Bewertung: 8/10
Gegründet wurden Nova Riot 2024 in Durant, einer Kleinstadt im Süden des US-Bundesstaates Oklahoma. Das Trio macht eine schwer zu greifende Musik, irgendwo zwischen Gothic und Hard / Heavy Rock. Sie selbst bezeichnen es als Bubblegum Metal. was immer man darunter verstehen vermag. Auf jeden Fall fallen die drei schon durch ihr schrilles Outfit auf. Am Besten man hört sich das selbst einmal an.
Nach einigen Synthies leiten druckvolle Gitarren den Opener „Haunting Me“ ein. Die ausdrucksstarke und wandelbare Stimme von Namensgeberin Nova Ray bewegt sich irgendwie zwischen Rock und Alternative. Während des Solos klingt die Gitarre teilweise etwas schräg. Bei „Midnight Coven Crush“ begleiten rhythmische Gitarren den Sprechgesang von Nova. Aber dieser ist nur zeitweise zu hören. Der Gesang von Nova bei „Casket“ ist relativ ruhig. Dafür üben die Gitarren, vor allem aber das Schlagzeug einen gehörigen Druck aus. Bei „The Altar“ Gaben sich Nova Riot Unterstützung von „The Bunny The Bear“, einer amerikanischen Post-Hardcore Band geholt, offensichtlich hauptsächlich gesanglich. Denn Hardcore ist der Song mitnichten. Es dominiert melodischer Gesang, der gelegentlich von harschen Growls unterlegt wird. Auch sind diverse Synthie-Einsprengsel hörbar. Auch ein gutes aber kurzes Gitarren-Solo fehlt nicht. Cleane Gitarren-Riffs leiten „Like I Meant It“ ein, die aber schon bald von harten Riffs abgelöst werden. Der Gesang ist auch größtenteils melodisch, vor allem während des Refrains. Zu Beginn von „Through The Storm“ sind erneut Synthies-Samples zu hören. Ich vermute, dass es Samples sind, weil kein Keyboardspieler angegeben ist. Zum Glück sind diese jedoch im wesentlichen songdienlich und drängen sich nur gelegentlich in den Vordergrund. Zunächst tickt bei „Sorry Mom“ Metronom, dann sitzen Gitarren ruhig ein. Dem passt sich der Gesang an, auch wenn zwischendurch immer wieder Sprechgesang zu hören. Eine epische Ballade, mit dem wohl besten Gitarren-Solo des gesamten Albums.
Dank „Blood, Lies & Lullabies“ habe ich nun eine Ahnung, was Nova Riot unter „Bubblegum Metal“ verstehen. Eine zumeist melodische Melange Hard Rock und Metal mit einer leichten aber deutlich hörbaren Alternative Schlagseite. Den Sound bestimmt im wesentlichen Sängerin Nova Ray – mal kraftvoll, mal zerbrechlich wirkend, wird dabei jedoch unterstützt von den beiden Gitarristen sowie vom Schlagzeug und/oder Drum-Computer.
Nova Riot – The Altar: https://youtu.be/UXNTvpFGIkw?si=cCI0-wPdFo0jdGqw
Lineup:
Nova Ray – Vocals
Orion – Bass Guitar
Ares – Lead Guitar
Label: Eclipse Records
VÖ: 21. August 2026
Spieldauer: 26:00
Titelliste:
- Haunting Me
- Midnight Coven Crush
- Casket
- The Altar (feat. The Bunny The Bear)
- Like I Meant It
- Through The Storm
- Sorry Mom


