Metal Queen’s Burning Night Festival 2018 5th edition

Ort: Salone Polivalente – Strambino (Turin, Italien)
Datum: 25. – 27. Mai 2018

32402356_1662626150440283_5161840804712415232_nIns Leben gerufen wurde das Festival von den beiden Masterminds der italienischen Band Wolfsinger, Raffaella Santini und Haron Zorzi. In diesem Jahr fand es nun zum fünften Mal statt. Inzwischen wurde auch ein gemeinnütziger Verein gegründet, der die Veranstaltung organisiert, die Associazione Metal Queen. Die Idee war, kleineren italienischen Female Fronted Metal Live-Auftritte zu ermöglichen. In diesem Jahr konnten auch Bands aus anderen südeuropäischen Staaten (Spanien, Malta) ihr Können zeigen. Grund genug für mich, mich auf die Reise ins Piemont zu begeben. Ein Markenzeichen des Festivals ist der freie Eintritt für die Fans. Damit das auch weiterhin so bleibt, haben die Veranstalter eine Crowdfunding Kampagne gestartet. Die Bilder vom Wochenende kann man auf Flickr sehen.

Freitag

Mit etwa einer Stunde Verspätung eröffneten die Turiner Dayslived das Festival. Die Band um Frontfrau Monik Fennelles spielte melodischen Heavy Rock. Wunderschön die Ballade “My Angel Said”.

Setlist Dayslived:

  • Touching The Clouds
  • Their Violent Game
  • Sacrifice
  • Triora
  • My Angel Said
  • Eternal Darkness
  • Instead Of Me

Auch die Spanier von Left4Ever haben ein Faible für melodischen Hardrock bzw. Metal. Sängerin Luna Nou hat eine äußerst ausdrucksstarke Stimme. Für die Musiker war es der krönende Abschluss einer Tour, mit der die aktuelle EP “Miedo” promotet wurde.

Setlist Left4Ever:

  • Inmersión
  • Reflejo
  • Ardid
  • Secesión
  • Arde
  • Miedo
  • Exilio
  • Cristales
  • Ingravidez

Die italienische Symphonic Metal Band Elegy of Madness wartete mit einer Besonderheit auf. Passend zum musikalischen Stil setzen die Musiker ein e-Cello ein, gespielt von Luca Basile. Sängerin Anja Irullo konnte mich ihrer betörenden, glasklaren Sopran-Stimme begeistern. Alle Songs, die die Band an diesem Abend spielte, stammten vom aktuellen Album “New Era”. Das war ein hervorragender Auftritt.

Setlist Elegy of Madness:

  • Apokalypsis
  • Endless
  • Answer
  • Lunacy
  • New Era
  • Illuminated
  • Nobody Cares
  • Divine Obsession
  • Day Zero

Zum Ende des ersten Festivaltags zerlegten Energiebündel Raffaella Santini und ihr Wolfsrudel die Bühne des Salone Polivalente fachgerecht. Die Veranstalter Wolfsinger konnte ich bereits beim Voices of the Succubi Festival im September letzten Jahres live erleben. Die Band hatte eine ganz besondere Show angekündigt. Und sie hat ihr Wort gehalten. Es gab diverse Gastauftritte. Bei den beiden Dio-Covern “Holy Diver” und “Rainbow In The Dark” stand die Terebra-Sängerin Myriam Raska mit auf der Bühne. Es folgten zwei Black Sabbath Klassiker mit Gast-Sängerin Paola Goitre (Fil di Ferro). Schließlich saß dann Clarissa Giordani (Maidens & The Beast) hinter der Schießbude. Und was lag da näher als die Adaption eines Songs von Iron Maiden – “Flight Of Icarus”. Das war Frauen-Power pur!

Setlist Wolfsinger:

  • The Pyre Of Lust
  • Queen Of The Dragons
  • Jump On The Head
  • Werewolves
  • Buried Alive
  • Holy Diver
  • Rainbow In The Dark
  • Bark At The Moon
  • Children Of The Sea
  • Flight Of Icarus
  • The Hypnotist
  • Wolfsinger’s Law

Samstag

Auch der Samstag startet später, mit einer Mischung aus Hard Rock und melodischem Metal. Die Road Skills Frontfrau Sophia Cazzato hat eine kraftvolle Rockstimme. Musikalisch gab es zwar keine Überraschungen, aber die Musiker boten eine mehr als solide Vorstellung. Das war Rock-Musik, die Spaß macht.

Setlist Road Skills:

  • Tell Me Witch
  • Look Like A Beast
  • 4th November
  • Devil Makes Details
  • That’s Not Alice
  • Why Don’t You Answer?
  • Solitary Wolf
  • Hard To Understand.

Power Metal vom feinsten, den spielten Blind Saviour von der Sonneninsel Malta. Die Band um ex- Weeping Silence Sängerin Rachel Grech hat vor einem Jahr das Debüt Album “The Master Plan” veröffentlicht. Neben Songs vom Debüt spielte die Band auch schon ein neues Stück. “Gates Of Lhurion” kann man auf dem Nachfolger hören, an dem die Musiker zurzeit arbeiten. Das Maiden Cover “The Evil And The Men Do” war das i-Tüpfelchen in der Setlist.

