StormbounD – December

767890Bewertung
Album (40%): 8/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 8,4/10

StormbounD wurden 2018 in Tel-Aviv gegründet, von Bassist Pavel Kleiman and Gitarrist und Sänger Ofer Friedman. Das Lineup wurde schon bald vervollständigt. Alle Bandmitglieder sind erfahrene professionelle Musiker. Schon kurz danach begann das Songwriting. Mit ihren ersten Auftritten machte sich die Band einen Namen in der lokalen Metal Szene. Nach einigen Singles erschien im August das Album-Debüt „December“.

402407Genre-typisch startet der Opener „Desert’s Roar“ mit einem orchestralen Intro, das auch als cineastischer Soundtrack durchgehen könnte. Aber schon nach kurzer Zeit setzen die Gitarrenriffs mit voller Wucht ein, unterlegt von einem symphonischen Klangteppich. Der Gesang von Yael Horwitz ist vielseitig und wird hervorragend ergänzt durch die Stimme von Ofer Friedman. Selbstverständlich startet auch „Altar Of Innocence“ mit symphonischem Intro. Hier sind zusätzlich gesprochene Worte zu hören. Harte und düstere Gitarrenriffs dominieren in diesem Song. Angenehm klingt das dunkle Timbre von Yael. Ihr Partner Ofer steuert einige Growls bei. „Sacred Lies“ wirkt dann zunächst recht thrashig. Schnelle Gitarrenriffs. Voranpeitschendes Schlagzeug. Auch hier gibt es wieder harsche Growls, passend zum Thrash-Gerüst in hoher Geschwindigkeit. Yael zeigt, dass sie auch fiese Metal-Screams beherrscht. Abgerundet wird das Ganze durch ein starkes Gitarrensolo. „Away From Here“ bietet mit seiner ruhigen Piano-Einleitung einen starken Kontrast zu der ungestümen Power davor. Ein wunderschönes Duett der beiden Sänger. Und wenn man schon glaubt, man befindet sich mitten in einer Ballade, zieht das Tempo unvermittelt an. Diese Tempo- und Rhythmuswechsel ziehen sich bis zum Ende durch. Der Titelsong „December“ ist zehneinhalbminütiges Epos, mit orchestralem Einstieg. Eingängige Melodien mit weiblichen Gesang dominieren. Zumindest in der ersten Hälfte. Etwa ab der Mitte gibt es einen progressiven, thrashlastigen Einschlag, auch hier wieder mit bösartigen Gegrowle, aber auch mit teils kräftigem, teils zuckersüßem, teilweise nur gehauchtem weiblichem Gesang. Mit „Shadows“ folgt sie dann aber, die echte Ballade. Hier zeigt die Sängerin eine ihrer besten Leistungen. Wer glaubt, es gibt keine Überraschungen mehr auf dem Album, der irrt. „Flying High“ bietet einen Wechsel aus symphonischem Metal, keltischen Klängen bis hin zu Power Metal. Trotz des orientalisch anmutenden Intro gehört „Fragments“ zum Härtesten und Düstersten, dass dieses Album anzubieten hat. Der Höhepunkt ist das filigrane Gitarrensolo. Mit etwas mehr als neun Minuten ist „Child’s Play“ das zweitlängste Stück. Dadurch ist genug Platz für ausgiebige Instrumental-Passagen und diverse Soli. Ein letztes Mal ist ein Duett von Yael und Ofer zu hören. Die beiden zeigen, wie perfekt sie gesanglich miteinander harmonieren. Und stellen die Wandelbarkeit ihrer Stimmen unter Beweis.

Schon wieder ein Symphonic Metal Album mag so mancher sagen. Aber StormbounD sind zwar eine typische Genre-Band, aber sie sprengen auch die Genre-Grenzen. „December“ gehört für mich zu den besseren Symphonic Metal Alben der letzten Jahre. Vor allem, weil der Bombast nicht überstrapaziert wird, sondern stets mit vielen anderen musikalischen Elementen gekonnt kombiniert wird. Ob Thrash, Progressive oder Folk. Man kann viele Einflüsse hören. Und genau diese Mischung macht das Album empfehlenswert.

StormbounD – Flying High (Official Video): https://youtu.be/_CDnqU1icT4

Lineup:

Yael Horwitz – Vocals
Ofer Friedman – Guitar & Vocals
Shani Friedman – Guitar
Rotem Sadia – Keyboard
Pavel Kleiman – Bass
Yuval Partush – Drums

Label: Selbstrelease

VÖ: 05. August 2022

Spieldauer: 56:16

Titelliste:

  • Desert’s Roar
  • Altar Of Innocence
  • Sacred Lies
  • Away From Here
  • December
  • Shadows
  • Flying High
  • Fragments
  • Child’s Play

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