Bewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 8,4/10
HARSH sind die neuen aufstrebenden Shooting-Stars der Hardrock-Szene.
Tja, um große Worte sind die Promoter selten verlegen. Die Band aus Paris wurde im Jahr 2018 gegründet. Das Album Debüt „Out Of Control“ wurde vier Jahre später veröffentlicht und war offensichtlich ein voller Erfolg. . Außerdem stehen mehr als 300 Liveauftritte, u.a. mit The New Roses, Anvil und Chris Holmes (ex-Wasp), auf der Habenseite. Erneut sind vier Jahre ins Land gegangen und der Nachfolger „Feels“ ist fertiggestellt.
„Break Your Way“ startet mit cleanen Gitarren, denn sich dann das Schlagzeug hinzugesellt. Nach dieser kurzen Einleitung entwickelt sich ein munterer Hard Rock Song. „All I Ever Wanted“ ist der nächste eingängige und von Riffs geprägte Rock-Song. Mit einem starken Gitarren-Solo. „Fuel To The Fire“ ist dann ein härter und schneller aber immer noch melodisch. Die Band wird von Schlagzeuger Léo Löwenthal angetrieben. Das bringt Sänger Albert Arnold jedoch nicht in Verlegenheit. Sein Gesang ist durchgängig klar und kraftvoll mit gelegentlichen hohem Rock-Screams. Danach folgt mit „Offer You A Rome“ eine großartige Stadion-Hymne, mit ohohoh-Gesängen. Von Anfang an dominieren harte Gitarren-Riffs und Schlagzeug das rhythmische „Don’t Mess With Me“. Gezupft akustische Gitarren gibt es zu Beginn der Ballade „Forever Yesterday“. Diese sind auch später weiterhin zu hören und werden von elektrisch verstärkten Gitarren unterstützt. Eine schöne Verschnaufpause für Musiker und Zuhörer. Dann klingen die Gitarren bei „Back To Life“ stellenweise leicht hektisch. Aber die schönen Melodien setzen sich beim Refrain durch. Das Michael-Sembello-Cover „Maniac“ wird von Harsh in hart rockende Gefilde überführt. Das Original war Bestandteil des Soundtracks für den „Flashdance“ und demzufolge ein reiner Popsong. Die Neuinterpretation punktet vor allem durch hartes Gitarrenspiel, insbesondere beim herausragenden Solo. Das zeigt erneut, wie ein geändertes Arrangement einen Song aufwerten kann. Diesen Schwung übernimmt „Losing My Mind“. Hier wird richtig losgerockt. Wer beim Songtitel „Dancing Dancing“ glaubt, wir begeben uns erneut in die Flashdance-Gefilde, der wird positiv überrascht. Das ist feinster melodischer Hard Rock mit vielen Gitarren-Licks und einem filigranen Gitarren-Solo. „Never Gonna See Me Fall“ ist die zweite Ballade des Albums. Akustische Gitarren und mehrstimmiger Satzgesang sorgen für Gänsehaut-Atmosphäre. Zwischenzeitlich drängen sich härtere Riffs in den Vordergrund gefolgt von einem Gitarren-Solo. Der Schlusssong „When We’re Together“ sorgt für einen hymnischen Ausklang.
Also ich muss gestehen, der Pressetaxt hat nicht übertrieben. Obwohl seit der Band inzwischen acht Jahre vergangen sind. Aber neue Bands haben es in der heutigen Zeit verdammt schwer, sich nach oben zu arbeiten. Umso erfreulicher ist das Durchsteh-Vermögen der Franzosen. Ob es Harsh dieses Mal gelingt, ihren frischen und abwechslungsreichen Hard Rock unter die breite Masse der Rock Fans zu bringen? Zu wünschen wäre es ihnen.
Harsh – Don’t Mess With Me (Visualizer): https://youtu.be/xAxH1LQceIA?si=mvLcO_UDXvjVWLsi
Lineup:
Albert Arnold – Vocals, Guitar
Séverin Piozzoli – Guitar, Backing Vocals
Julien Martin – Bass, Backing Vocals
Léo Löwenthal – Drums, Backing Vocals
Label: Fireflash Records / Edel
VÖ: 03. Juli 2026
Spieldauer: 48:40
Titelliste:
- Break Your Way
- All I Ever Wanted
- Fuel to The Fire
- Offer You A Rome
- Don’t Mess With Me
- Forever Yesterday
- Back To Life
- Maniac
- Losing My Mind
- Dancing Dancing
- Never Gonna See Me Fall
- When We’re Together




