Megalith Levitation – Void Psalms

coverBewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 7/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 8,2/10

Das Trio Megalith Levitation stammt aus einem der östlichsten Zipfel Europas. Ihre Heimatstadt ist Chelyabinsk, einer Großstadt am Ural, siebtgrößte Stadt Russlands. Über die merkwürdigen Namen in der Besetzungsliste breiten wir mal den Mantel des Schweigens. Das sind vermutlich die drei Anfangsbuchstaben ihrer Namen (wie in Russland üblich: Vorname, Vatersname, Nachname – VVN also Smiley). Auch das Bandphoto ist wenig ergiebig. Drei unter schwarzen Soutanen versteckte Gestalten. Also sollte man das Hauptaugenmerk auf die Musik richten. “Void Psalms” ist das zweite Album der russischen Doomer. Hören wir doch mal in rein, in die lysergischen Klangwelten (O-Ton Band).

Megalith Levitation picEs dröhnt tief aus den Boxen. Laut stellen und die Bässe spüren. Das ist das Motto schon bei “Phantasmagoric Journey”. Mehr als dreizehn Minuten Funeral Doom mit hypnotisch wirkendem Gesang. Die Gitarrenriffs klingen stark verzerrt. Und diese sind die Grundlage des Sounds. Dreizehn Minuten? Und das ist nicht mal der längste Song auf dem Album. Der Doppel-Titel “Temple of Silence / Pillars of Creation” kratzt haarscharf an den zwanzig Minuten. Alle Songs wirken vor allem bei großer Lautstärke. Eine Anlage mit Subwoofer oder Kopfhörer mit sehr guter Basswiedergabe bilden die Grundlage für den Hörgenuss. Vor allem weil sich der Sound über die gesamte Spielzeit zähflüssig wie erkaltende Lava aus den Boxen ergießt. Der Rausschmeißer “Last Vision” ist dahingegen nur knapp acht Minuten kurz.

Bei “Void Psalms” muss man genau hinhören. Selbst die Gitarrensoli sind stark entschleunigt, düster und verzerrt. Man vermeint die Geister und Gnome durch den Ural stampfen zu hören. Genau der richtige Soundtrack für die die immer kürzer und dunkler werden Tage im Winterhalbjahr. Noch vor ein paar Jahren konnte ich mit dieser Art Musik nicht viel anfangen. Aber inzwischen fahre ich voll auf diesen schwermütigen Sound ab.

Megalith Levitation – Ritual @ Sludge Coven Ritual II (No album track!): https://youtu.be/YhOrfrzC7cQ

Lineup:

KKV – Bass
PAN – Drums
SAA – Vocals, Guitars

Label: Aesthetic Death (CD), Addicted Label (digital) and Pestis Insaniae Records (tape)

VÖ: 01. Oktober 2021

Spieldauer: 53:19

Titelliste:

  • Phantasmagoric Journey
  • Datura Revelations / Lysergic Phantoms
  • Temple of Silence / Pillars of Creation
  • Last Vision

Digital-Patreon-Wordmark_Black

f “Void Psalms”““

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