69 Chambers – Machine

Bewertung: 8/10

69_chambers_machine_cover_3000Gegründet wurden 69 Chambers im Jahre 2009. Im selben Jahr erschien auch das Debüt-Album “War On The Inside”. Drei Jahre später veröffentlichten die Schweizer den Nachfolger “Torque”. Es folgte eine ausgedehnte Tour durch Europa deren Höhepunkte wohl die Auftritte beim Metal Female Voices Fest und dem Montreux Jazz Festival waren. Bei ersterem konnte ich die Band auch live erleben. Danach nahm sich die Band eine längere Auszeit. Während Sängerin und Bassistin Nina Vetterli-Treml als Autojournalistin arbeitete, reaktivierte Gitarrist Tommy Vetterli seine alte Band Coroner. Nun, sechs Jahre später gibt es wieder ein Lebenszeichen des Trios. Mit “Machine” erscheint Album Nummer Drei. Die Melodien und Texte stammen aus der Feder von Nina, produziert und abgemischt wurden die elf Songs von Tommy selbst.

Die erste Minute von “Deceleration” hatten sich die Musiker eigentlich sparen können. Nach dem doch recht belanglosen Intro knallt der Song aber saustark aus den Boxen. Vor allem Nina Vetterli-Treml sorgt mit ihrer Basslinie für extremen Schalldruck. Dazu passt ihr unverwechselbarer Gesang wie die Faust aufs Auge. Aber auch Tommy Vetterli lässt sein Können an der Gitarre aufblitzen. Bei “F.Y.L.” trommelt sich Diego Rapacchietti fast die Seele aus dem Leib. In Kontrast zu diesem Tempo stehen ruhigere Gesangspassagen. Pressebild_69Chambers_Final-1.1Beim Titelsong “Machine” sind Anleihen aus dem Industrial Bereich zu hören. Die Stimme der Sängerin wird zum Teil elektronisch verfremdet. Aber natürlich fehlt auch hier der klare Gesang nicht. Der Refrain klingt dann wieder einschmeichelnd.

Und so abwechslungsreich, wie das Album startete geht’s dann auch weiter. Ob doomig (“Who Am I”), klassisch daher rockend (“Happiness”) oder knallhart groovend (“Serpent Of Hypocrisy”), das Trio präsentiert souverän eine große Bandbreite unterschiedlicher musikalischer Einflüsse. Mit “Loaded Gun” ist auch ein balladesker Song auf dem Album. Aber auch bei dieser (Halb-) Ballade ist die musikalische Härte zu hören, die die Kompositionen des Trios seit jeher auszeichnet.

Lange Zeit haben 69 Chambers ihre Fans auf die Folter gespannt. Umso erfreulicher ist, dass sich die Schweizer jetzt mit einem Paukenschlag zurückmelden. Mit “Machine” veröffentlichen die Musiker ein würdiges Nachfolge-Album zu “Torque”, als hätte es keine lange Pause gegeben. Abwechslungsreiche Kompositionen und eine druckvolle moderne Produktion zeichnen das Album aus. Ich würde mich freuen, die Band demnächst live erleben zu können. Und bitte liebe Schweizer, lasst nicht erneut sechs Jahre bis zum nächsten Album verstreichen.

69 Chambers – F.Y.L. (Song Stream): https://youtu.be/AhiW7-0yI7o

Lineup:

Nina Vetterli-Treml – Vocals & Bass
Tommy Vetterli – Gitarre
Diego Rapacchietti – Drums

Label: Massacre Records

VÖ: 25. Mai 2018

Spielzeit: 51:03

Titelliste:

  • Deceleration
  • F.Y.L.
  • Machine
  • Little Bird Of Death
  • Who Am I
  • Happiness
  • Métamorphose
  • Loaded Gun
  • Chemical Poetry
  • Quantum Wave
  • Serpent Of Hypocrisy

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