Metal Queen’s Burning Night Festival 2019 6th edition

Ort: Il Peocio Circolo Ricreativo Culturale, Trofarello (Italien)
Datum: 24.-26. Mai 2019

Im Vorfeld der sechsten Ausgabe des Metal Queen’s Burning Night Festival hatten die Veranstalter einige Probleme mit dem Veranstaltungsort. Kurzfristig musste eine neue Location gefunden gefunden werden. So fand das Festival in der kleinen Gemeinde Trofarello, östlich von Turin, statt. Das Il Peocio ist ein kleiner Club im Keller unterhalb des zugehörigen Pubs. Die Bilder des Abends kann man auf Flickr sehen.

Freitag

Der erste Tag begann mit einer Stunde Verspätung. So startete die MadHouse Rockband aus Mailand gegen 22:00 Uhr in ihren Set. Zunächst als Cover Band gegründet, begannen die Musiker später eigene Songs zu schreiben. An diesem Abend machten die Musiker ihren “Zunamen” alle Ehre und rockten richtig los. Voller Stolz präsentierten sie ihr Debüt-Album “Madhouse Hotel”. Der Auftritt endete dann mit dem Neil Young Cover “Rockin’ In The Free World”. Die folgende Band kenne ich bereits seit einigen Jahren. Viper Soup Complex aus Malta spielen in ihrer ganz eigenen Prog Metal-Nische. Die typischen Riffs der Marke Opeth wurden gepaart mit viel Theatralik und einer beindruckenden Bühne-Performance von Sängerin AnneMarie Spiteri. Neben “Vertebra” vom Album “Red Fugue” stellte die Band vier neue Songs vor. Mit Nicoletta Rosselini bin ich schon seit vielen Jahren auf Facebook befreundet. So war die Freude groß, dass wir uns nun auch persönlichen getroffen haben. Mit ihrer Power Metal Band Kalidia hat sie kürzlich das zweite Studio-Album “The Frozen Throne” veröffentlicht. So stammten auch die meisten Songs des Abends von diesem. Aber auch vom Debüt “Lies’ Device” sowie der 2012er EP “Dance Of The Four Winds” standen Songs auf dem Programm. Bei “Black Sails” setzte sich die Sängerin passenderweise einen Seemanns-Dreispitz auf. Traditionell beendeten die Veranstalter Wolfsinger den ersten Abend. Dieses Jahr war die Show jedoch etwas kürzer. Das war eine Stunde Heavy Metal vom feinsten. Im Mittelpunkt stand natürlich wieder die kleine und äußerst stimmgewaltige Sängerin Raffaella. Bei zwei Songs wurde sie von Marta Pipitone von der italienischen Prog Rock Band Black Sun unterstützt.

Setlist MadHouse Rockband:

  • Ghosts
  • Butterfly
  • A New Spring
  • King Without A Crown
  • Walk This Road
  • Empty Inside
  • You Want More
  • Do You Believe
  • Got A Big Day Tomorrow
  • Every Breaking Wave
  • Change
  • Skulls And Bones
  • Rockin’ In The Free World

Setlist Viper Soup Complex:

  • The Warped Logic Of Dr Pain
  • Morse Code
  • Tetrahedron Paradise
  • Good Man
  • Vertebra


Setlist Kalidia:

  • Frozen Throne
  • To The Darkness I Belong
  • Reign Of Kalidia
  • Circe’s Spell
  • Orpheus
  • LIes’ Device
  • Black Sails
  • Midnight’s Chant
  • Black Magic

Setlist Wofsinger:

  • Werewolves
  • Queen Of The Dragons
  • Rollercoaster
  • The Pyre Of Lust
  • Buried Alive
  • Iron Horse
  • Jump On The Head
  • Breaking The Law
  • Run To The Hills

Samstag

Auch der zweite Tag startete nicht pünktlich. Self Disgrace spielten eine Mischung aus Death und Thrash Metal. Die zierliche Sängerin Dielle Green überraschte mit bösen tiefen Growls. Neben typischem Thrash-Geballere konnte man auch immer wieder hervorragende Gitarren-Soli zu hören. Auch technische Probleme konnten die Band nicht stoppen. Danach wurde es melodischer. Snei Ap rockten die Bühne. Dieser Alternative Metal klang sehr melodisch. Gründerin und Schlagzeugerin Sonia “Wild” Ghirelli zeigte das ihr Spitzname völlig berechtigt ist. Mit einer Urgewalt, die ich selten gesehen habe, saß sie hinter der Schießbude. Zwei EP’s, ein Album und mehrere Singles wurden bisher veröffentlicht. Von diesen gab es ein Best of zu hören. Fantasy Metal, so bezeichnen HOLY SHiRE ihre Musik. So erzählen sie in ihren Songtexten von Mythen, phantastischen Welten und Sagen-Gestalten. Das Ganze gießen sie in einen Symphonic-Power-Metal Sound. Das Wechsel-Spiel “Die Schöne und das Biest” wurde von den beiden Sängerinnen perfekt zelebriert. Und die Flötistin sorgte teilwiese für eine leicht Folk-Schlagseite. Sehr gut gefallen hat mir die Rock-Version des englischen Traditional “Greensleeves”. So wie der Abende startete wurde er auch beendet, mit Death Metal. Mechanical God Creation spielten den typischen, wenig melodischen Death, simples Riffing, Schlagzeug-Geballere und wütender Kreischgesang.

