Adiant – Killing Dreams

Adiant_CoverBewertung
Album (40%): 8/10
Cover-Art (20%): 7/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 7,8/10

Symphonic Death Metal aus der Steiermark (Österreich). Das versprechen Adiant aus Graz. Gegründet wurde die Band im Herbst 2019. Und dann kam Corona. Das hinderte das Quintett jedoch nicht daran, das Debüt-Album „Killing Dreams“ aufzunehmen. Die Songtexte beinhalten ernste Themen, von Umweltproblemen bis hin zu psychischen Erkrankungen. Produziert wurde das Album in den Readhead Studios. Gemastert wurden die Songs bei Auidiophil. Ein Wort zum Bandnamen. Adiant kommt aus dem altkeltischen und bedeutet so viel wie „Wunsch“ oder „Begierde“. 

Adiant_Foto-1Vor dem ersten Hören war ich eher auf harten Stoff eingestimmt. Bei Symphonic/Melodic Death denkt man ja immerhin an Namen wie Septicflesh (Griechenland), MaYaN (Niederlande) oder Serenity In Murder (Japan). Aber an so einen glockenklaren Sopran, wie ihn Sängerin Patricia Gschier schon bei „Coronation“ zelebriert, wohl eher nicht. Sicherlich, ihr Bruder Felix steuert einige Growls bei, aber die sind zumeist eher zurückhalten und dezent. Werden erst später etwas gesteigert. Auch die Gitarren bieten keine Death Metal Härte. Beim Titelsong „Killing Dreams“ wird dann versucht etwas mehr Death Attitüde einfließen zu lassen. Aber ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster, das ist Melodischer Symphonischer Metal, bei dem vereinzelt Death Elemente anklingen. Bass und Schlagzeug müssen etwas hinter dem Gesang zurückstehen. Apropos Gesang, mir gefällt die Stimme von Patricia sehr gut. Und es ist zwar richtig diese in den Vordergrund zu rücken, aber ob dann Instrumente und teilweise auch die Growls so stark in den Hintergrund geschickt werden müssen, vermag ich nicht zu sagen. Bei „Hiding Place“ kann die Sängerin unter Beweis stellen, dass sie sich auch im Mezzosopran wohlfühlt. Bitte künftig mehr davon. Die Gitarren klingen immer dann kraftvoll, wenn Patricia Pause hat. Also zumeist am Anfang der Songs und später in einigen instrumentalen Passagen. Das findet man bei vielen Songs, so bei „Give Us A Voice“, „Lighthearted“ oder auch „Insatiable“. Natürlich gibt es auf dem Album auch eine Ballade. Bei „Beloved Distance“ dominieren die akustischen Gitarren. Ruhiges Schlagzeugspiel und kontemplativer Gesang, der fast an den Koloratursopran heranreicht, machen diese zu einem Höhepunkt. 

Würde ich mich nach der Ankündigung als Symphonic Death Metal richten, dann wäre „Killing Dreams“ ganz sicher durchgefallen. Lediglich das Platten-Cover würde wirklich zum Genre passen. Aber das wäre nicht gerecht gegenüber den Musikern von Adiant. Konzentriere ich mich jedoch auf meine Genre-Einstufung als Symphonic/Melodic Metal sieht das wesentlich besser aus. Handwerklich sind die Songs gut gemacht. Den Steiermärkern ist ein gutes Debüt gelungen. Es gibt da zwar noch Luft nach oben, aber guten Musikern sollte es gelingen, noch mehr als aus sich herauszuholen. Nur über die Schublade, in welche man die Musik reinpacken will, sollten Band und Platten-Label noch einmal nachdenken.

Adiant – Coronation: https://youtu.be/LWqc4V5fCvE

Lineup:

Patricia Gschier – Vocals
Felix Gschier – Bass, Vocals
René Stoecklmair – Guitar
Lizzy Siebenhofer – Guitar
Marcus Kürzl – Drums

Label: Black Sunset / MDD

VÖ: 19. November 2021

Spieldauer: 36:38

Titelliste:

  • Coronation
  • Killing Dreams
  • Hiding Place
  • Give Us A Voice
  • Beloved Distance
  • Lighthearted
  • Burning Bridges
  • Psychosis
  • Insatiable
  • Witches Dance

Digital-Patreon-Wordmark_Black

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.