Boneyard – Black Static

Bewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 7/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 8,6/10

Sechs Jahre sind seit dem Debüt „Oathbreaker“ der kanadischen Rocker Boneyard ins Land gegangen. Sechs Jahre? In meinem Review notierte ich als Erscheinungsdatum den 27. August 2021. Das war der Tag, an dem das Album über WormHoleDeath Records weltweit vertrieben wurde. Aber offensichtlich hat das Quartett aus Edmonton das Album bereits ein Jahr zuvor in Eigenregie veröffentlicht. Jetzt erscheint der Nachfolger „Black Static“, erneut als Selbstrelease.

Schnelle harte Gitarren-Riffs leiten „Met You In A Dream“ ein, angetrieben vom Schlagzeug. Frontfrau Pamtera Cunningham singt mit klarer Stimme. Trotz aller Eingängigkeit ist der Song zumeist recht schnell. Die Texte zu „Left Me To Drown“ wurden von Bassistin Lezzy Osbourne geschrieben. So startet der Song auch mit einer kurzen Basslinie. Und sie übernimmt auch die Lead-Vocals. Im Wechsel mit Pamtera. Das ist wohl der härteste Track des Albums. Obwohl diese Härte keinesfalls übertrieben wird. Bei „Ready For A Change“ sind Gitarrenklänge wie in einem klassischen Fadein zu hören, bevor das Schlagzeug rhythmisch einsetzt. Später kommen Riffs dazu. Passend zum düsteren Thema wird die Ballade „Not This Way (Joels Song)“ von düsteren, melancholischen und teils intensiven Gitarren geprägt. Erzählt wird die wahre Geschichte von Joel, bei dem Schizophrenie diagnostiziert wurde. Da ihm niemand helfen kann wird er drogenabhängig und stirbt an einer Überdosis. Mit einer von Lezzy geschriebenen Basslinie startet „Blood In The Bond“. Ein leichte Punk-Schlagseite ist herauszuhören. „Before The Fall“ startet mit harten aber durchaus eingängigen Gitarren-Riffs. Neben den schönen Melodien besticht vor allem der harmonische Satzgesang und das Klasse Gitarren-Solo. Ein Song, der live ganz sicher richtig abgeht und von den Fans laut mitgesungen werden dürfte. Bei „Hanging Tree“ kommt zu Beginn ein wenig Wild-West und Folk-Atmosphäre auf. Zwischendurch sind schnelle Riffs und wummerndes Schlagzeug zu hören. Majestätisch leiten die Gitarren „Compass Points To War“ ein. Dann dominieren die schönen Gitarren-Melodie. Das Wort „Fire“, das die Band immer wieder raushaut, klingt wie das Abfeuern einer Schiffskanone. Kein Wunder, hier wird ja auch eine Seeschlacht besungen. Die Krönung ist erneut ein schnelles melodisches Gitarren-Solo. Aber auch der klare Gesang von Pamtera vermag hier zu beeindrucken. Als Bonus beendet die Klavierfassung von „Before The Fall“ das Album. Arrangiert vom Lead Gitarristen Garhardt könnte man sich den Track gut als Film-Soundtrack vorstellen.

Fast vierzig Minuten klassischer melodischer Hard Rock, das ist es, was Boneyard ihren Fans auf „Black Static“ bieten. Viele eingängige Melodien, hervorragender Gesang und eine klare druckvolle Produktion sorgen für sehr viele Unterhaltungswert. Aber auch harte Riffs und abwechslungsreiches Songwriting. Damit sprechen sie sicherlich eine große Bandbreite von Rock- und Metal-Fans an.

Boneyard – Hanging Tree: https://youtu.be/vudfSBqQYUg?si=jFzFoLJVvheV__x8

Lineup:

Pamtera Cunningham – Lead Vocals, Guitar
Lezzy Osbourne – Bass
Jeff „Jefftimus“ Cunningham – Drums
Gary „Garhardt “ Ursulak – Lead Guitar

Label: Selbstrelease

VÖ: 23. Oktober 2026

Spieldauer: 41:44

Titelliste:

  • Met You In A Dream
  • Left Me To Drown
  • Ready For A Change
  • Not This Way (Joel’s Song)
  • Blood In The Bond
  • Before The Fall
  • Hanging Tree
  • Compass Points To War
  • Before The Fall (Piano Rendition)
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