Vandor – On A Moonlit Night

302678 Bewertung
Album (40%): 7/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 7,6/10

Der Pressetext spricht von der “aufstrebenden Power-Metal-Sensation aus Schweden”. Gegründet wurde die Band 2015 in Göteborg. Nach einigen Singles erschien 2019 das Debüt-Album “In The Land Of Vandor”, in Eigenregie. Inzwischen konnten die Musiker einen Plattenvertrag mit Scarlet Records an Land ziehen. Unter dieser Flagge wurde nun das Nachfolgewerk “On A Moonlit Night” veröffentlicht. Das Lineup scheint stabil, mit Ausnahme der Position am Schlagzeug. Laut Encyclopaedia Metallum haben alle drei bisherigen Schlagzeuger inzwischen die Band verlassen. Zwei davon haben zumindest geholfen das Album einzuspielen.

105059Donnergrollen, Harfenspiel. Das Intor “…Darkness Looms” gehört sicherlich zu der Sorte “verzichtbar”. Und ist zum Glück auch nur eine halbe Minute kurz. Mit Harfenklängen startet dann auch “Mountains Of Avagale”. Aber kurz darauf entschädigen der pumpende Bass und das schnelle Drumming. Allerdings klingt der Gesang von Vide Bjerde etwas dünn. Er hat Schwierigkeiten, sich gegenüber den tiefen Tönen zu behaupten. Diese machen dem Genre Power Metal wirklich alle Ehre. Auch die Riffs gehen da ein wenig unter. Im Mittelteil wird es etwas ruhiger. Bevor ein grandioses Gitarrensolo erklingt. “River Of Life” schwingt sich auf in Speed Metal Gefilde, mit massiven Double Bass Attacken. Synthies sind zu hören, obwohl sich kein etatmäßiger Keyboarder in den Reihen der Schweden befindet. Aber auch hier ist der Gesang der Schwachpunkt. Die Metal Screams klingen etwas zu schrill, es fehlt an Power und Durchsetzungskraft in der Stimme. “Endless Sea” klingt dann wie klassischer 90er Jahre Metal. Auch hier sind immer wieder die Synthies zu hören. Der Gesang klingt hier angenehmer, weniger gequält. Interessant, dass mich der Background Gesang von Jack L. Stroem wesentlich mehr beeindrucken kann. Bei der wunderschönen Ballade “Future To Behold” kann Vide Bjerde gesanglich komplett überzeugen. Hier befindet er sich in seiner Wohlfühlzone. Aber ein Power Metal Album besteht nun mal nicht nur aus Balladen. Bei “Fate Of Eltoria” wollen die Schweden offensichtlich Dragonforce Konkurrenz machen. Ein Hochgeschwindigkeits Parforce Ritt. Der Höhepunkt des Albums ist jedoch das achtzehnminütige Epos “The Sword To End All Wars”. Eine Metal-Hymne zum Niederknien. Dank der vielen ruhigeren Parts klingt auch der Gesang wesentlich angenehmer. Herausragend das harmonische Zusammenspiel der Gitarren. Der balladeske Titelsong “On A Moonlit Night” ist, abgesehen von Intro, der kürzeste Song des Albums. Der Sänger wird von akustischen Gitarren begleitet. Man hört die Holzscheite eines Lagerfeuers knacken. Neben dem Monumentalsong zuvor, das Beste was man hier hören kann. Damit ist der offizielle Teil beendet. Was folgt ist der Bonus-Song “Enter Twilight”. Hier lassen es Vandor noch einmal richtig krachen.

Das Album “On A Moonlit Night” lässt den geneigten Hörer mit gemischten Gefühlen zurück. Rein musikalisch sind die Songs hervorragend. Leider muss man beim Gesang doch so einige Abstriche machen. So wird aus einem sehr gutem Album unterm Strich nur ein gutes. Schade. Ein Wort noch zum Album Cover. Ich finde, das stellt eine sehr gute Umsetzung des Album Titels dar, ein Segelschiff in einer mondhellen Nacht.

VANDOR – Fate of Eltoria (Official Video): https://youtu.be/32qWRvIViws

Lineup:

Vide Bjerde – Lead Vocals, Guitar
Jack L. Stroem – Guitar, Backing Vocals
Alve Bjerde – Bass
Lova Krysell/Robin Risander – Drums

Label: Scarlet Records

VÖ: 16. Juli 2021

Spieldauer: 55:20

Titelliste:

  • …Darkness Looms
  • Mountains of Avagale
  • River of Life
  • Endless Sea
  • Future to Behold
  • Fate of Eltoria
  • The Sword to End All Wars
  • On a Moonlit Night
  • Enter Twilight (Bonus Track)

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