Black Hawk – Destination Hell

Bewertung
Album (40%): 7,5/10
Cover-Art (20%): 9/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 8/10

bhdhVon der Provinz in die Metropole, so könnte man die fast vierzigjährige Bandgeschichte von Black Hawk umschreiben. Gegründet im Jahre 1981 vor den Toren Hamburgs (in Mölln) haben die Musiker nun in Hamburg ihr Domizil. Von den Gründungsmitgliedern ist inzwischen niemand mehr bei Black Hawk aktiv. Die erste Schaffensphase endete 1997. (Quelle: Encyclopaedia Metallum) In diesem Zeitraum wurden lediglich eine EP und ein Demo veröffentlicht. Erst nach der Reunion im Jahre 2001 machten sich die Musiker auf, um abendfüllende Studio-Alben zu produzieren. Im Frühjahr 2020 erschien der siebte Langdreher. Wegen Corona wäre das fast an mir vorbeigegangen. Jetzt habe ich aber den Nachfolger von “The End Of The World” doch noch einmal ausgegraben und auf meinen “Seziertisch” gelegt.

82879867_10156782524361516_8775617998279933952_oVom ersten Ton an ist zu hören, dass die Hamburger Teutonen-Metal pur spielen. Sänger Udo Bethke hat eine Stimme mit hohen Wiedererkennungswert. Er schreckt auch vor hohen Metal Screams nicht zurück. Dazu werden ständig Riffs abgefeuert, Das Riff-Gewitter bleibt jedoch aus, da die Produktion doch nicht so druckvoll, wie ich es eigentlich von dem Quartett gewohnt bin. Und dieser Eindruck setzt sich dann auch beim Titelsong “Destination Hell” fort. Gitarrist Wolfgang Tewes haut dann aber immer wieder großartige Soli raus. Diese versöhnen dann wieder etwas. Nach dem vielen Hochgeschwindigkeits-Metal geht es bei der Metal-Hymne “Time” zumeist etwas ruhiger zu. “Voices From The Dark” ist dafür schon fast Speed Metal. Nach der Metal Hymne “The Eye Of The Beast” und dem geradlinigen Rocker “Speed Ride” knüpfen Black Hawk an ihre Tradition an, gefühlvolle Balladen auf ihre Alben zu bringen. “Bleeding Heart” macht da keine Ausnahme und ist an absolutes Highlight für mich. Hier kann man den Sänger sogar im Duett mit seiner Ehefrau Conny hören. Mit zwei weiteren Rockkrachern (“Under Horizon”, “Masters of Metal”) klingt das Album dann aus.

Sicherlich setzen Black Hawk keine neuen Akzente. Sie machen das, was sie am besten können. Handgemachten, schnörkellosen Heavy Metal. Und das machen sie recht gut. Das abwechslungsreiche Songwriting von “Destination Hell” bietet eine gute Grundlage für spätere schweißtreibende Live-Auftritte, wenn diese wieder möglich. Wie so oft sind die Hymnen und auch die Ballade meine Favoriten. Das Album bietet einiges an Hörspaß. Wobei ich mir durchaus eine noch fettere Produktion wünschen würde.

Black Hawk – Time – Official Lyricvideo 2020: https://youtu.be/1AtQdIpsBpM

Lineup:

Wolfgang Tewes – Guitars
Udo Bethke – Vocals
Michael „Zottel“ Wiekenberg – Bass
Matthias Meßfeldt – Drums

Label: Pure Steel Records

VÖ: 13. März 2020

Spieldauer: 46:02

Titelliste:

  • Hate
  • Destination Hell
  • Smoking Guns
  • Time
  • Voices From The Dark
  • The Eye Of The Beast
  • Speed Ride
  • Bleeding Heart
  • Under Horizon
  • Masters of Metal

 

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