Bewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 7/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 8,6/10
Also irgendwie ist mir da etwas entgangen. Oder ich habe keine Informationen erhalten. Im Mai letzten Jahres rezensierte ich die EP „The Toll Remains The Same“ von GOOT. Kurz darauf führte ich ein Interview mit Yan Fedyaev (aka GOOT) und Bassist Simone Sut (aka Zimon). Anfang 2026 erschien der zweite Teil des Debüt-Albums „Destitute Souls – Part II“. Zumindest steht das so im Pressetext. Dieses kam offensichtlich nicht bei mir an. Im Juli erfolgt die dritte Veröffentlichung in Zusammenarbeit mit Sänger David Reece. Wenn ich mich nicht verzählt habe, ist dies bereits das siebente Album von GOOT, neben neun EPs, einer Compilation und unzähliger Singles.
„Mors Aeterna“ startet mit einer epischen Gitarren-Einleitung. Dann ertönt die markante Stimme von David Reece. Hervorragender melodischer Rock im Midtempo-Bereich. Mit dem riff-dominierten „My Time“ legen GOOT noch einen Zahn zu. Das Gitarren-Solo ist einfach nur Klasse. Zur Power-Ballade „The Feed“ haben GOOT ein Lyrik-Video veröffentlicht. Hier kommt der Gesang beeindruckend zur Geltung. Im Mittelteil sind harte Riffs zu hören. Ein absolutes Highlight. „Darker Me“ ist ein melodischer Metal-Song. Gelegentlich kommt auch die Double Bass dezent zum Einsatz. Mit „Realign“ folgt eine starke Metal-Hymne. Neben den kräftigen Riffs sind auch immer wieder Keyboard-Teppiche zu hören. Und ein weiteres Gitarren-Solo mit einer äußerst eingängigen Melodie. Beim eingängigen „Never Enough“ gibt es eine erneute leichte Tempo-Verschärfung. Und so geht es weiter mit dem Power Metal Kracher „Tides Of War“. Teilweise klingen die Gitarren und Keyboards ein wenig schrill. „Jagged Outlines“ ist die zweite Ballade des Albums – teils ruhig und besinnlich, teils kraftvoll. Zum Schluss wird es mit „Turn Away“ und „Victims To The Fight“ noch einmal richtig heavy.
Kann mit so einem Künstler wie David Reece als Sänger und Arrangeur eigentlich etwas schief gehen? Ich denke nein. Allen die Gesangs-Leistung ist aller Ehren wert. Ich weiß jetzt nicht zu sagen, welche Arrangements von ihm stammen und welche von Theodor Borovski. Aber das Album ist sehr arrangiert und klar und kraftvoll produziert. Und es wurde von sehr guten Musikern eingespielt. Diese international aufgestellte Truppe konnte mich nach der oben genannten EP auch auf Album-Länge voll überzeugen. Lediglich das Album-Cover war nicht so ganz nach meinem Geschmack.
Goot – The Feed (feat. David Reece): https://youtu.be/3mBIyV7h9TY?si=wVw_BfHwCB0zzMU4
Lineup:
GOOT aka Yan Fedyaev – Guitars, Backing Vocals
Simone “Zimon” Sut – Bass
Lorelei Ether aka Anna Vereschagina – Keyboards
Marti Matsilla – Drums
Theodor Borovski – Sound, Arrangements
Guests:
David Reece – Vocal, Arrangements
Wayne Dorman – Additional Guitar/Solo Guitar (tracks 1, 3 – 6, 8)
Alex Corona – Solo Guitar (tracks 2, 7, 10)
Label: Worldlessness Records
VÖ: 20. Juli 2026
Spieldauer: 46:33
Titelliste:
- Mors Aeterna
- My Time
- The Feed
- Darker Me
- Realign
- Never Enough
- Tides Of War
- Jagged Outlines
- Turn Away
- Victims To The Fight


