Bewertung
Album (40%): 8/10
Cover-Art (20%): 7/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 7,8/10
Der Pressetext zum Debüt-Album „Chance To Reborn“ empfiehlt die italienische Power Metal Band Aletheya den Fans von Helloween, Gamma Ray, Angra, Stratovarius oder auch Sonata Arctica. Somit ist wohl klar umrissen, wie das Album klingt (oder klingen sollte?). Die Band aus der italienischen Hauptstadt Rom besteht aus erfahrenen Musikern. Wann die Band genau gegründet wurde, ist unklar, vermutlich im Frühjahr oder Sommer des vergangenen Jahres. Die ersten Einträge auf Facebook datieren auf den 9. Juli 2025. An diesem Tag begannen offensichtlich auch die Arbeiten zum Album.
„Eyes Of The Stone“ startet mit einer ruhigen Gitarrenmelodie, die von Streichern unterlegt wird. Aber nach einer Dreiviertel Minute ist damit Schluss. Die Double Bass und harte Riffs bestimmen jetzt. Der Gesang könnte aus dem Rhapsody Universum stammen. Aber das ist ja bekannt, in Italien gibt es eine Vielzahl sehr guter Sänger. Musikalisch wirkt es abwechslungsreicher als bei den Rhapsody Inkarnationen. Aber schon mit „Shame“ geht es so richtig in den Hochgeschwindigkeits-Bereich. Die Gitarren kreischen und Sänger Gianni Carcione bewegt sich häufiger im Bereich mittlerer Tonhöhen, meistert aber auch die hohen Töne sehr gut. Und bei den Soli können italienische Gitarristen erfahrungsgemäß überzeugen, so auch Francesco Menale. „The Rule“ startet mit epischen Chorussen zu denen Schlagzeuger harte Drives legt. Der Song ist ein wenig ruhiger und sehr rhythmisch. Die Synthies, die sich immer wieder in den Vordergrund drängen sind stellenweise ein wenig nervig, das machen aber Gitarren-Riffs und das Schlagzugspiel teilweise wett. Synthies hört man auch zu Beginn von „Echoes Of Oblivion“ ganz kurz. Danach sorgen die Riffs und das Schlagzeug wieder für eine schnellere Gangart. „Invisible Heroes“ Startet hymnisch bevor auch das Tempo kräftig erhöht wird. Und genau so geht es weiter. Ob „Chasing The Sun“, der Titelsong „Chance To Reborn“ oder „Stealer“, die Italiener spielen gitarrenlastigen, von schnellem Schlagzeug, teilweise mit Double Bass Passagen getriebenen Power Metal. Lediglich der Rausschmeißer „Waves Of Sorrow“ macht da eine Ausnahme. Dieser Song ist eine epische Ballade avanciert mit der hervorragenden gesanglichen Leistung und der emotionalen Instrumentierung zu meinem Lieblings-Song auf dem Album.
Zu Anfang habe ich Parallelen zu den verschiedenen Rhapsody-Bands gezogen. Das wird aber der Leistung von Aletheya nicht gerecht. Die Kompositionen sind abwechslungsreicher und nuancierter. Und die oben genannten Bands kann man auch immer wieder heraushören. Ihr musikalisches Können stellen die Italiener vor allem mit der herausragenden Ballade am Schluss unter Beweis. Mit dem quietsch-bunten Album-Cover kann ich mich allerdings nicht so richtig anfreunden.
Aletheya – Chasing The Sun: https://youtu.be/YfyahKs7_v4?si=y0z8XMNx_8OqLY8C
Lineup:
David Folchitto – Drums
Francesco Menale – Guitars
Gianni Carcione – Vocals
Fabrizio Sclano – Bass
Label: Rockshots Records
VÖ: 18. September 2026
Spieldauer: 48:06
Titelliste:
- Eyes Of The Stone
- Shame
- The Rule
- Echoes Of Oblivion
- Invisible Heroes
- Chasing The Sun
- Chance To Reborn
- Stealer
- Waves of Sorrow


