Kerion – Cloudriders: Age Of Cyborgs

196140Bewertung
Album (40%): 7/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 7/10
ø: 7,2/10

Vor sieben Jahren gab es das bis dato letzte Lebenszeichen der französischen Symphonic Metal Band Kerion („CloudRiders Part 2: Technowars“). Danach wurde es ruhig. Jetzt, zum Trio geschrumpft, melden sich die Musiker zurück. Im Gepäck habe sie eine neue der Geschichte der Cloudriders „Age Of Cyborgs“. Für die Produktion des Albums musste sich die Band offensichtlich Gast- und Session-Musiker einladen. Erwähnt werden jedoch nur weitere Sänger. Aber ich denke, auch an den Instrumenten mussten Kerion für Verstärkung sorgen. Gemischt und gemastert wurde das Album von Damien Rainaud (Dragonforce, Fairyland, Fear Factory). Das Artwork stammt aus der Feder von GENZOMAN (bekannt durch sein Engagement bei World of Warcraft und Marvel).

233843Das Intro „Riders Theme (Age of Cyborgs)“ wird dominiert von Streichern, Chorussen aber auch von Industrial-Klängen. Und man hört es ganz deutlich, dies ist ein Konzept-Album, auf dem eine Geschichte erzählt wird, eine kämpferische Geschichte. Und da das Erzählen allein über die Songs nicht ausreicht, werden viele erklärenden Texte gesprochen. Aber es gibt natürlich auch Musik. „Nova Prime“ startet mit hektisch klingenden Synthies, bevor sich die gesamte Symphonic Metal Power entfaltet. Dazu der Wechsel zwischen weiblichem und männlichem Klargesang. Und die Synthies bleiben omnipräsent. Aber dann folgen schon die nächsten gesprochenen Worte. Mit sehr viel Pathos. „Red Squad“ ist offensichtlich eine (para)-militärische Truppe. Etwas weniger Synthies, zumindest zu Beginn, dafür mehr Schlagzeug-Power und etwas härterer weiblicher Rock-Gesang. Natürlich immer wieder unterlegt von epischen Chorussen. Und die Dominanz der Industrial Synthies setzt sich auch bei „One Way Love“ fort. Dank einiger Flöten-Passagen kommt bei dieser Ballade zeitweise etwas Folk-Atmosphäre auf. Zwischenzeitlich wird der Song zum Midtempo-Rocker. „Nowhereland“ liefert ein Kontrast-Programm mit Synthies, harten Riffs und dann wieder Tröten. Motoren-Geräusche hört man dann bei „Final Race“, bevor es auch hier nach Schema F weitergeht. Auch die Sphärenklänge zu Beginn „Virtual Rhapsody“ liefern zunächst kaum Abwechslung. Die wunderschöne Gitarren-Melodie werte den Song dann zwar etwas auf. Aber alles in Allem bleibt die Band hier ebenfalls hinter den Erwartungen zurück. „Global Annihilation“ ist der Versuch, ein monumentales Epos auf das Album zu bringen. Mit mehr als Zehn Minuten Spielzeit ist das der mit Abstand längste Track. Melodie- und Rhythmus-Wechsel sowie mehrere verschiedene Sänger und erneut epische Chorusse sorgen für eine progressive Schlagseite. Gegen Ende kommt es dann zur Katastrophe, ein Atom-Bombe-Inferno beendet offensichtlich die Kampfhandlungen zwischen Cyborgs und Menschen. Entsprechend melancholisch klingt zum Schluss das „Electric Requiem“. Das dieser balladeske Song für mich der beste Song des Albums ist, sagt doch so einiges.

Für mich war „CloudRiders Part 1: Road to Skycity“ ein überragendes und „CloudRiders, Part 2: Technowars“ ein sehr gutes Album. Auch das 2010er Werk „The Origins“ hat mir sehr gut gefallen. Entsprechend groß war meine Erwartungshaltung. Aber „Cloudriders: Age Of Cyborgs“ konnte diese bei weitem nicht erfüllen.  Offensichtlich hat sich die Geschichte der CloudRiders abgenutzt. Und bei drei Konzeptalben in Folge kann der Spannungsbogen nicht mehr gehalten werden. Ist wie bei vielen Kino-Filmen. Ein sehr guter erster Teil. Das Sequel ist schon schwächer. Und alle nachfolgenden Teile nur noch lauwarm. Vielleicht sollten Flora Spinelli und ihre Jungs jetzt das Thema wechseln. Und ein Album ohne beherrschende Story veröffentlichen. 

Kerion – Final Race (Single Version) Feat. Vitor Veiga (Aquaria) (Official Lyric Video): https://youtu.be/Gx7rYlp4-6s

Lineup:

Flora Spinelli – Vocals
Remi Carrayrou – Lead-, Rhythm-Guitars
Stephane Papasergio – Bass

Additional vocals by Elisa C. Martin (Dark Moor, Fairyland), Raphael Dantas (Ego Absence), Vitor Veiga (Aquaria)
Choirs by Phil Giordana (Fairyland)

Label: Beyond The Storm Productions

VÖ: 03. Juni 2022

Spieldauer: 55:43

Titelliste:

  • Riders Theme (Age of Cyborgs)
  • Nova Prime
  • The Mission
  • Red Squad
  • One Way Love
  • The Desert
  • Nowhereland
  • Final Race
  • Virtual Rhapsody
  • Alert
  • Cyborg Hunt
  • Before the Storm
  • Global Annihilation
  • Electric Requiem

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