Mr.Jack – Long Road

Bewertung: 7/10

497588Er verwendet ausschließlich seinen Künstlernamen, Mr. Jack. Laut Presseinfo ist er Sänger, Songwriter, Produzent. Er hat bei diversen Künstlern und Bands auf deren Alben mitgespielt. Und er stammt vermutlich aus Italien. Viel mehr Informationen waren auch im Internet nicht zu finden. Auf seinem ersten Solo-Rock-Album “Long Road” spielte er alle Instrumente selbst ein. Zusätzlich konnte er viele gestandene Musiker dazu bewegen, als Gast bei diversen Songs mitzuwirken. Darunter fand ich auch einen mir bekannten Namen, Maestro Mistheria (Vivaldi Metal Project, Bruce Dickinson, Live Keys bei Caterina Nix). Obwohl die Veröffentlichung schon einige Monate zurückliegt, habe ich einmal etwas intensiver in das Album reingehört.

851990Melodischer Rock trifft auf bluesige Stimme, so könnte man “One Love” charakterisieren. Dazu ein weibliche Gesangsstimme als Duett-Partnerin. In der langen Liste der Gäste der musikalischen Gäste findet sich jedoch kein Hinweis, wer die Sängerin sein könnte. Schade. Eingängige Melodien, aber ein lustlos wirkendes Schlagzeugspiel. “Mind Strange” ist dann wesentlich rockiger. Maestro Mistheria brilliert hier an der Hammond. Da kommen ein wenig Erinnerungen an Deep Purple auf. Auch der bluesige Drive und das Gitarrensolo würden dazu etwas passen. Mit “Trip To Paradise” hat es auch eine Ballade auf das Album geschafft. Minimalistisch angelegt, zumeist nur e-Piano und Gesang. In Hintergrund ist das Rauschen von Wasser zu hören. “Infernal Word” macht dem Songtitel Ehre. Die Gitarren galoppieren voran. Infernalisch klingt das kurze Gitarrensolo in der zweiten Songhälfte. Und ganz am Schluss auch der Gesang des Meisters. Bei der Country-Blues-Ballade “Long Road” näselt der Sänger, ganz im Stile der Country Sänger aus den US Südstaaten. Auch hier ist die Instrumentierung sehr dezent, Akustik-Gitarre, Piano und im Hintergrund wabert leise die Hammond. Beim straighten Rocker “Earthquake” fällt erneut das uninspirierte und scheppernde Schlagzeug negativ auf. Darüber können auch die passend eingesetzten Riffs sowie die hörenswerten Gitarrensoli nicht hinwegtäuschen. Aber von einem Erdbeben ist musikalisch nichts zu hören. Auch “Metal Head” kann seinem Namen keine Ehre machen. Da hauen andere Songs des Albums mehr auf die Zwölf. Auch hier wirkt der tumbe Rhythmus des Schlagzeugs störend. Mit “Rock Whrole” gibt es dann jedoch noch einen halbwegs versöhnlich stimmenden Ausklang. Zumindest gesanglich und musikalisch ist dieser Song im Rock’n’Roll angesiedelt. Noch ein letztes Mal ist ein hervorragendes Gitarrensolo zu hören.

Das Album “Long Road” lässt den Schreiber dieser Rezension mit gemischten Gefühlen zurück. Es gibt viele sehr gute musikalische Passagen, Hammond Orgel, Gitarrensoli und starke Riffs. Aber das Schlagzeugspiel ist einfach nur schlecht. Bei der großen Gästeliste hätte Mr. Jack vielleicht auch noch einen Drummer anheuern sollen. Ein Großteil der musikalischen Höhepunkte scheint ohnehin schon von den Gastmusikern eingespielt worden zu sein. Das Songwriting ist durchaus sehr abwechslungsreich. Balladen, Blues Rock, Country. Vieles kann man auf dem Album hören. Leider variiert Mr. Jack seinen Gesang kaum. Somit klingt die Stimme über das gesamte Album hinweg etwas eintönig. Da ist noch Luft nach oben.

Mr. Jack -Trip To Paradise: https://youtu.be/X5pPDgqEwuI

Lineup:

Mr.Jack: Vocal, Guitar, Bass, Drum, Keyboard

Guests:

Maestro Mistheria – Vivaldi Metal Project, Keyboard for Bruce Dickinson of Iron Maiden (Keyboard on the song „Mind Strange“)
Freddy Delirio – Death SS (Keyboard on the song „Metal Head“)
Tomas Valentini – Animea Silentes , Skanners (Bass on the song „Mind Strange“)
Raffo Albanese – From the Deapht , 5th element project (Voice on the song „Mind Strange“)
Valerio Edward de Rosa – Soul of steel (Solo Guitar 2 on the song „Metal Head“)
Steve Volta – Perpetual Fire , Pino Scotto (Lead Guitar and Solo 1 on the song „Metal Head“)
Mario Zeoli – the angelis , thirdson3 (all music on the song „Infernal Word“)
Marco Angelo (Lead Guitar and Solo 2 on the song „Eathquake“)
Alessandro de Fusco (Lead Guitar and guitar solo on the song „Rock Whrole“)

Label: Wanikiya Records

VÖ: 20. März 2019

Spieldauer: 32:44

Titelliste:

  • One Love
  • Mind Strange
  • Trip To Paradise
  • Infernal Word
  • Long Road
  • Earthquake
  • Metal Head
  • Rock Whrole

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