Hel’s Throne – Northwind Chronicles

Bewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 8,4/10

Die deutsche Symphonic Metal Band Hel’s Throne kenne ich seit 2021. In diesem Jahr erschien das Debüt-Album „Ravens Flight„. Kurz darauf stellte sich die Band meinen neugierigen Interview-Fragen. Seitdem gab es einige Umbesetzunge, insbesondere haben Hel’s Throne mit Juli Blue eine neue Sängerin. Anfang Mai wurde das zweite Studio-Album “ Northwind Chronicles“ veröffentlicht. Wie der Titel schon besagt, ist erneut die nordische Mythologie die Inspiration für die Songtexte.

Das Intro „Voices From The Wind“ ist etwas sperrig und gewöhnungsbedürftig, vor allem wegen des etwas harschen Sprechgesangs. Nach knapp anderthalb Minuten hat man es jedoch überstanden und das Album startet regulär mit „Ragnarok“. Und dieses startet mit viel Epik, aber auch mit bösen Growls von Gitarrist Christian Litzba. Später braten die Gitarren. Dann kann man den Gesang von Neuzugang Juli Blue hören. Sie singt mit angenehm dunklem Timbre. Zu Beginn von „Chains Of The Marsh“ hörte man rauen Gesang und später erneute Growls. Der Song ist kaum minder hart als der Opener. Gesanglich dominiert erneut Juli. Die Hymne „Last Ride Of The Valkyries“ startet wie eine akustische Ballade. Später sorgen die Gitarren und das Schlagzeug jedoch für eine amtliche Härte. Mit „Over The Seas“ folgt eine weitere Metal-Hymne, mit melodischen Gitarren-Part und antreibendem Schlagzeugspiel. Erneut ist das Wechselspiel aus weiblichen Klargesang und bösen männlichen Growls zu hören. Und wie in allen Songs gibt es ein starkes Gitarren-Solo. Am Anfang von „Beyond The Dark“ scheint die Gitarre förmlich zu singen. Auch später beeindrucken die Musiker mit schönen Melodien, die immer wieder von druckvollem Schlagzeug und harten Riffs untermalt werden. Gut, unter dem Song-Titel „Way Of The Warrior“ hätte ich mir ein hartes, rhythmus-gepeitschtes Stück vorgestellt. Stattdessen hören wir eine wunderschöne besinnliche Power-Ballade. Lediglich der vom Schlagzeug unterlegte Sprechgesang passt meines Erachtens nicht so ganz. Als nächstes begeben wir uns in das Totenreich „Helheim“, welches von der Göttin Hel, der Tochter von Loki (Gott des Schabernacks, der List, des Feuers und der Verwandlung) regiert wird. Streich und dumpfe Trommeln leiten den Song ein. Die Melodie später wirkt jedoch erstaunlich beschwingt. Juli singt dieses Mal in einem höheren Tonbereich, welchen sie auch sehr gut beherrscht. Die Growls sind dann dem Titel angemessen. Hart und rhytmisch klingt das Album dann mit „The Prophecy“ aus.

Ja, auf „Northwind Chronicles“ hört man immer noch symphonischen Metal. Allerdings härter als auf dem Album-Debüt. Das liegt vor allem auch daran, dass Juli Blues Stimme wesentlich rockiger ist als die von Rebekka Schulze. Da müssen natürlich auch ihre Mitstreiter einen höheren und härteren Gang einlegen. Mir gefällt das Zweitwerk dadurch noch besser. Interessant ist nun, wie sich die Band künftig weiterentwickelt. Hoffentlich müssen wir dieses Mal nicht auch wieder viereinhalb Jahre auf den Nachfolger warten.

Hel’s Throne – Voices from the wind: https://youtu.be/PnQIzZamPR4?si=becPJTI1rWw583Nr

Lineup:

Willy – Bass, Vocals (backing)
Andreas Ziegler – Drums
Jürgen Übermuth – Keyboards
Christian Litzba – Guitars (rhythm), Vocals (Growls)
Chrissy – Guitars
Juli Blue – Vocals

Label: Zoundr

VÖ: 01. Mai 2026

Spieldauer: 44:02

Titelliste:

  • Voices From The Wind
  • Ragnarok
  • Chains Of The Marsh
  • Last Ride Of The Valkyries
  • Over The Seas
  • Beyond The Dark
  • Way Of The Warrior
  • Helheim
  • The Prophecy
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