Bewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 9/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 8,6/10
In Kanada gibt es eine Vielzahl sehr guter Heavy Metal Bands. Hier kommt die nächste, die aus Surrey (British Columbia) stammende Band Iron Kingdom wurde 2011 gegründet. Davor waren die Musiker seit 2004 bereits als Twisted unterwegs. Die ehemaligen Twisted Mitglieder Chris Osterman (Gitarre, Gesang), Leighton Holmes (Bass) und Amanda Osterman (Schlagzeug, Gesang) hoben die Band aus der Taufe. Amanda hat Iron Kingdom im Jahr 2015 verlassen. Dafür stießen Gitarristin Megan Merrick (2019) und Schlagzeuger Max Friesen (2020) hinzu. Das Debüt „Curse Of The Voodoo Queen“ erschien noch im Gründungsjahr. Das im Juni erscheinende „Shadows and Dust“ ist bereits das sechste Studio-Album. Zwischendurch konnten sich die Fans noch über das Live-Album „Unleashed at the Kraken (Live in Seattle)“ (2014) freuen.
Iron Kingdom treten bereits zu Beginn von „Defenders“ das Gaspedal voll durch. Inhaltlich geht es um den Überfall auf die polnische Ostseestadt Gdansk sowie um eine Gruppe von Verteidigern. Dieses Szenario wird musikalisch sehr gut umgesetzt. Vor allem Sänger (und Gitarrist) drängt sich mit seiner hohen Metal-Stimme in den Vordergrund. Aber auch mit seinem Gitarren-Solo, im Zusammenspiel mit der zweiten Lead-Gitarristin Megan Merrick, vermag er zu beeindrucken. Und das Tempo bleibt hoch, auch bei „Eternal Emperor“. Beiten Gitarristen lassen ihre Finger über die Saiten flitzen. Schlagzeuger Max Friesen gibt das Tempo vor. Auch bei „Dreamless Sea“ werden die Musiker zunächst vom Schlagzeug angetrieben. Aber dann wird es klein wenig ruhiger und rhythmischer. So geht es dann auch bei „Deadhouse Gates“ weiter. Mit „Line Of Fire“ gibt es einen Ausflug in den High Speed Metal. Das Schlagzeug wummert fast thrash-artig und Megan und Chris versuchen sich ständig mit neuen Geschwindigkeits-Rekorden zu überbieten. „Blood And Steel“ startet mit Marschgeräuschen und ist wesentlich ruhiger. Chris Osterman wechselt zwischen hohen Screams und tieferen Gesangs-Passagen. Aber so bleibt es nicht. „Shadow Of Time“ liefert eine Tempoverschärfung mit antreibenden Gitarren und Schlagzeug. Und erneutem starken Twin-Gitarren-Soli. Mit „Dark Demands“ geht es zurück in den Hochgeschwindigkeits-Bereich. Erneut treibt die komplette Rhythmus-Abteilung den Sänger an. Aber Iron Kingdom beherrschen auch Metal-Hymnen, wie sie mit „Starlight“ zeigen. Der Schlusssong „Sacred Fire“ ist äußerst vielschichtig und episch. Gestartet wird mit akustischen Gitarren und akzentuiertem Schlagzeugspiel. Schon bald erfolgt abrupt der Wechsel von balladesk zu hymnisch. Damit erhöht sich auch das Tempo. Während des Refrains ist Chorgesang zu hören. Und immer wieder leichte Rhythmus und Tempo-Wechsel.
„Shadows and Dust“ ist ein mehr als hörenswertes Heavy Metal Album. Chris Osterman singt zumeist in einer höheren Stimmlage und wirft immer wieder entsprechende Metal Screams ein. Gemeinsam mit Megan Merrick liefert er sich so Gitarren-Duelle. Schlagzeuger Max Friesen und Bassist Leighton Holmes sorgen für den kraftvollen und rhythmischen Metal-Unterbau.
Iron Kingdom – Defenders: https://youtu.be/t3k7tW5-9Os?si=sbA7pIgWcZDoUsHo
Lineup:
Chris Osterman – Lead Guitar, Lead Vocals
Max Friesen – Drums
Megan Merrick – Lead Guitar
Leighton Holmes – Bass Guitar
Label: Self-Release (NA) / Steel Shark Records (EU)
VÖ: 06. Juni 2026
Spieldauer: 48:13
Titelliste:
- Defenders
- Eternal Emperor
- Dreamless Sea
- Deadhouse Gates
- Line Of Fire
- Blood And Steel
- Shadow Of Time
- Dark Demands
- Starlight
- Sacred Fire
Please donate my work with PayPal!
