Rebirth – Storm

StormBewertung
Album (40%): 8/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 8/10

Rebirth sind zurück. Die Symphonic Metal Band aus der norditalienischen Metropole Mailand haben im Mai eine neue EP veröffentlicht. Fünfzehn Jahre nach der letzten EP “Frozen Moments”. Inzwischen ist viel passiert, zumindest im Lineup. Vornehmlich am Mikrophon. Auf Encyclopaedia Metallum findet man als aktuellen Band-Status “Unknown”. Die Informationen zur Band enden  irgendwann in 2015/2016. Gesichert ist lediglich, dass die Band 1998 von Schulfreunden gegründet worden. In der Anfangszeit spielten Rebirth Gothic Metal mit klassischen und Mittelalter-Einflüssen. Mit der klassischen Rollenverteilung “Die Schöne und das Biest”. Zumindest mit letzterem ist offensichtlich vorbei. Seit einigen Jahren hat Martina Russo mit ihrem lyrischen Sopran die alleinige Position am Mikrophon übernommen.

RebirthKurze nach den ersten Piano- und Streicherklängen von “Enter The Storm”, kann man die Stimme der neuen Sängerin genießen. Sicherlich, ihre Stimmlage ist der Sopran, aber man vernimmt nicht den üblichen Operngesang. Ansatzweise werde ich an Helena Iren Michaelson (Imperia) erinnert. Aber Rebirth spielen hier härter. Die Riffs knallen nur so aus Boxen. Auch wenn diese im Gegensatz zu früher nur noch von einem Gitarristen stammen. “Devotion” ist ein wenig ruhiger, obwohl auch hier das Schlagzeug für viel Schalldruck sorgt. Dazu dezente, songdienliche (Synthi-) Orchestrierung. Auch bei “Blessing In Disguise” halten sich die Italiener zurück. Eine wunderschöne Ballade. Die Sängerin kann hier ihr Können eindrucksvoll unter Beweis stellen. Auch “Sinners” ist mehr im Midtempo-Bereich angesiedelt. Gegen Ende ist ein Klasse-Gitarren-Solo zu hören. Beim Rausschmeißer “Lost” nehmen die Musiker noch einmal Fahrt auf. Mir gefällt vor allem das Vibrato in Martinas Stimme sehr. Etwas ähnliches habe ich bisher von einer anderen italienischen Sängerin gehört. Anna Holtz (Desdæmona), allerdings noch stärker ausgeprägt.

“Storm” ist ein mehr als nur gelungenes Comeback. Ich gestehe, ich kenne das Frühwerk der Band leider nicht. So konnte ich mir die EP unvoreingenommen anhören. Es ist äußerst positiv, dass Rebirth das Wechselspiel aus zuckersüßem Frauen-Gesang und bitterbösen Growls hinter sich gelassen haben. Dies wurde in den letzten Jahren von vielen Bands häufig überstrapaziert. Auch die Orchestrierungen ufern auf der EP nicht aus. Das macht Lust auf mehr. Wie wäre es denn mit einem Album in voller epischer Länge?

Rebirth – Devotion (Official Lyric Video): https://youtu.be/Tetlcx9-yL8

Lineup:

Fabio Granata – Keyboards
Davide Moro – Guitars
Giorgio Mitscheunig – Bass Guitar
Pierpaolo Canato – Drums
Martina Russo – Vocals

Label: Eigenveröffentlichung

VÖ: 07. Mai 2021

Spieldauer: 19:16

Titelliste:

  • Enter The Storm
  • Devotion
  • Blessing In Disguise
  • Sinners
  • Lost

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Ein Gedanke zu “Rebirth – Storm

  1. Pingback: Wir wollten keine Kompromisse eingehen – Interview mit Rebirth | Keep on Rockin'

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