Heaven’s Falling (Dragons‘ Hymn)
  • Stranger To Myself
  • The Wall
  • Raven
  • End Of The World

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