Bewertung
Album (40%): 7/10
Cover-Art (20%): 9/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 8,2/10
Die Heavy- / Prog-Metal Band Crystal Throne wurde 2019 in Metz (Frankreich) von Gitarist Max Waynn und Sänger Terry DeFire gegründet.
Die Band verbindet melodischen Heavy Metal, Power Metal und progressive Einflüsse mit dem Geist der 1980er Jahre und überzeugt durch technisch ausgefeilte Kompositionen, mitreißende Melodien und ein facettenreiches Universum, das von Science-Fiction, Mythologie und Fantasy inspiriert ist.
So beschreibt der Pressetext den Sound. 2021 wurde das selbstbetitelte Debüt-Album veröffentlicht. Im Oktober folgt der Nachfolger „Chantry Of Sacrifice“.
„A Hero’s Call“ ist ein fast zweieinhalbminütiges Intro, mit einer kurzen SciFi(?)-Hörspiel-Szene am Anfang. Handelt es sich hier um ein Konzept-Album? In der überaus kurzen Presseinfo konnte ich jedoch nichts dergleichen lesen. Gegen Ende setzen zumindest Gitarren und Schlagzeug ein. Und bereiten somit den Übergang zum ersten regulären Song „Children Of The Ruins“ vor. Und da geht es dann so richtig zur Sache. Die beiden Gitarristen werfen sich bei Soli und Riffs gegenseitig den Ball zu. Sänger Terry DeFire kann mit seiner kraftvollen Rock-Stimme überzeugen. Aber auch sind zeitweise gesprochenen Worte zu hören, dass den Eindruck eines Konzept-Albums durchaus verstärkt. Nach dem munteren Auftakt legen die Franzosen bei „Tides Of Ages“ noch einen Zahn zu. Die Riffs knallen förmlich aus den Boxen, angetrieben vom schnellen Schlagzeugspiel. Der Sänger geht auch dieses hohe Tempo mit und haut ein paar hohe Screams raus. Vorbilder wie Judas Priest oder auch Iron Maiden sind klar herauszuhören. Die Metal-Hymne „Electrical Savior“ ist dann deutlich ruhiger. Terry singt stellenweise mit einem dunkleren Timbre, meistert aber auch die hören Tonlagen. Zu Beginn der nächsten Hymne „Walls Of Silent Mourn“ ist erneut ein Fragment aus einem Hörspiel zu hören, bevor majestätische Riffs alles niederwalzen. „Antagonists“ startet mit einer höllischen Lache. Dann geht es ab in den Hochgeschwindigkeits-Modus. Und ich glaube, dass ich hier eine Sängerin im Duett mit Terry DeFire höre. Leider gibt es dazu keine Informationen. Oder stammt der feminin klingende Gesang vom Meister selbst? Gesprochene Worte gibt es auch bei „Insurgent Outcry“. Erneut versuchen die Gitarristen von Crystal Throne neue Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen. Dies ist auch bei der kurzen Basslinie zu hören, sowie beim druckvollen Schlagzeugspiel. Im Kontrast dazu stehen die Synthies, die für eine epische Schlagseite sorgen. Der Titelsong „Chantry Of Sacrifice“ ist dann die nächste Metal-Hymne, bei der Crystal Throne erneut ein feines Händchen für schöne Melodien unter Beweis stellen. Die Hymne „Sleeping In The Void“ ist mit neuneinviertel Minuten der längste Song des Albums. Der Song startet ruhig mit epischen teilweise sakral klingenden Chorussen und majestätischen Riffs. Dies setzt sich auch über die gesamte Spielzeit fort. Synthie-Streicher sorgen für epischen Bombast. Erst gegen Ende sorgen die Gitarren für eine heftige Tempo-Verschärfung. So wie das Album begann, so endet es auch, mit einem kurzen Hörspiel-Fragment.
Auf „Chantry Of Sacrifice“ ist gut gemachter progressiver melodischer Metal zu hören. Was mich dabei ein wenig stört, sind die ständigen Einspielungen von hörspielartigen Fragmenten. Musikalisch gefällt mir das Album jedoch sehr gut. Vor allem, weil bei allem progressiven Einschlag kaum oder gar nicht gefrickelt wird. Auch das Cover-Artwork ist sehr gut gelungen.
Crystal Throne – Children Of The Ruins: https://youtu.be/qpwnVwoQjow?si=y0PeY4EQnl3gSWOZ
Lineup:
Terry DeFire – Vocals
Jefferson Brand – Bass
Max Waynn – Guitar
John Lemoine – Guitar
Will Ram – Drums
Label: Selbstrelease
VÖ: 02. Oktober 2026
Spieldauer: 01:03:10
Titelliste:
- A Hero’s Call
- Children Of The Ruins
- Tides Of Ages
- Electrical Savior
- Walls Of Silent Mourn
- Antagonists
- Insurgent Outcry
- Chantry Of Sacrifice
- Sleeping In The Void


