Talia Hoit – When The Skies Fall

Bewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 9/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 8,6/10

Es ist zwei Jahre her, da veröffentliche die Sängerin Talia Hoit aus Colorada ihr erstes Solo-Album „Oceans“ als Selbstrelease . Das war ein durchaus solides Debüt auf dem viel Licht aber auch ein wenig Schatten zu erkennen waren. Jetzt hat sie ihr zweites Album „When The Skies Fall“ fertiggestellt. Veröffentlicht wird dieses über das Label Iberis Entertainment, auf dem bereits das das 2025er Album „Cold As Winter’s Ice“ ihrer Band Beyond Forgiveness erschienen ist.

Ruhig, besinnlich von Streichern dominiert, so startet „Unwanted“. Aber dann wird es härter, Riffs setzen ein. Und über allem thront der verführerische Sopran von Talia Holt. Später ist ein ausgedehntes Gitarren-Solo zu hören. E-Piano-Klänge leiten „Tremble Within“ ein. Diese bleiben auch präsent, wenn die Gitarren-Riffs die Führung übernehmen. Epische Orchestrierungen sind im Hintergrund zu hören. Talia zeigt, dass ihre Stimme auch die etwas tieferen Tonbereich ausfüllen kann. Bei „Beyond Words“ hören wir eingängige Gitarren-Melodien und Talia bezirzt die Zuhörer ein weiteres Mal. Mit „Again“ geht dann richtig die Post ab. Von Beginn an dominiert ein höheres Tempo, schnelle Riffs, Double Bass Passagen und die klare Stimme können überzeugen. Im Hintergrund gibt es Synthie-Stakkatos. Dazu sehr viel orchestrale Epik und erneut ein filigranes Gitarren-Solo. Die Piano-Einleitung des Midtempo-Songs „Prayer For Rain“ ist etwas ruhiger ein. Aber so bleibt es nicht. Schlagzeug, Gitarren und Orchestrierung sorgen für einen härteren Sound. Keyboards und Schlagzeug leiten „Orion“. Streicher und Keyboards begleiten die Sängerin, die sich in höchste Höhen aufschwingt. Die Melodie hat einen hymnischen Touch. Auch „All You Want“ bewegts sich im melodischen Soft Rock/Metal Bereich. Die wandelbare Stimme von Talia Holt vermag zu beeindrucken. Immer wieder werden durchaus abwechslungsreiche Orchestrierungen unter den Gesang gelegt, wobei sich Talia an ihrem e-Piano immer wieder in den Vordergrund drängt. „Refuge“ ist eine wunderschöne besinnliche Piano-Ballade, bei der man den von Streichern unterlegten Gesang richtig genießen kann. Dazu ertönt kurz ein herausragendes Gitarren-Solo. „Torn“ wird von Synthies eingeleitet, bevor Schlagzeug, Gitarren und Orchestrierung mehr Härte sorgen. Der Rausschmeißer „Urgency“ ist noch mal ein Knaller. Schnelle Riffs, epische Chorusse und Orchestrierung sorgen ein letztes Mal für Hörspaß.

Hat Talia sich meine Kritik zum Debüt zu Herzen genommen? Zumindest ist „When The Skies Fall“ abwechslungsreicher und auch härter. An die metallische Härte von z.B. frühen Nightwish oder Within Temptation reicht es allerdings noch nicht ganz heran. Aber das ist wohl nicht die Intention von Talia Hoit. Im Mittelpunkt steht selbstverständlich ihr Gesang und über weite Strecken ihr Piano-Spiel. Auf ihrem zweiten Album wird sie unterstützt von sehr guten Musikern. Vor allem die zahlreichen Gitarren-Soli können immer wieder überzeugen. Aus meiner Sicht eine deutliche Steigerung im Vergleich zu „Oceans“.

Talia Hoit – All You Want: https://youtu.be/tFoTETW1qhA?si=bM0hhhjVO8APTEsf

Lineup:

Talia Hoit – Vocals, Piano
Mat Plekhanov – Guitars
Max Stoner – Bass
Roland Navratil – Drums
Frank Pitters – Keys, Orchestral Arrangement

Label: Iberis Entertainment / Distributed by SAOL

VÖ: 28. August 2026

Spieldauer: 46:11

Titelliste:

  • Unwanted
  • Tremble Within
  • Beyond Words
  • Again
  • Prayer For Rain
  • Orion
  • All You Want
  • Refuge
  • Torn
  • Urgency
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