Setlist Blind Saviour:

  • Reign Of The Robot Clans
  • Brink Of Destruction
  • Gates Of Lhurion
  • The Evil And The Men Do
  • Dawn Of Victory
  • Freedom Call
  • Outro

Auch Psideralica von der Ferieninsel Mallorca konnte ich schon auf dem VOTS live erleben. Diesmal stand die Band aber komplett auf der Bühne. Der Metal-Sound der Spanier wird angereichert mit Techno und Dance Zitaten. Da war der Einfluss der Clubszene der Insel zu hören. Auch Psideralica coverten einen großen Rock-Klassiker – “Poison” von Alice Cooper.

Setlist Psideralica:

  • This Is My Life X
  • ReEvolution
  • In A While
  • Poison
  • Toxic Skin
  • Trinitite
  • Omen
  • Get Out Of My Life
  • My Toy
  • Disturbing Dreams

Oh mein Gott, was war das für eine Show. Deathless Legacy spielen eigenen Angaben zufolge Horror Metal und die zum Teil verstörende Performance passte dazu wie die Faust aufs Auge. Hier kamen Erinnerungen an Alice Cooper, King Diamond, MartYrium oder auch Theatres des Vampires auf. Auch musikalisch konnte man die genannten Bands heraushören. Das war ein äußerst beeindruckender Auftritt.

Setlist Deathless Legacy:

  • Rituals Of Black Magic
  • Vigor Mortis
  • Bloodbath
  • Ars Goetia
  • Haruspex
  • Litch
  • Dominus Inferi
  • Bow To The Porcellain Altar

Sonntag

Zum Auftakt des dritten Tages gab es eine große musikalische Überraschung. Von Elisa Over and the Leaves waren ruhigere besinnliche Töne zu hören. Mit ihrem Akustik-Set präsentierte das Quartett wunderschöne Folk Musik. Ein solches Kontrastprogramm kann man nur auf einem Metal Festival hören. Augen zu und genießen.

Setlist Elisa Over and the Leaves:

  • Naughty
  • Pages For Fools
  • Ballad Of Shadows
  • My Kingdom
  • Solitary Fields
  • Crazy Wind
  • The House Of The Rising Sun
  • Leaves On My Body
  • Woods
  • Ivy Raincoat
  • Black Nightmare
  • Angel

Da Dhune absagen mussten, sprangen Le Bastarde kurzfristig ein. Die Band wurde erst im vergangenen Jahr gegründet. Die drei jungen Mädels spielten ausschließlich Cover-Versionen aus Rock und Pop, von Depeche Mode über Soft Cell, Judas Priest bis hin zu Metallica. Die Nervosität war ihnen teilweise recht deutlich anzusehen. Noch etwas mehr Bühnenerfahrung und ein paar eigene Songs, dann sollte man auch künftig noch einiges von diesem Trio hören können.

Setlist Le Bastarde:

  • Psycho
  • Everybody’s Fool
  • Symphony Of Distruction
  • Personal Jesus
  • Enter Sandman
  • Enjoy The Silence
  • Breaking The Law
  • Teinted Love

Der Auftritt von Feronia war dann wesentlich routinierter. Musikalisch lässt sich die Band schwer einordnen. Die Musiker sprechen von Alternative Metal, eine Mischung aus Rock, Hard Rock mit Anleihen aus dem Grunge, das Ganze teilweise proggig verarbeitet. Und Gitarrist Fabio Rossin brillierte immer wieder mit seinen Gitarren-Soli.

Setlist Feronia:

  • Priestess Of The Ancient New
  • Atropos
  • Wounded Healer
  • Humanist
  • Free Flight
  • Thumbs Up!
  • A New Life

Noch schwieriger ist die Musik von Jadish zu beschreiben. Crossover trifft es wohl am besten. Thrash, Alternative, Grunge, … Aber trotz allem melodisch. Ein Teil der Song-Texte war in Deutsch. Aber selbst ich als Muttersprachler hatte Probleme, diese Texte zu verstehen. Der Auftritt von Jadish hinterließ bei mir durchaus gemischte Gefühle.

Setlist Jadish:

  • Alkohol
  • My Baby
  • Tears
  • Kinder
  • Life g.one
  • I can’t
  • Jetzt rede ich
  • Rote Blüten
  • 130 Miles
  • So Stupid
  • B.polar disorders

Das war ein Wochenende der Verspätungen. Alle Flugzeuge nach und von Turin starteten zu spät. Trotzdem haben die Anschlüsse funktioniert. Alle drei Festival-Abende starteten später. Aber all das konnte mir die gute Laune nicht verderben. Drei Abende mit großartigen Bands. Ich habe viele Freunde wieder getroffen, neue Freundschaften geschlossen. Das Festival wurde mit viel Liebe organisiert. Ein großer Dank an alle, die diese drei Abende möglich gemacht haben. Ich komme im nächsten Jahr gern wieder.

 

 

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