Wasteland Coven – Ruined

Bewertung: 7/10

Autor: David Kerber

a4204318810_16In den letzten 10 Jahren haben sich etliche neue Doommetalbands gegründet. Nach Below, Northern Crown und Konvent (um nur einige zu nennen) steht jetzt Wasteland Coven auf der Matte. Aber im Unterschied zu den meisten Genrekollegen steht hier eine Frau hinterm Mikro. Und zwar eine Frau, die nicht nur böse ins Mikro grunzt oder leise vor sich hin haucht, sondern mit viel Gefühl und auch Kraft in der Stimme singt.

„Midsummer Days“, mit zehneinhalb Minuten der längste Song der EP, startet mit einem Bass- und Keyboardintro, bevor die typischen Doom-Riffs die Oberhand gewinnen und der Song düster und heavy aus den Boxen dröhnt. 97988590_242834967131650_8259118507006885888_nMit Einsetzen des Gesangs wird der Epik-Faktor nach oben getrieben. Zwischendurch gibt es auch ein Bass-Solo und der Song wird auch mit Keyboard und Streichern unterlegt. Einziger Knackpunkt, der den Hörgenuss ein wenig trübt, ist der zu weit in den Hintergrund gemischte Gesang. Dadurch kann sich die Stimme nicht wirklich entfalten und die Komposition tragen. Das Potential dazu ist auf jeden Fall vorhanden.

Bei „Great Colossus“ überrascht das recht schnelle Gitarrensolo im Mittelteil. Der Gesang ist nicht ganz so kraftvoll wie im ersten Titel, aber immer noch herausragend. Den besten Song haben die Amis ans Ende gesetzt. Klasse Riffs, beeindruckender Gesang und Soli zum mitbangen. Viel mehr kann man nicht verlangen.

Einzig die Abmischung hätte besser sein können. Aber bei solchen Eigenproduktionen muss man wohl mit sowas rechnen. Immerhin liegt die Vermutung nahe, dass das Mixing nicht professionell erfolgte. Komposition, Arrangements, Gesang sind alles hervorragend, es gibt also noch die Hoffnung, dass ein mögliches Album noch besser klingt.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Susan Mitchel / Wasteland Coven

Wasteland Coven – Great Colossus: https://youtu.be/p9IvVTymjjs

Lineup:

Susan Mitchel – Bass, Vocals
Jason Wilcox – Drums
Bill Anderson – Guitars
Brandon Collins – Guitars

Label: Selbstrelease

VÖ: 17. April 2020

Spieldauer: 23:15

Titelliste:

  • Midsummer Days
  • Great Colossus
  • Endless Night

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