Setlist Self Disgrace:

  • Sinners Island
  • Forest Of Fear
  • The Name Of Lies
  • The Mansion
  • Throw It Out
  • Schizophrenia
  • Partner In Crime
  • War
  • Deliverance
  • In Chains
  • Violence/Tormentor

Setlist Snei Ap:

  • Monster Heel
  • Game Over
  • Feed My Rage
  • Shame
  • Lucifer
  • I love You When I’m Drunk
  • Barbie Rockstar
  • Obsexion
  • Bullet

Setlist HOLY SHiRE:

  • The Source
  • Tarots
  • Gift Of Death
  • The Gathering
  • The Legendary Shephers Of The Forest
  • Danse Macabre
  • Inferno
  • Princess Aries
  • Greensleeves
  • The Lake

Setlist Mechanical God Creation:

  • Illusion
  • Walking Dead
  • Shadows Falling
  • Till The Sun Is No Longer Black
  • Bow To Death
  • Terror In The Air
  • I Am The Godless Man
  • Ocean Of Time
  • Overlord

Sonntag

Am letzten Abend standen dann fünf Bands au der Bühne. Dalian’s Trap Sängerin Sophia stand im vergangenen Jahr mit ihrer Band Road Skills auf der Bühne. Der Hard Rock den die Band spielt ist hatte einen leicht punkigen Einschlag, mit melodischen Hooklines und kraftvollem Gesang. Noch mehr Punk Rock gab es dann von S-Naked zu hören, Vorbilder wie Misfits oder auch The Ramones waren herauszuhören. Und mit dem Ramones Cover “Blitzkrieg Bop” endete der halbstündige Auftritt. Eine pure Coverband folgte im Anschluss. Der SKUNK HEAD ist ein Wortspiel aus dem 1999er Song “The Skank Heads” und dem Bandnamen Skunk Anansie. Selbstverständlich wurde dieser Song auch gespielt. Leider habe ich “Hedonism (Just Because You Feel Good)” vermisst. Der Song stand zwar auf der Setlist, war allerdings durchgestrichen. Schade. Dann gab es ein Wiedersehen mit  “alten Bekannten”. Dayslived spielten bereits im letzten Jahr auf dem Festival. Die Musiker um Sängerin Monik haben kürzlich ihr erstes Studioalbum “Flectar” veröffentlicht, Sechs der elf Album-Titel wurden an diesem Abend gespielt. Italien ist ja bekannt für seinen melodischen Progressive Metal, Und Dayslived führen diese Tradition fort. Kleine Anekdote am Rande, Schlagzeuger Gaetano Pira hatte Prbleme mit dem Halt seiner In Ear Monitoring Plugs. Also hat er diese kurzerhand mit Klebestreifen befestigt. Bei einem Bandnamen wie Aliens’ Light denkt man unweigerlich an Space Rock. OK, Kleidung und Make Up waren zum Teil spacig. Aber die Mailänder spielten einen zumeist melodischen Metalcore mit diversen Industrial-Elementen. Sängerin Alexandra wechselte zwischen Growls und und Klargesang. Auch die bereits gelichteten Reihen vor der Bühne konnte den Musikern den Spaß nicht verderben.

Setlist Dalian’s Trap

  • Intro
  • After All, Never Give Up!
  • Helena
  • Famous Last Words
  • F***ng Ropes
  • Hollywood Whore
  • Fuck the Unbelievers
  • Dalian’s Trap

Setlist S-Naked:

  • Ramones
  • In Or Out
  • Go Looser
  • Sex Drug Punk
  • Last Caress
  • Guttalax
  • Smile Like A…
  • Caldo Infernale
  • Stay Clean
  • Rock Out
  • Rock’N’Roll Man
  • Blitzkrieg Bop

Setlist SKUNK HEAD:

  • Selling Jesus
  • The Skank Heads
  • Twisted
  • Because Of You
  • I Believed In You
  • I Can Dream
  • Tear The Place Up
  • She’s My Heroine

Setlist Dayslived:

  • Another Start
  • Along Your Miles
  • Triora
  • My Angel Said
  • Touching The Clouds
  • Their Violent Game

Setlist Aliens’ Light:

  • Black Vortex
  • Your Star
  • Eva
  • Coma
  • People Pie
  • Night
  • Off Signal
  • Gravitational System

Auch während der sechsten Auflage der Metal Queen’s Burning Night habe ich wieder interessante Bands kennengelernt, Freunde getroffen und neue Freundschaften geschlossen. Die Location war wesentlich kleiner als im letzten Jahr. Das sorgte aber auch für eine bessere Atmosphäre. Der Sound Engineer hat beim Abmischen der Bands einen guten Job gemacht. Das Licht war aber noch verbesserungswürdig. Die Umbaupausen zwischen den einzelnen Bands waren angenehm kurz. Bleibt lediglich ein Kritikpunkt, der verspätete Beginn an allen drei Tagen. Dadurch spielten die Headliner zu später Stunde leider vor wesentlich weniger Fans als die Bands davor.

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